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Was passiert jetzt wirklich in Fukushima?

Eintrag vom: 31.03.2011 | von: Basti | in: Artikel, Gesellschaft

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Ich äußere mich ja relativ ungern zu aktuellen gesellschaftlichen Themen, weil darüber in aller Regel einfach schon genug auf so ziemlich allen anderen Seiten diskutiert wird. Allerdings muss ich sagen, dass mich die Informationspolitik aller Medien bezüglich Fukushima schon ein wenig genervt hat.

Ich mein, ich bin es ja gewohnt, dass diese unsägliche „Es-Muss-Kurz-Sein-Und-Es-Muss-Jeder-Verstehen“-Einstellung sachliche, tiefergehende Ausseinandersetzungen im Fernsehen schon seit jeher verhindert. Aber sich über die (zweifelsohne unzumutbare) Informationspolitik von Betreiber TEPCO aufzuregen oder mich vor „hochgefährlichem Plutonium“ zu warnen – und dann nicht mal selbst in der Lage sein, mir zu erklären, was genau denn da nun eigentlich passiert, ist eigentlich ein Armutszeugnis. In der Konsequenz informiere ich mich über das Ganze eigentlich nur noch aus Physik- und Atomenergie-Blogs. Zugegeben: Ich bin der größte Chemie-Depp auf Erden, hatte im Abiturzeugnis da ne Bomben Fünf, aber selbst ich kann mit den Erklärungen, die ich da finde, mehr anfangen als mit Allem, was da in den Nachrichten durchtickert. Also kann es doch nicht so schwer sein, hier mal ein wenig zu recherchieren und dem Zuschauer die Zusammenhänge zu erklären, oder?

Ich mein, irgendwann muss sich doch selbst der dümmste Zuschauer verarscht vorkommen, wenn die Medien am einen Tag eine „Stabilisierung“ vermelden und am nächsten Tag ne vermutete Kernschmelze bestätigt wird. Ich kann das jedenfalls nicht mehr ernst nehmen. Mein absolutes (womöglich kaum die gesamte Tragweite und/oder Fakten abdeckendes) Laienverständnis davon ist derzeit jedenfalls Folgendes:

Ein Erdbeben in Japan führt zur Notabschaltung der Kernreaktoren in Fukushima Daiichi. Der darauf folgende Tsunami verwüstet die Wasserpumpen. Das ist blöd, weil die zur Kühlung der Brennstäbe benötigt werden. Die enorme Hitze der Brennstäbe lässt das Kühlwasser verdampfen. Es entstehen radioaktive Spaltprodukte und Wasserstoff, die erst Mal im Reaktorgebäude verharren. Wenn das Wasser komplett verdampft, droht eine Schmelze der Kerne, weil die zu heiß werden, und damit ein GAU mit Freisetzung hoher Radioaktivität. Das gilt es zu verhindern.

In Tschernobyl hat man damals Nägel mit Köpfen gemacht und den kompletten Reaktor von allen Seiten in einem Mördertempo einbetoniert. Die geschmolzenen Brennstäbe und die freigewordene Radioaktivität wird dadurch abgefangen. Nachteil: Der Reaktor ist noch für Jahrzehnte verstrahlt und der Sarkophag muss dicht halten. In Tschernobyl wurde der Beton nach einigen Jahren brüchig und musste erneuert werden.

In Fukushima entschied man sich für etwas anderes: Man versuchte, die Wasserkühlung wieder in Gang zu setzen. Vorteil: Wenn man die Brennstäbe zum Abkühlen bringt, wird keine oder nur sehr geringe Radioaktivität freigesetzt und man legt den Reaktor dann einfach still, das Brennelement wird in einem Castorbehälter davongekarrt und gut ist. Nachteil: Wenn es nicht klappt und das Ding trotzdem schmilzt, dann fehlt einem eben genau jeder Beton-Sarkophag, der die radioaktive Pampe festhält. Außerdem muss der Reaktor über einen riesigen Zeitraum gekühlt werden. Das heißt konkret: Der Reaktor bleibt über Monate ein Gefährdung. Es darf kein Fehler unterlaufen.

