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Film-Review: Videodrome

Eintrag vom: 02.03.2005 | von: Basti | in: Notiz

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Im Münchner Kino “Atelier 1” kam anläßlich der Cronenberg-Hommage nebst
Scanners, Rabid und Parasite Murders auch einer seiner größten Hits:
Videodrome.

Story (small spoiler*): Videovertreiber entdeckt einen neuen
Piratensender, der hauptsächlich Folter und Sadismus zeigt. Sofort ist
er und später auch seine Freundin von dem Sender angetan und möchte mehr
herausfinden. Was er nicht weiß: Der Sender löst beim Zuseher einen
Gehirntumor aus, bis er (der Sender) ihn (den Zuseher) letztendlich
vollkommen unter Kontrolle hat. Ein Kampf gegen ein gewaltiges Komplott
beginnt, in dem Fernseher und Personen immer mehr eins werden. (/small
spoiler)

Videodrome zu beschreiben fällt schwer. Der Film ist heftig, spannend,
mitreissend, teilweise recht blutig (Cronenbergs Lieblingsthema: Das
Innere des Menschen) und ausserdem vollgestopft mit zahlreichen Bildern,
Metonymien und Metaphern (Videokassetten wortwörtlich in die Menschen
“stopfen” und umgekehrt Menschen in die Fernseher ziehen – Poltergeist
läßt grüßen).

Gezeigt wurde übrigens die UK-Kinofassung, die noch etwas länger ist als
die UK-Videofassung.

Fazit: Der Film lohnt sich für alle, denen David Lynch zu schwer und zu
wenig gewaltätig ist und für alle Cronenberg-Fans sowieso. Leute, denen
nichts an etwas Überlegen beim Horrorfilm liegt, sollten lieber Ihre
Finger davon lassen. Achja: Videodrome’s quasi Nachfolger “eXistenZ”
sollte man sich nachher natürlich auch nicht entgehen lassen.

Film-Review: Blair Witch Project

Eintrag vom: 02.03.2005 | von: Basti | in: Notiz

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Die Freaks im Internet kennen den Film ja bereits länger: Auf fast allen
amerikanischen Web-Seiten, die sich mit Filmen befassen wurde dieser
Film gehyped. Die Folgen können sich sehen lassen: Auf dem Sundance
Festival bereits hochgepriesen wurde dieser “scariest movie of all time”
nun in den USA, wo er gerade in den regulären Kinos mit zig Kopien
anläuft fast durchgehend nur gelobt… sowas kann sich doch sehen lassen!
SPOILER* ON
Die Story: Kids verirren sich im Wald, hören merkwürdige Geräusche,
Kumpel verschwindet, Kids suchen Kumpel und fürchten sich zu Tode,
finden ein paar eklige Innereien, drehen durch, finden schliesslich doch
noch ein Haus – rumps von hinten, Kamera putt, schon ist der Film aus! :)
SPOILER OFF

Was in diesem Film zählt ist die (leider nicht neue) Idee und deren
Umsetzung: Der Film ist, vergleichbar mit Cannibal Holocaust,
pseudo-dokumentarisch umgesetzt. Die Schauspieler agieren dabei so
klasse, daß man selbst durchgehend den Eindruck hat, wirklich eine reale
Szenarie zu erleben. Besonders lobenswert ist dabei das Talent von
Heather Donahue – sie spielt Ihre Rolle so klasse wie keine zuvor – alle
Achtung!! Obwohl ich versucht habe, alles aufmerksam zu verfolgen,
fielen mir wirklich überhaupt keine Punkte auf, in dem der Film einmal
wirklich “gespielt” gewirkt hätte: Alles wirkt absolut real und
glaubwürdig: Die wackelnde Kamera (Handycam und 16mm), die Tränen der
Darsteller, die Drehorte… und das, obwohl immer ein knapp 10köpfiges
Team vor Ort war! Fazit: Mit Sicherheit nicht der unheimlichste Film
aller Zeiten, dafür ist die Angst zu trivial (Nacht, Geräusche, etc…)
Auch die Orginalität läßt eher zu wünschen übrig. Was im Vordergrund
steht ist die hervorragende Umsetzung (wenn auch low-budget, aber das
tut hier nichts zur Sache) und die ebenfalls hervorragenden Darsteller.
Leider ließ sich für mich in dem Film außer “geh nicht allein in den
Wald” keine tiefere Aussage mehr erkennen. Durchaus sehenswert, aber man
sollte sich nicht den Reißer erwarten und vor allen Dingen sollte man
nicht empfindlich sein gegen wackelnde, unscharfe Kamerapersepktiven
(vergleiche Cannibal Holocaust).

