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Siegelbrechung

Eintrag vom: 30.11.2012 | von: Basti | in: Notiz

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Was hab ich ein Glück dass ich dieses Siegel noch nicht erbrochen habe…


Gefunden in der Photoshop-Sammlung von C. Hochreiter.

Zeit wird’s!

Eintrag vom: 29.11.2012 | von: Basti | in: Notiz

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(Ja, für das Foto oben braucht ihr eine anaglyphen 3D-Brille. Normal geht’s aber auch. Und zwar hier.)

Klicken zum Vergrößern! – Aus Mariandlalm – 3D

Rutschen Galore!

Eintrag vom: 28.11.2012 | von: Basti | in: Erlebniswelten

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Der neue Rutschenpark vom Palm Beach ist schon fett. Ich hab leider so überhaupt keine Zeit, aber irgendwie hab ich das Gefühl, muss ich da in diesem Jahr doch nochmal vorbeischauen und die knapp 2 Kilometer Röhrenlängen mal testen… Allein dieses Knäuel an Bahnen auf nur diesem einen Foto ist beeindruckend:


Quelle: Kristall Palm Beach

Benoit Sokal sitzt an Syberia 3

Eintrag vom: 27.11.2012 | von: Basti | in: Games

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Es besteht kein Zweifel mehr: 2012 ist das Jahre der Comebacks. Nachdem schon Größen wie Tim Schafer, Al Lowe oder Jane Jensen ins Adventuegenre zurückgekehrt sind und Titel wie Dreamfall oder Tex Murphy fortgesetzt werden, findet nun auch die französische Adventuregröße Benoit Sokal seinen Weg zurück in den Heimathafen.

Denn gestern hat Anuman Interactive die Kooperation mit Sokal zur Entwicklung von Syberia III angekündigt. Er hatte bereits die beiden Vorgänger mit seinem Kollegen Elliot Grassiano, der ebenfalls wieder mit an Bord ist, entwickelt und damals unter dem Microïds-Label veröffentlicht, welches vor drei Jahren von Anuman geschluckt wurde. Außer, dass Kate Walker uns auch im dritten Teil der Adventurereihe wieder begegnen wird, ist nicht recht viel mehr bekannt. Bis 2013 soll das Script stehen, das Release ist für 2014 bis 2015 geplant und umfasst die Veröffentlichung auf mehreren, noch nicht näher genannten Plattformen.

Also, ich habe die Spiele trotz des simplen Gameplays geliebt. Allein der Soundtrack ist phänomenal. Die Stimmung grandios. Ich freue mich tierisch auf die Rückkehr von Kate (auch wenn so eine Sache natürlich immer den Beigeschmack der Geldmacherei und einer innovationslosen Adventurebranche hat und es unter Anuman bestimmt schwierig wird, an das Niveau des Vorgängers anzuschließen). Aber allein das Sokal wieder ein Adventurescript macht ist schon eine feine Sache!

Vetter’s Law – jetzt bei Youtube

Eintrag vom: 26.11.2012 | von: Basti | in: Internet & Co

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Udo Vetter vom lawblog macht jetzt auch regelmäßige Video-Podcasts. Find ich spitze. Hier einfach mal ein paar seiner Rechts-Ratschläge in einer Playlist:

Steins;Gate

Eintrag vom: 25.11.2012 | von: Basti | in: Artikel

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Ich bin immer wieder erstaunt, dass das Zeitreise-Thema immer noch Ideen hergibt, die mich begeistern.

Die Anime-Serie Steins;Gate basiert eigentlich auf einem japanischen Adventure-Game und handelt von einem verrückten Wissenschaftler, der aus Versehen aus einer falsch gepolten Mikrowelle eine Zeitmaschine bastelt. So durchgeknallt die Idee klingt, so slapstickartig sind auch die ersten Episoden der Serie, die mich eine zeitlang nur mäßig unterhalten haben. Das Team rund um den „Mad Scientist“ braucht gefühlte Ewigkeiten, bis die ersten wirklichen Zeitreisen überhaupt regelmäßigen Einzug in den Episodenverlauf halten.