Die etwas lächerlichen Besprühversuche aus der Luft übersehen wir mal geflissentlich. Je nach Zustand des Reaktors können da 2 bis 4 Liter Wasser pro Sekunde verdampfen. Das ist mit Besprühung kaum  aufzuholen. Natürlich kann man aber in die Reaktoren Meerwasser hineinpumpen. Problem: Das Gas und die radioaktiven Spaltprodukte im Reaktor haben bereits einen hohen Druck aufgebaut. Wenn unten Wasser rein soll, muss der Druck abgelassen werden. Genau das hat TEPCO nun gemacht.

Hier ist der erste umstrittene Punkt: Ist es zulässig, dass eine Firma wissentlich radioaktiv verseuchte Luft aus dem Reaktor ablässt? TEPCO hat sich vermutlich dafür entschieden, weil der Wind die radioaktive Pampe zu dem Zeitpunkt Gott sei Dank aufs Meer trieb. Die erhöhten radioaktiven Werte unmittelbar nach der Explosion lassen sich wohl auf diese (vorsätzliche?) radioaktive Verseuchung durch Spaltpartikel in der Luft zurückführen. Zusätzlich reagiert natürlich auch der Wasserstoff – es gibt eine Wasserstoffexplosion: Die Explosionen, die wir dann alle im Fernsehen gesehen haben.

Wenn ich den Rest dann bei den verschiedenen Atomphysik-Blogs richtig verstanden habe, dann ist der nächste kritische Punkt, dass die Reaktoren mit dieser gewagten Aktion de facto freiliegen. Physiker Kai Petzke schreibt z.B. auf gau-japan.de: „Wozu ein Containment wenn man nach dem Verlust der Kühlung alle Schleusen öffnet und den radioaktiven Dampf direkt rausbläst? Da hätte man auf die hohen Kosten für zusätzliche Metall-Hülle und Containment rund um den Reaktor auch gleich verzichten können. Die Reaktoren in Fukushima sind faktisch offen. Nur die Brennelementhülsen trennen ihren hochradioaktiven Inhalt noch von der Umwelt.“

Ich weiß, nachher ist man immer schlauer, aber so ganz kann ich die Entscheidung auch nicht verstehen. Irgendwie wirkt es so, als wollten die TEPCO-Leute um jeden Preis eine Kernschmelze und einen Sarkophag wie in Tschernobyl verhindern, der die Bevölkerung dauerhaft an den Unfall erinnert hätte. Man hat wohl alles darauf gesetzt, die Reaktoren mit Wasser schon irgendwie gekühlt zu bekommen. Tatsächlich gab es aber wohl eine ganze Reihe unschöner Kettenreaktionen, die die Lage zunnehmend verschlimmerten. Nur ein Auszug:

So hat man einige Zeit später hochradioaktives Wasser um die Reaktoren entdeckt. Das war die eine Phase, wo einige Mitarbeiter mit Verbrennungen an den Füßen in die Klinik eingewiesen wurden. Abgesehen davon, dass ich etwas geschockt bin, wie man (scheinbar Leih-)Mitarbeiter ohne ausreichende Schutzkleidung durch meterhohes Wasser waten lassen kann, bedeutet die nachträgliche Kühlung des Reaktors mit Wasser auch, dass das Wasser auf keinen Fall mit partiell geschmolzenen Brennstäben in Berührung kommen darf. Nun ist es aber in Reaktor 3 zumindest zu einer partiellen Kernschmelze gekommen. Bei der Reaktion des Wassers mit den (teilweise) zerstörten Brennstäben wird das Nukloid Cer-144 freigesetzt – ein Problem, dass ohne die Wasserlösung in Fukushima, z.B. in Three Miles Island, nicht auftritt, da dort die Nukloide als Jod und Cäsium in Dampf aufgehen. Die hohe Konzentration von Cer-144 im Wasser belegt, dass die Brennstoffhülsen also nicht mehr intakt sind, die Kernschmelze eingesetzt hat.

Problematisch ist beim Cer-144 die lange Halbwertszeit von über 9 Monaten, so dass die Temperaturen in den nächsten Monaten weiterhin nicht abnehmen werden. Genau das ist das oben besprochene Problem: Hier muss über Monate ohne Unterbrechung gekühlt werden. Ebenfalls problematisch: Das hochradioaktive Wasser darf nicht in den Boden sickern, sonst hat man ein richtiges Problem. Radioaktivität in Dampf hingegen verteilt und zerstreut der Wind einigermaßen in der Luft und kommt erst durch Regen wieder zurück.