DVD-Review: Spy Kids 3D

Eintrag vom: 02.03.2005 | von: Basti | in: Notiz

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Hab das schon bei dvdinside.de geschrieben, dachte mir – ich mach’s hier auch nochmal, vielleicht interessierts jemanden:

Nachdem ich es einfach nicht geschafft habe, den Film im Kino zu sehen hab ich mir nun die Spy Kids 3D Collector’s Edition angeschafft, die es bei cd-wow.net für rund 20 Euro gibt.

Sprachen sind Deutsch, Englisch und Italienisch, Inhalt sind 2 DVDs, einmal die 2D und einmal die 3D Variante. Wie ja bereits bekannt ist es nur ein Anaglyphen Film mit Rot-Cyan-Glas, also stark farbverfremdet, weil Polarisationsbrillen auf Grund der fehlenden Silberleinwände (die in Kinos kaum noch eingesetzt werden) eigentlich nicht in Frage kam.

Die Pop-out Effekte des Films sind natürlich am Fernseher bei weitem nicht so beeindruckend wie im Kino, aber der Film macht trotzdem noch ganz gut Spaß.

Mir ist aufgefallen, dass die 3D Qualität zwischen RGB und Cinch massiv schwankt. Ist das normal? Cinch bzw. Euro-AV (ohne RGB) ist eine reine Katastrophe!

Es gibt auf der 3D DVD eine Option zum Einstellen der korrekten Farben am Fernseher – den das Bild muss ja auf die Farbfilter der Brillen abgestimmt sein. Dieses Einstellmenü ist meiner Meinung nach grundweg unbrauchbar, da sie zu völlig verfremdeten Farbeinstellungen (in der Regel viel zu wenig Farbe) führt und dadurch unangenehme Doppelbilder im Film auftreten. Auch scheint mir die Helligkeit der DVD zu hoch, ich musste massiv herunterreduzieren, um einen passablen 3D Effekt zu erreichen.

Mir ist auch aufgefallen, dass man bei meinen beiden Fernsehern bei RGB die Farben nicht umstellen kann. Sie bleiben immer gleich, egal wieviel Sättigung ich einstelle. Kontrast und Helligkeit betrifft das nicht. Ist das normal? Wird bei RGB irgendein Farbsignal mitübertragen? Dort ist die Qualität und die Tiefe noch am besten.

Ansonsten nettes (blödsinniges) Low-Budget Kinderfilmchen mit einigen ganz brauchbaren Effekten. Die “Filmschule” von Robert Rodriguez ist als Extra mit auf DVD – sehr empfehlenswert. Dazu natürlich einige Konzeptzeichnungen, Making of, (recht interessanter) Audiokommentar etc.

Neben den natürlich sehr penetranten visuellen 3D Effekten gibt’s auch ein bischen 3D für’s Ohr…

Insgesammt für alle empfehlenswert, die einfach nur mal in das 3D Format hineinschnuppern möchten, ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Wunder sollte man aber keine erwarten. Allen anderen sei das 3D-Shutter-System von Slingshot wärmstens empfohlen. Dann klappt’s wenigstens auch mit den korrekten Farben.