Zunächst können die Protagonisten nur Textnachrichten mittels an der Mikrowelle befestigtem Mobiltelefon in die Vergangenheit senden. Im späteren Verlauf gelingt es dann auch, Gedanken in ein vergangenes „Ich“ zu transportieren, was bei der Beeinflussung von Entscheidungen und beim Lösen zahlreicher Missionen hilfreich ist. Ganz generell handelt aber Steins;Gate hier ganz bewusst in einem Korsett und verzichtet auf eine wirkliche Zeitmaschine erst mal komplett. Statt dessen wird das komplette Zeitreisen-Feuerwerk innerhalb dieser Grenzen abgeschossen.

Wirklich spannend ist dann nämlich der eigentliche Umgang mit dem Zeitparadoxon und dem „Schmetterlingseffekt“ an sich. Wo andere Filme bei den Auswirkungen von kleinsten Veränderungen in der Vergangenheit gerne mit der vollen denkbaren Bandbreite auf den Zuschauer eindreschen (Stichwort: „Butterfly Effect“), geht Steins;Gate genau den anderen Weg.

[Vorsicht: Spoilers Ahead!]

Hier teilen sich Zeitlinien nicht sofort durch Veränderungen auf. Vielmehr lebt jede Eventualität für sich schon in einer eigenen Zeitlinie. Eine Zeitreise ermöglicht insofern nur den „Sprung“ zwischen verschiedenen Linien. Die Menschen, die in der jeweiligen Zeitlinie leben, wissen nichts voneinander. Wird ein Zeitsprung durchgeführt, vergessen sie die Vergangenheit ihrer Linie und nehmen das Wissen der neuen Linie an. Die einzige Ausnahme: Unser Wissenschaftler Rintarō Okabe. Der hat die seltene Gabe, auch sein Wissen über die Zeitlinie hinweg zu retten und mehrere Zeitlinien parallel zu „erinnern“. Darauf baut fortlaufend die ganze Handlung der Serie auf.

Alle Linien, die in einer Richtung verlaufen, ergeben einen Zeitstrang, der in eine Richtung zeigt. Verändert man ein Ereignis in der Vergangenheit, verändert es zwar Details und wechselt damit die Linie, der komplette Strang verläuft aber immer noch weiter in dieselbe Richtung: Alle Ereignisse pendeln sich wieder ein, Menschen leben und sterben weiter ganz genauso wie in einer anderen Zeitlinie des Stranges – mit nur minimalen Nuancen. Der Anime spricht von der Attraktor-Feld-Konvergenz. Der Schmetterlingseffekt hat also eben genau keine riesigen Auswirkungen auf die Zukunft. Egal wie sehr sich unser Held auch bemüht, er kann sie nicht wirklich ändern. Und genau da liegt dann auch das Problem.

Denn um das Leben von Personen zu retten, müssen weitreichendere Veränderungen in der Vergangenheit getätigt werden. Hierfür muss die Attraktor-Feld-Konvergenz größer 1 werden. Ist das erreicht, springt der Zeitreisende (respektive die zeitreisende Botschaft) nicht innerhalb einer Linie sondern gleich komplett von Strang zu Strang. In der Serie werden diese zunächst alpha- und beta-Weltenlinie genannt. Mittels eines Attraktor-Indikator-Gerätes lässt sich feststellen, in welcher Linie des Stranges man sich befindet und austesten, wieviel, und (viel problematischer!) was noch verändert werden muss, um den Wert 1 und damit eine ganz neue Linie zu erreichen.