Besonders problematisch wurde die Wasserkühlung in Block Nummer 4. Dort wurden scheinbar Brennelemente (sprich: Atommüll) im Abklingbecken gelagert. Das Abklingbecken wird genutzt, um die Brennelemente auf eine Temperatur zu bringen, damit man sie in einem Castorbehälter schließlich in ein Endlager bringen kann. Der Reaktor selbst war dort aus. Vielleicht war das der Grund, warum sich niemand so richtig mit diesem Gebäude beschäftigt hatte. In den Medien ging es mir jedenfalls glimpflich ab.

Problematischerweise wurden besagte Brennelemente erst vor einiger Zeit in das Abklingbecken gelegt, waren also immer noch sehr heiß. TEPCO hat sich zunächst gegen eine Kühlung am Abklingbecken entschieden – von ein paar Besprühaktionen aus der Luft abgesehen. Sie haben Gebäude 4 jedenfalls möglichst aus dem Sichtfeld der Öffentlichkeit gehalten und sich um die Reaktoren gekümmert. Trotz mehrfacher internationaler Nachfragen, wieviel Wasser denn das Abklingbecken umfasse und ob die Menge für die Kühlung der Brennelemente genüge, scheint TEPCO auch darauf nicht wirklich reagiert zu haben. Strahlenforscher waren also gezwungen, zu schätzen und zu rechnen, wie lange das Wasser im Abklingbecken wohl noch ausreichen würde, bevor es komplett verdunstet ist.

Einige Berechnungen fielen dabei schockierenderweise genau mit dem Tag zusammen, als das bislang unbeachtete Gebäude 4 dann explodierte. Es spricht daher alles dafür, dass dort eine Kernschmelze regelrecht provoziert wurde. Es bleibt also die Frage, wieviel Sinn die Wasserlösung macht, wenn man 3 Reaktoren kühlt und den 4. langsam heiß laufen lässt. TEPCO gab hierzu lediglich an, dass die Strahlenwerte um Gebäude 4 zu hoch seien. Ein trauriges Indiz, dass nur erneut dafür spricht, dass die Brennstäbe dort zum Zeitpunkt der Explosion einfach frei lagen.

Irgendwie schockiert mich am meisten, dass ich von diesem Aspekt in den Medien kaum etwas mitbekommen habe.Während für zahlreiche Atomphysiker per Ferndiagnose wohl schon längst klar war, dass dort jetzt eine nukleare Kettenreaktion passiere, hieß es im Fernsehen immer noch, man kämpfe gegen die drohende Kernschmelze. Ja, gegen die kämpfte man – aber eben nicht im Gebäude 4, wo immer noch Atommüll lagerte. Für mich fängt spätestens hier Desinformations-Politik an. Sehr unheimlich ist, dass die enormen Wärme bei Block 4 zwischen zeitweise 100 bis 1000°C mittlerweile auf „erträgliche“ 40° abgeflaut ist. Einige Physiker nehmen dies als Anzeichen dafür, dass die brach liegenden Kernelemente nun geschmolzen sind und irgendwo auf dem Gelände rumfließen oder sich möglicherweise durch das Gebäude unbemerkt in den Boden fressen.

Wie gesagt: Nachher ist man immer schlauer, aber mir scheint, dass die Stimmen, die alle für eine Sarkophag-Lösung nach Tschernobyl-Vorbild gestimmt haben, nicht ganz unrecht mit ihren Argumenten hatten. Konsequenz: Radioaktivität in der Luft, Radioaktivität im Wasser, keine ausreichende Kühlung bei allen Reaktoren und eine katastrophale Informationslage – und Monate die noch gearbeitet werden muss, um das Schicksal abzuwenden – mit enormen Risiken, es nicht zu schaffen. Klar, Fukushima ist kein Tschernobyl, aber auch kein Three Miles mehr.