Film-Review: Matrix II + Cube II

Eintrag vom: 02.03.2005 | von: Basti | in: Notiz

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hab matrix 2 nun auch gesehen. meine meinung: nicht schlecht, aber auch
nicht
überragend. schlechter als der erste teil zumindest. mich hat vor allen
dingen genervt, dass die charaktere kaum entwicklung durchmachen (neo und
trinity können ja gar nicht mehr voneinander lassen und morpheus wird
einfach in einen obrigkeitskonflik gesteckt -mega-gähn!!-)… die erste
phase mit zion hat mich am meisten genervt. nicht nur morpheus besch..eidene
rede – überhaupt nervt mich die idee, so viele charaktere neu einzuführen
und plötzlich massen an menschen zu platzieren. ich hielt matrix immer für
dark science, will heisen: ein paar *wenige* gegen die maschinen. so
verliert der film massiv an seinen hypothetischen, medienphilosophischen
charakter. schade. der film steigert sich bei mir zunehmend, als mr. smith
wieder auftaucht. schade bei den action szenen ist aber, dass man das
gefühl für die geniale langsamkeit des 1. teils verloren hat. die szenen
sind
teilweise zu schnell und man spielt viel weniger mit perspektive. erst
beim kampf neos mit den vielen mr. smiths gibt es zum ersten mal deutliche
kamera-experimente, die aber leider fast nur computer-gestützt sind. aber
immerhin schwenkt die kamera mal aus den verschiedensten perspektiven
(frosch, vogel etc) hin und her. die 180° stills gibt’s ja scheinbar nur 2x
(ein mal bei der smith-szene und dann erst wieder auf dem freeway, warum?
schade). ansonsten filmt die kamera wirklich oft relativ belang- und
lieblos immer aus der gleichen höhe – viele schnelle schnitte, das
war’s… nur
die computeranimierten szenen (z.b. unter den autos durch) bringen da action
rein. etwas mehr handwerkliches know-how hätt ich mir gewünscht. der film
gewinnt fast wieder die alte qualität, als der architekt ins spiel kommt.
besonders fasziniert haben mich immer die gesprächsszenen die fast oder
ganz ohne atmo auskommen wie wenn morpheus mit neo im 1. teil trainiert.
hier
kommt fast wieder die gleiche atmosphäre auf. dafür ist matrix wirklich
berüchtigt. mehr davon im 3. teil… sonst: storyentwicklung eher mager,
nicht viel neues, ein paar gute ideen am rande, aber keine wirklich
überraschenden wendungen.

ansonsten waren wieder einige im kino zu deppert, den abspann abzuwarten
und sind wieder vorzeitig aus dem kino entschwunden, ohne zu wissen,
dass der
film ja eigentlich noch gar nicht zu ende ist. Smile da lohnt es sich
halt mal wieder, wie
ich ein abspanngenießer zu sein. Wer also nicht nicht drin war:
unbedingt sitzen
bleiben und die letzten bilde am ende genießen. genial!

insgesamt guter film, bislang für mich der beste dieses jahr.