Haben viele Zeitreisefilme den Zuschauer in letzter Zeit nicht wirklich ernst genommen, wird Steins;Gate damit erfreulich komplex. Im späteren Serienverlauf springt Okabe wie wild zwischen verschiedenen Linien umher und wenn man alle Vorgänge genau begreifen will, ist hohe Aufmerksamkeit gefordert, zumal erklärende Details manchmal nur für den Bruchteil einer Sekunde im Hintergrund zu sehen sind. Ab der zweiten Hälfte spielt der Anime dann sein volles Potential aus. Die Regeln sind bis dahin vollständig erklärt und nun wendet Autor Naotaka Hayashi und sein Team das volle Spektrum der Zeitreisen auf seine gebautes Universum an.

Der Anime, der bis dahin noch recht trivial und naiv daherkam, bekommt plötzlich mehr und mehr philosophische Tiefe, die sich in ein fulminantes Finale zuspitzt. Begleitet wird diese Entwicklung von Story, Charakteren und Aussage dabei auch von so Feinheiten wie die Änderung von Titel- und Abspann-Soundtrack – eine gängige Anime-Praxis, die mir zuletzt bei Shiki positiv aufgefallen ist. Auch arbeitet Hayashi mit allerlei Wendungen, Überraschungen und Tricks – nicht nur auf der reinen narrativen Seite. Da wird auch schon mal eine entscheidende Wendung weit nach dem Abspann unerwartet nachgereicht, zahlreiche Anspielungen auf reale Institute und Firmen gemacht (von CERN bis Dr. Pepper) oder Mysterien der ersten Episode wirklich erst ganz zum Schluß aufgelöst. Und selbst vor vermeintlichen Tabuthemen wie bespielsweise einer Geschlechtsumwandlung macht Steins;Gate keinen Halt.

credit: Jason9811

Am meisten begeistert hat mich aber, dass die Macher am Ende das komplette Zeitreise-Setting als eine wundervolle Parabel auf das Leben, Freundschaft, Schicksal und Liebe etablieren, ohne dabei abgedroschen oder zu kitschig zu wirken. Tatsächlich traut man der Serie im Mittelteil eine solche Entwicklung gar nicht mehr wirklich zu, erst recht nicht bei einem Seinen-Anime. Man könnte fast glauben, man wollte die Zuschauer mit Banalitäten zunächst absichtlich in die Irre führen.

Egal ob nun gewollt oder gestreckt – die Serie ist gute Unterhaltung und im letzten Drittel geradezu fulminant. Charaktere, die ich kurzfristig wirklich nur für reine Slapstick-Clowns hielt, sind mir am Ende stark ans Herz gewachsen und manchen eine sonst so häufig schmerzlich vermisste Charakterentwicklung durch. Eine Anime für die ganze Familie und den Zeitreise-Freak im speziellen. Ich bin jetzt schon auf die angekündigte Filmadaption gespannt, auch wenn für mich eigentlich mit den letzten Worten der 24. Episode alles gesagt wäre…

Wochenend-Alltag

Eintrag vom: 24.11.2012 | von: Basti | in: Privates

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Wenn man in der Arbeit statt einem normalen Maximum von zwei bis drei Projekten mehr als das doppelte zu managen hat, ist das generell schon kein Zuckerschlecken. In letzter Zeit war der Überblicks-Overload jedenfalls so enorm, dass ich eh nur noch auf das Wegparalyisieren von Input schalten konnte. Dass das mittelfristig auf die Gesundheit geht, ist offensichtlich. Am Freitag war spontaner Schüttelfrost bei der Arbeit generell kein so gutes Zeichen. Und da meine Burnout-Vorsymptome in den letzten Tagen äußerst heftig waren, ist es nur selbstverständlich, dass man die Freizeit eigentlich mit schönen Dingen zum Ausgleich füllen will.

Und eigentlich hatte ich mir dieses Wochenende wirklich nur ganz wenige und entspannende Dinge vorgenommen: Das übliche Abarbeiten von privaten E-Mails und Nachrichten der letzten Woche, das Bezahlen einiger Rechnungen, ein paar Kündigungen, ein paar Behördendokumente, Steuererklärungs-Nachbearbeitungssachen, der wöchentliche Haushaltskram wie Wäsche und Geschirr. Außerdem musste ich dringend drei PostIdents verschicken, meine längst überfällige DriveNow-ID abholen und zwei Gutscheine in der Innenstadt einlösen. Dazu kommt noch BastiTours-Kram für eine größe Gruppen-Exkursion, die ich im Februar plane. Am Abend steht eine Party einer guten Freundin an – zum Runterkommen.