Zusammenfassend hab ich selbst bei den sehr sachlichen Abhandlungen wenig Beruhigendes finden können. Dass TEPCO ihre „Erfolgsmeldungen“ der ersten Wochen da nicht selbst langsam peinlich werden, beschämt schon ein wenig. Solche PR-SuperGaus wie fehlerhafte Mess-Ablesung spricht da ebenfalls Bände. Trotzdem: TEPCO scheint es um jeden Preis selber machen zu wollen. Ernsthaft, ich respektiere die „Ich hab’s versaut, ich räum’s auch wieder auf“-Mentalität – aber mittlerweile lese ich das was passiert ja teilweise schon VOR dem Eintreten auf irgendwelchen Blogs. Es kann nicht angehen, dass bei einer dermaßen großen Katastrophe ein einzelner Betreiber, der die Lage in keinster Weise im Griff hat und scheinbar Fehler macht, die zahlreiche Experten vorweg besser abschätzen können, weiterhin versucht, die Sachen selbst zu lösen und dabei die Katastrophe nur immer noch mehr verschlimmert.

Vielleicht geh ich da zu hart ins Gericht, und ich bin mit Sicherheit kein Freund von übertriebener Panikmache – aber in so einer Situation geht verlässliche Information zum Treffen der richtigen Entscheidungen einfach über Alles. Und genau die kriegen wir nicht. Weder von den Regierungen und schon gar nicht vom Betreiber. Klar, meine Aufgabe ist es nicht, schließlich bin ich kein Atomexperte. Aber diejenigen, die sich dort auskennen, müssen endlich auch angehört werden. Ich kann daher Kai Petzke nur zustimmen, wenn er schreibt: „Dass TEPCO schon an einer Strahlenmessung scheitert, verheißt nichts gutes. Es bleibt zu hoffen, dass TEPCO endlich mehr in- und ausländisches Expertenwissen hinzuzieht, und alle, wirklich alle, verfügbaren Informationen klar auf den Tisch legt.“

Foto: wikipedia

(Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Ich lese meine Artikel nicht mehr Korrektur. Auch nicht die langen. ;-))

Heute: daWindci beim Deutschen Computerspielpreis

Eintrag vom: 30.03.2011 | von: Basti | in: Games

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Das Spiel daWindci von Mimimi Productions in Koproduktion mit Reality Twist ist für den Deutschen Computerspielpreis nominiert, der heute im Haus der Kunst in München verliehen wird. Bitte drückt die Daumen, dass wir gewinnen! 🙂

Jazz-Jam

Eintrag vom: 29.03.2011 | von: Basti | in: Notiz

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Heute in einer Bar gewesen, wo wirklich chillig Jazz gejammt wurde – und das auch mal ohne Eintritt. Scheint jeden Dienstag so zu sein. Bin ich bestimmt mal wieder. Natürlich hab ich’s geschafft, genau diesmal keine Festhaltmöglichkeit dabei zu haben. Ich habs dann mit einem 19,99 Euro (!) Handy probiert und das war zugegeben ziemlich ernüchternd – sowohl bildlich als auch, oder gerade, in auditiver Form. 😉 Wird Zeit, dass mein Handy bald wieder funktioniert.

Nichts als heiße Luft!

Eintrag vom: 28.03.2011 | von: Basti | in: Games

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Ich empfinde es als eine riesen Sauerei, als einen absoluten Skandal, dass ein Computerspielhersteller, der seinen Lebensunterhalt mit hakenkreuzverherrlichendenthematisierenden Weltkriegs-Ego-Adventure-Shootern und vor sich hin splatternden, narzistischen Weltraumhelden verdient, ein junges Studententeam ausbeutet, indem es sie zwingt, komplett München mit überteuerter, überdimensionierter Werbung zu tapezieren, damit sich ihr neues Spiel besser verkauft, an dem der Hersteller auch noch per Royalty mitverdient!

(Klicken zum Vergrößern)

Vielleicht wäre das ja Alles noch nicht so problematisch, wenn die Programmierer nicht gleichzeitig auch noch die tägliche Dosis Hühnerseperatorfleisch für den Producer im türkischen Babylon-Markt ergaunern müssten und das [Wissende-Fügen-Den-Namen-Hier-Ein]-Geschäft nicht jede Woche mit Schutzgelderpressung auflauern würde.

Kein Wunder, dass die armen Jungspunde immer wieder probieren, im Müllman-Outfit aus der Stadt zu fliehen – so wie sie es vor Jahren im Spiel „Little Big Adventure“ mal völlig unrealistisch beigebracht bekommen haben.