dann auch noch meine meinung zu cube 2: besser als ich erwartet habe, aber
leider nicht gut genug. die idee ist ziemlich gut und zudem endlich auch
mal mathematisch korrekt umgesetzt. man hat noch mehr hypothesen
eingebaut wie im 1. teil, wie die überlegung mit der zeitkrümung durch
4-dimensionale
objekte oder einsteins relativitätstheorie, was mir sehr gut gefallen hat.
der film leidet nur an ziemlichen laiendarstellen, die wenig überzeugen
und relativ mageren dialogscripts. zudem gibt es am ende timing
probleme, weil
man gemerkt hat, dass man relativ schnell zu einem ende kommen muss, dann
einfach leute abschlachtet und das system in sich zusammenbrechen lässt,
ohne das überhaupt eine richtig entwicklung wie in cube 1 stattgefunden
hätte. auch die computer-effekte sind eher zweitrangig und sehen halt eben
wirklich wie reines CGI aus, stören in diesem kontext aber auch nicht so
richtig. lediglich mehr fallen hätte man sich überlegen sollen, ausserdem
wäre es gut gewesen, die vielen aspekte des hypercubes (zeitparallelen
bzw.
raumkrümmung) herauszuarbeiten – da hätte man noch viele ideen einbringen
können, die erst so gegen der 2. hälfte des films erstmals anklingen…
vom schlimmen ende will ich mal nicht reden. wer ist denn auf die idee
gekommen, einen film über mathematische theorie am ende in einen
praktischen kontext zu bringen? um himmels willen! Wink ich kann mich
entsinnen, dass einige bei
cube 1 enttäuscht waren, dass es keine auflösung gab. vermutlich wollte
man dem damit begegenen. tzz! ansonsten aber zeitweillig mindestens so
spannend wie cube 1, zeitweilig aber eben auch timing bedingte hänger.

Film-Review: Viergeteilt im Morgengrauen

Eintrag vom: 02.03.2005 | von: Basti | in: Notiz

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Ein Liebespaar, ein Autounfall, eine blutüberströmte sterbende Frau, ein
Killer mit einem Hackebeilchen, der munter draufloshackt, etwas Splatter
und das alles in einer Winterlandschaft im bayrischen Voralpenland. So
in etwa läßt sich der Film in Kurzfassung beschreiben. Die Story ist
zwar mehr belanglos – das was zählt ist die Experimentierfreudigkeit des
Regisseurs: Tolle Kamera, tolle Ideen, saubere Musikuntermalung und die
besten Endcredits seit langem. Im grossen und ganzen technisch sauber
umgesetzt – jedoch fehlt ihm noch das kleine Quentchen augenzwinkernder
Humor und Ironie um einen wirklich abgerundeten Eindruck zu hinterlassen.
Regie dieses Vorfilms zur Deutschlandpremiere von Bride of Chucky führte
selbst ein treuer Fantasy Filmfest Anhänger, der nach der Vorstellung
auch noch ein paar Worte an das ansonsten sehr positiv überraschte
Publikum richtete. Der Film wird als Vorfilm einer grossen MiraMax
Produktion laufen – was genau wollte der Regisseur leider nicht verraten.

Fazit: Ein Regisseur, in dem noch viel Potential steckt und der seinen
Weg zu den ganzen Grossen durchaus schaffen kann.

VHS-Review: Nackt und Zerfleischt

Eintrag vom: 02.03.2005 | von: Basti | in: Notiz

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Ich möchte hier weniger eine Review eintragen als viel mehr
Informationen zu den Gerüchten in den anderen Reviews und
Kurzkommentaren abgeben (wer die anderen Reviews/Kurzkommentare noch
nicht gelesen hat, sollte dies besser vorher tun):

Als erstes zu den Tier-Snuff Szenen: Ja, die Tötung der Tiere sind echt.
Dazu hat Deodato folgendes ausgesagt: “CANNIBAL HOLOCAUST ist sicherlich
ein sehr, sehr harter und kraftvoller Film, aber ich habe nie wirklich
verstanden, warum sich die Leute gerade über diese Szenen beschweren.
Wir haben nur Tiere getötet, welche wir oder die Indios direkt danach
gegessen haben. Ein jeder hier regte sich auf, obwohl die meisten jeden
Tag frisches Fleisch essen. Es ist das gleiche, als wenn man in das
Schlachthaus hier in Rom geht und dort eine Kuh für einen Film tötet.
Ich bin mir sicher, niemand würde sich darüber aufregen.”

Dazu mag man stehen wie man will. Ich finde dies persönlich nicht in
Ordnung, denn wenn Deodato mit seinem Film schon die Gewaltsucht der
Medien anprangern will, sollte man nicht die Gewalt an Tieren zu
reißerischen Zwecken ausnutzen.