In meiner Planung ist das also ein relativ relaxtes Wochenende, das hoffentlich die Krankheitssymptome vom Freitag schnell wieder verschwinden lassen. Wie sieht der Wochenend-Verlauf also nun in der Praxis aus?

Zunächst geht es mit dem Deutschen Entwicklerpreis 2012 los. Eigentlich eine Pflichtveranstaltung für Games-Entwickler, auf der man sich jedes Jahr im Dezember in Düsseldorf zum Get-Together trifft. Erste Enttäuschung: Unsere Webseite Adventure-Treff.de wird nicht wie die Jahre davor akkreditiert, und das obwohl ich über Jahre hinweg und mit dem Treff als einzige Webseite live von dem Preis berichtet habe. Schade! Der zweite Weg über die Nominierung geht ebenfalls in die Hose: Obwohl wir (also mein Arbeitgeber) vier Produkte eingereicht haben, schafft es kein einziges davon zur Nominierung – was uns ehrlich gesagt ziemlich wurmt, denn diesmal hätten wir echt ein oder zwei Perlen dabei gehabt, die eine Nominierung verdient hätten. Die dritte Möglichkeit ist die Teilnahme als Akademiemitglied, was ich ja auch noch bin. Oder besser, wohl mal war. Denn beim Entwicklerpreis bin ich dummerweise jetzt einfach aus der Akademie geworfen worden. Das erfahre ich aber auch erst, nachdem ich mich wundere, warum ich über die Nominierungen nicht abstimmen darf. Am Freitag Abend erfahre ich zudem noch, dass ich selbstständig meinen aktuellen Arbeitgeber und Kontaktdaten an den Veranstalter übermitteln muss, um Mitglied zu bleiben. Dass ich das bereits 2011 getan und sogar eine Bestätigung darüber erhalten habe, interessiert wohl nicht weiter. Okay, also kein Akademie-Mitglied mehr. Da der Dresscode ohnehin von einem relaxten Get-Together auf „Dark Suit“ gehoben wurde, vergeht mir die Vorfreude an dieser Tradition jetzt ernsthaft völlig und ich sage ab.

Kurze Zeit später manage ich ein paar der eingegangen „Buchungen“ für die kommende BastiTour. Nächste Impuls-Schock: Mein Hotel-Wholesaler, teilt mir mit, dass die 4er-Zimmer, die ich reserviert habe, ab sofort keine 4er Zimmer mehr sind und einfach mal zwei Leute pro Zimmer storniert werden. Die Nachricht freut einen besonders, wenn man weiß, dass Flüge, Transfers und Zusatzleistungen der Leute schon gebucht sind und man zu den Konditionen kein neues Zimmer mehr erhalten wird. Kurz überlege ich, ob ich mich jetzt (so gegen 2 Uhr morgens) mit dem türkischen 24/7-Service über die rechtliche Verbindlichkeit von bereits von mir bezahlten (!) Zimmern streiten soll. Mein Puls sagt mir: Nein, jetzt nicht. Ich bastele mir eine neue Lösung, um die Hotline soweit zu umgehen, mir die 4er Zimmer über einen Trick wieder selbst zu den ursprünglichen Konditionen zurück zu buchen. Da ich das aber erst bei der Finalisierung der Zimmerkontigente machen kann, wird ab sofort jede Buchung eines Gesamtpakets zu einem reinen schweißtreibenden Glücksspiel. Ja, so sieht meine Freizeit aus!

Kurzes Schläfchen.