Josef Hader

Eintrag vom: 27.03.2011 | von: Basti | in: Film, Kultur, Natur

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„Das Leben verliert, indem man’s kennenlernt.“

Mir würde es ja nie einfallen, heimlich während eines Auftritts Videoaufnahmen zu machen. Und schon garnicht, diese dann auch noch im Internet online zu stellen. Andererseits hat Josef Hader sein Publikum mit den Worten „Sprechen Sie sich nachher bitte unbedingt ab, wer wem was kopiert, bilden Sie Brenn-Gemeinschaften! Ich hab früher immer alles ordentlich gekauft und was mir diese DRECKS Rechtstafeln vor jedem Film und dann noch diese Urheberrechts-Trailer schon an Lebenszeit gekostet haben – Na! I hob koa Lust mehr!“ implizit schon dazu aufgefordert. Daher also doch ein paar Aufnahmen, auf denen man nichts sieht aber dafür ein bischen was hört.

Wie Hader war, brauche ich wohl nicht weiter auszuführen. Ich kannte von dem Programm noch erfreulich wenig (genaugenommen wurde nur der Stoan-Scheißer-Korl von Privat mehr oder minder direkt übernommen) und man erhält wirklich ein langes Programm für sein Geld. Vor allen Dingen, wenn Hader nach ungefähr 30 Minuten die erste Pause ankündigt, aber erst nach 50 bereit ist, von der Bühne zu verschwinden. Danke, für den herausragend unterhaltsamen Abend – genau die richtige, sozialkritisch-depressiv-humoristische Mischung für das verregnete Wochenende! Das nächste Hader-Event steht für mich schon so gut wie auf der ToDo-Liste.

Aber heid woi ma ned so sei!

Eintrag vom: 26.03.2011 | von: Basti | in: Privates

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Eine gesunder Salat mit Hirtenkäse und Tomaten, eine kalorienhaltige Pizza Diavola und ein ungesundes, eisgekühltes Mountain Dew. Leben kann so schön sein. Gott sei Dank ist mein Schrank derzeit gut ausgestattet…

… dank des Re-Import-Tricks über Holland…

… ohne Dosenpfand! (Facebook-Leser wissen bereits mehr).

Und heute Abend gehts zu Josef Hader. Feine Sach, so lässt sichs aushalten:

Family Affairs

Eintrag vom: 25.03.2011 | von: Basti | in: Medien

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Auch wenn ich weiß, dass er es vermutlich hassen wird, muss ich nun doch mal Werbung für Dans Le Parc machen. In der jungen Band spielt nämlich ein Grünwald mit – und das macht die Familie natürlich stolz. Im Südwild-Feature auf BRalpha haben sie letztens Falling gespielt. Schaut und hört doch mal rein und bookmarked deren Facebook-Page

Da wohnt der Typ also!

Eintrag vom: 24.03.2011 | von: Basti | in: Notiz

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星を追う子ども

Eintrag vom: 23.03.2011 | von: Basti | in: Film, Kultur, Natur

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Without a doubt, and as a truly Shinkai-Fan, this will be the animation movie experience of the year for me. A new trailer of 星を追う子ども has arrived. Check it out.

Pornographie und Holocaust

Eintrag vom: 22.03.2011 | von: Basti | in: Film, Kultur, Natur

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Das Werkstattkino zählt zweifelsohne zu den besten Untergrundkinos, die Deutschland zu bieten hat – wenn nicht sogar zum Besten:

„The most psychotronic movie-theatre on earth“ nennt es Michael Weldon. Und in Jack Stevensons Filmtheater-Ratgeber Land of a Thousand Balconies steht: „The array of films presented is probably the most wide-ranging of any cinema in the world.“ Stevenson hält es für das beste Programmkino der Welt (was wohl mehr eine Marketing-Nettigkeit für das wirklich herausragende Kino denn ernst gemeint sein dürfte – aber wer weiß…).

Gezeigt wurden die beiden ersten ILSA-Filme, 70er Jahre Exploitation-Urgesteine. Bassenge hat hervorragend eingestimmt – der Mann allein ist sein Geld bereits wert. Freue mich schon, wenn ich das nächste Mal das Werkstattkino-Schild sehe und mich auf einen neuen gemütlichen Abend mit ungewöhnlichsten Filmen freuen darf.