Zu dem Thema mit der angeblich echten Pfählung einer Indio-Frau: “Oh
ja… mein Gott! Sie kamen zu mir und sagten: “Herr Deodato, Sie haben
diese Frau getötet, oder nicht?” Ich antwortete: “Schaut, hier sind
Fotos, die zeigen, wie ich mit der Frau esse, und hier sind welche, auf
denen zu sehen ist, wie wir den Effekt aufgebaut haben. Wir hatten einen
Fahrradsattel und ein Stück von einer sehr leichten Holzart. Sie setzte
sich auf dem Fahrradsattel und wir steckten ihr das Holzstück in den
Mund. Es war ein sehr einfacher Trick, aber – wie sich herausstellen
sollte – ein sehr effektiver. […] Ich hatte immer wieder
Schwierigkeiten mit Anwälten, die sagten: “Aber Sie haben diese armen,
unschuldigen Menschen getötet!”, was ich immer wieder verneinen mußte.
Es war unglaublich! Sie waren so kindisch. Als ob sie noch nie etwas von
Spezial-Effekten gehört hätten… “

Nackt und Zerfleischt zählt neben Cannibal Ferox zu den härtesten
Kannibalen Filmen der End-70er. Im Gegensatz zu Lenzi’s Werken (Magniati
Vivi und Ferox) hat Regisseur Deodato hier allerdings nicht nur geklaut
sondern auch ganz klar versucht, ein Statemant abzulegen: Wer sind die
wirklichen Kannibalen? Ich finde, es gelingt ihm nur zum Teil, denn die
Aufmachung ist teilweise einfach zu reißerisch, um noch glaubhaft zu
wirken. Man sollte sich schon warm anziehen, wenn man die gezeigten
Greueltaten alle verkraften will. Er ist zwar mit Sicherheit nicht der
grausamste Film aller Zeiten (ich finde da Men Behind the Sun immer noch
schlimmer, siehe mein Bericht darüber), hat aber doch einiges an
Perversion zu bieten, auch wen diese bei weitem nicht so grafisch sind
wie in späteren Kannibalen Filmen

Für die 70er Jahre im Prinzip schon richtungsweisend und bei weitem
besser als Blair Witch & Konsorten.

Insgesamt einer der besseren Kannibalen-Filme, wie ich finde, weil man
ihn durchaus als Kritik an der Mediengeilheit auffassen kann (vom
Tier-Snuff und der teilweise zu reißerischen Aufmachung mal abgesehen).

Wer Kannibalen Filme mag, für den sollte Cannibal Holocaust auf dem
Pflichtprogramm stehen.
Quellen: Splatting Image

Film-Review: eXistenZ

Eintrag vom: 02.03.2005 | von: Basti | in: Notiz

1

Was soll ich zu dem neuen Cronenberg’schen Werk noch viel sagen? Einfach
Klasse. Zumindest für meinen Geschmack. Wer Videodrom mochte, wird
vermutlich eXistenZ lieben – wer jedoch beim Filmegucken ungern
nachdenkt sollte vielleicht eher die Finger davon lassen. Wobei dieser
Streifen Cronenbergs wohl eher einer der klarsten und deutlichsten ist.
Allzuviel möchte ich nicht von dem Film verraten, denn insgesamt bietet
er wieder einige Aha-Effekte und Überraschungen. Cronenberg-Freaks
werden ihn sich eh “antun”. Nur soviel zur Story: Vereinfacht gesagt
geht es um ein Computersystem, welches direkt am Menschen angekoppelt
wird und ihm eine völlig neue Schein-Realität eröffnet. Dabei verwischt
sich bei diesem alptraumhaften Film Cronenbergs immer mehr die wahre
Realität mit der Spielwelt aus dem Rechner. Gekonnt würfelt dabei
Cronenberg mit allen Freiheiten, die ihm dabei gegeben werden…