Am nächsten Morgen mach ich erst mal den üblichen Bürokram weg. Bude säubern. Wäsche. Abwachs. Der übliche Wochenend-Kram halt. Da ich unbedingt noch die PostIdents, die Gutscheine und das DriveNow abhaken muss, es aber schon nach 14 Uhr ist, beschließe ich, die Postfiliale am Hauptbahnhof aufzusuchen, die bis 16 Uhr geöffnet ist. Auf dem U-Bahnhof bemerke ich, dass ich mein Monatsticket verloren habe. Zähneknirschend zwicke ich mir also eine Einzelfahrt am Automaten.

65 Minuten später habe ich endlich die postfilialtypische Samstags-Warteschlange bezwungen und lege meine drei PostIdents und den Ausweis vor. Nach einer gefühlten Ewigkeit und nachdem ich den Postmitarbeiter überzeugt habe, dass das da wirklich ich auf dem Ausweis bin, erhalte ich das Dokument zur Identitäsfeststellung ausgehändigt. Und dann passiert das, was ich bei jedem PostIdent erlebe: Meine Unterschrift wird angezweifelt. Ich soll’s nochmal probieren…. Ergebnis: Nein, der Sebstian Grünwald, das bin ich wohl nicht. Denn ich kann ja seine Unterschrift nicht. Mein Argument, dass sich meine Unterschrift als 23-jährige möglicherweise von der eines über 30-jährigen leicht unterscheiden kann, zieht nicht. Konsequenz: Ich soll bitte ab sofort kein PostIdent mehr bei der deutschen Post machen.

Mittlerweile bin ich überzeugt: Hätte ich meine Unterschrift demonstrativ vor dem Postmitarbeiter durchgepaust, hät’s geklappt. Dass diese Sachen für mich dringends weg müssen, es gar keine alternative Feststellungsmethode für mich gibt, ich damit potentiellem Zugriff auf Bankkonten verliere und auch nicht jeden Samstag stundenlang an der nächsten Postfiliale anstehen kann, in der Hoffnung, dort einen „kulanten“ Mitarbeiter zu erwischen, der mich potentiellen Betrüger jetzt noch nicht kennt, interessiert wohl nicht weiter. Also, Besuch und Warterei für die Katz. Ruhig bleiben. Lösung für die Zukunft habe ich aber keine mehr.

Nächste Station: Sixt und DriveNow. Hier heißt es: Warten. Denn die handvoll Personen vor mir scheinen nicht wirklich das zu kriegen, was sie wohl gerne hätten: Ein Auto. Irgendwann ziehen auch die frustriert von dannen und dann bin ich doch noch an der Reihe, um meine ID abzuholen. Aussage von Sixt: Ach, wie dumm! Blöderweise sind ihnen alle DriveNow-RFID-Chips ausgegangen. Die anderen Filialen haben auch keine mehr. Die können von Glück sprechen, dass ich das DriveNow-Auto nicht gleich heute brauche. Die nächste Warterei für die Katz. Hey, aber vielleicht hätte eine Sixt-Filiale am anderen Ende der Stadt noch DriveNow-Chips.

Also die nächste Einzelfahrt gezwickt und weiterhin erfolglos ans andere Ende der Stadt gefahren. Zwischendurch mache ich aber doch noch bei Douglas halt, um meinen ablaufenden Gutschein zu verprassen. Blöderweise vergessen: Samstag. Kaufingerstraße. Vorweihnachtszeit. Keine gute Idee! Ich hasse Shopping ja schon generell und bei vollen Läden krieg ich Panik. Duftgeschäfte sind dabei für mich fast ebenso entsetzliche wie Bekleidungsboutiquen. Bevor ich mir das nächstbeste Produkt in der Gutscheinpreis-Klasse greife, werde ich noch vom Douglas-Mitarbeiter zur Sau gemacht. Ich hatte aus Versehen ein Deo anstatt den Dufttester auf den Teststreifen gesprüht. Bei der Kasse erlebe ich noch, dass mir Restguthaben des Gutscheins ohnehin ausgezahlt wird. Beim nächsten Mal nehm ich mir also nur das 95ct Produkt mit und behalte die Kohle. Nur Bares ist Wahres. Der Gutschein für Kaufhof hat noch ein paar Wochen, wird aufgehoben für später.

