Freizeitpark-Quick-Check 2018: Efteling

Bereits einige Freizeitparkbesuche liegen dieses Jahr hinter mir. In dieser Woche mache ich mal jeden Tag ein Kurzreview eines anderen Freizeitparks. Dabei stehen vor allen Dingen meine persönlichen Eindrücke im Mittelpunkt, also erwartet keinen ausufernden Testbericht.

Endlich habe ich dieses Jahr auch Efteling von meiner Bucket-List streichen können.

Super, ein einfach ganz toller Park und es stimmt alles, was alle sagen. Die Handschrift von Designer Ton van de Ven ist grandios und gibt dem Park einen ungewöhnlich durchgehenden Look. Im Prinzip gibt es kaum Themenbereiche, ganz Efteling ist einfach einer. Und da ich bekanntlich großer Darkride-Fan bin, musste ich natürlich zahlreiche der dort befindlichen Darkrides ausprobieren.

Ich war erstaunt, wie gut allein schon das schon 25 Jahre alte Droomvlucht doch ist. Ganz generell eine der schönsten Thematisierungen in Europa und man sieht ganz klar, wo der Europa-Park für seinen Arthur-Themenride abgekupfert hat. Ganz zurecht gilt die Fahrt als absoluter Klassiker und man kann die Liebe in diesem Darkride in jeder Ecke spüren – ein kleines Juwel, das der Park scheinbar sehr gut hegt und pflegt. Ich mag das!

Naja, und Symbolica spielt für mich fast schon auf Disney-Niveau mit, auch wenn man merkt, dass man dort wiederum stark von Mystic Manor geklaut hat. Selten habe ich Szenenapplaus bereits in der Preshow erlebt (was vermutlich auch der Neuheit des Rides geschuldet ist, aber dennoch). Tolles Setting, tolle Animatronics, eine wunderbare Ausnutzung des interaktiven und trackless Ride-Systems von ETF mit immerhin drei verschiedenen Fahrprogrammen. Das hat bei den schienenlosen Systemen bei mir gleich mal Ratatouille von Disney von seinem Ehrenplatz verdrängt. Eine meiner Favorit-Szenen ist das Aquarium, durch das man dabei fährt, und das plötzlich von einem Wal zerbrochen wird (kleine Dusche inklusive)…

Kudos, Efteling! Toll! Einfach toll!

Auffällig fand ich, wie voll die Darkrides doch waren. Die Wartezeiten waren bei uns manchmal drei mal so lang wie bei den Achterbahnen, obwohl die Darkrides eigentlich die deutlich bessere Abfertigung hatten. Das (zugegeben ziemlich „weirde“) ‚Carnival Festival‘ hat ja ein Mack-Endlos-System und ich habe noch nie erlebt, für sowas über 30 Minuten(!) anstehen zu müssen. Dagegen waren die Achterbahnen fast Walk-Ons. Das zeigt ein wenig, dass mit einer guten Platzierung und guter Qualität reine Darkrides durchaus noch Menschenmassen ziehen und den Family-Entertainment-Markt nicht Disney allein überlassen muss.

Tatsächlich vermisse ich das nämlich ein wenig: Große Parks, die auch in große Attraktionen für kleine Kinder investieren – und nicht in die dauernde Trennung zwischen Teens und Kids. Darkrides sind aus der Mode gekommen und heutzutage sind Familien meist gezwungen, sich zwischen kleinen Parks für kleinere Kinder und großen Parks ab einem gewissen Mindestalter zu entscheiden oder sich im Park zu trennen. Efteling vereint (natürlich mit Ausnahme der Achterbahnen) beides und das so gut, dass hier kleine wie große Menschen mit strahlenden Augen aus den Themenfahrten kommen, einfach allein schon, weil das Art-Design so schön ist (und ganz manchmal, auch wenn man es vielleicht nicht zugibt, kommt man sogar mit dem ein oder anderen feuchten Auge heraus).

Danke, Efteling! Das nächste Mal, lass ich nicht so lange auf mich warten. Versprochen.

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