Am anderen Ende der Stadt erhalte ich tatsächlich noch einen Chip. Während ich am Tresen stehe kommt der Schweißausbruch zurück. Na, danke! Zurück zur S-Bahn stelle ich fest, dass diese nicht fährt. Ich mache mich also in einem 30-minütigen Fußmarsch auf dem Weg zur nächstbesten Alternative (und reiße mir dabei durch ein beknacktes Schuhwerk (okay, eigentlich durch meine Fußergnomomie) die Ferse beim Gehen auf). 3 Stunden später als geplant mit knurrendem (noch nüchternen) Magen und blutendem rechten Fuß zu Hause angekommen ist der Schüttelfrost wieder da. Hoffentlich ist bald wieder Montag!

Ich beschließe frustriert, die Abendparty gegen ein gesundheitsförderndes warmes Bad einzutauschen. Vielleicht muss ich mir dann wieder Vorwürfe über meine Party-Zuverlässigkeit machen lassen. Ich bin mittlerweile überzeugt, dass ich in den letzten Tagen einiges an meinen Lebensjahren verloren habe. Und da ist mir das dann ehrlich gesagt, dann irgendwann auch egal. Oder?

Büroalltag

Eintrag vom: 23.11.2012 | von: Basti | in: Privates

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Alt-Minds: Transmedia jetzt auch off-game

Eintrag vom: 22.11.2012 | von: Basti | in: Games

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Zu Alt-Minds, dem neuen transmedialen Adventure aus dem Hause Lexis Numérique, ist jetzt auch eine spielbegleitende Mini-Dokumentation gestartet worden. In dieser sollen die Realitäten hinter Alt-Minds beleuchtet werden, um so mittelfristig unser eigenes Bewusstsein und unsere eigenen Realitäten im Medienzeitalter kritisch zu hinterfragen – eine Kernaussage, die sich ja auch bereits im ungewöhnlichen Titel des Spiels wiederfindet.

Die erste Episode lautet Is the Internet Making Us Smarter?. Das äußerst transmediale Spiel, das Elemente wie soziale Netzwerke, Internet-Recherchen und reale Schauplätze gekonnt kombiniert, ist bereits angelaufen, pausiert derzeit aber noch bis Ende November. Ein Einstieg ist jederzeit noch auf der offiziellen Seite möglich.

Ich finde die Sache interessant, denn das bedeutet, dass wir transmediale Elemente nicht mehr nur zwischen den innerspielischen Realitäten haben, sondern die Transmedia-Grenze jetzt auch ganz bewusst bis auf die Meta-Ebene brechen, wo plötzlich philosophische und sozialkritische Fragen integraler Bestandteil des Spielerlebnisses -und mit etwas Glück sogar wieder Teil der eigentlichen Story- werden. Ich hätte da schon einige wirklich beeindruckende Ideen. Mal sehen, was das Team davon am Ende umsetzt.

Life Of Brain

Eintrag vom: 21.11.2012 | von: Basti | in: Gesellschaft

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Die Veröffentlichung des herausragenden Monty Python Streifens Das Leben des Brains zog Ende der 70er zahlreiche Kontroversen nach sich. Eine besonders delikate war dem Auftritt von John Cleese, Michael Palin, dem Bischof Mervyn Stockwood und Autor Malcolm Muggeridge zu verdanken, in welcher der Geistliche selbst die Pythons mit Judas gleichsetzte (und dementsprechend den Machern wohl ewige Qualen in der untersten Hölle drohen dürften).

Die Diskussion lässt sich hier ansehen.

Wenn man sich danach diese Antwort in den „Not the Nine O’Clock News“ ansieht, kommt man in der Regel aus dem Prusten nicht mehr heraus:

Dank an Tobybear und dem Einhorn für den Link!