Der Film ist durchgehend spannend, schauspielerisch und technisch recht
perfekt und, wie es für Cronenberg nunmal typisch ist, wieder mal mit
zahlreichen Ekeleien versehen, wobei sich die Gewalt diesmal bis auf ein
paar Schüsse in Grenzen hält. Neben enormer Spannung bietet der Film
aber, und das ist fuer Cronenberg eher untypisch, den ein oder anderen
Lacher, rutscht teilweise fast ins Komödiantische ab, ohne aber je
unpassend zu werden. Überhaupt ist es erstaunlich, wie gut es Cronenberg
gelungen ist, dass die verschiedenen, glibbrigen Spielkonsolen, -small
spoiler*- halb-lebende Tiere, -spoiler off- im Film kaum peinlich
wirken. Wer übrigens auf Blut aus ist kann sich auf eine leckere Szene
in einem “Computerspiel”-Schlachthaus freuen.

Fazit: Wer Cronenberg mag und wem Chucky zu komisch ist, erhält mit
eXistenZ ein erneutes Highlight von Cronenberg, das einem alles bietet,
was das Herz begehrt: etwas Splatter, etwas Komödie, etwas Erotik,
einige Schiessereien, viel Glibbereien, eine perfekt durchdachte Story
nach MATRIX-Prinzip und sogar etwas CGI… Also: Für Fans des etwas
intelektuelleren Horrors ein absolutes Muß!!

Film-Review: Chucky IV

Eintrag vom: 02.03.2005 | von: Basti | in: Notiz

0

Da ich Chucky-Fan bin hab ich mir anlässlich des Fantasy Filmfestes auch
den 4. Teil der Chucky-Reihe angesehen:

Die meisten Freaks dürften Chucky 4 ja bereits mittels DVD gesehen
haben, allerdings kann es nie schaden, sich den Film nochmal auf der
grossen Leinwand anzusehen, denn der bombastisch gute Soundtrack kommt
mit einer guten Anlage noch 50 mal so gut rüber.

Die Story: Chucky wird von seiner Exfreundin Tiffany wieder zum Leben
erweckt und es dauert nicht lange, da geht das Morden wieder los. Dabei
hat Regisseur Ronny Yu sich erfreulicherweise von dem “Chucky macht zu
Hause die glückliche Familie unsicher”-Thema getrennt und eine spannende
Verfolgungsjagd insziniert, die jedoch aufgrund des schnellen Tempos
schneller vorbei ist, als einem Lieb ist. Die Puppen sind besser den je
gestaltet (inkl. Sexszene), von deren Wortwitz ganz zu schweigen.
Zumindest in der OV folgt ein Brüller nach dem anderen… Das Publikum
des Fantasy Filmfests war ebenfalls sichtlich begeistert, applaudierte
es doch nicht nur einmal mitten während des Films. Insgesamt wirkt der
Film nun zwar etwas mehr mainstreamig – allerdings gibt es immer noch
einige kleine Witzchen, die meist nur den Horrorfilmversierten
vorbehalten bleiben werden. Splatter folgt in unregelmäßigen Abständen
gelegentlich und schwimmt in etwa auf der Welle der anderen Chucky Filme
mit. Technisch her gesehen kann man sich bei der Regie sowieso denken,
was kommt: Perfektes Timing, perfekte Kamera, perfekter Schnitt – bei
Ronny Yu paßt einfach alles.

Fazit: Im Großen und Ganzen für Fans absolut sehenswert – für mich
persönlich eine klare Steigerung (wenn auch starke Veränderung ins
Satirische) gegenüber den Vorgängern – und für Otto-Normalverbraucher,
der nichts gegen ein bischen Splatter und schwarzen Humor hat durchaus
mal einen Blick wert. Saugeil!

DVD-Review: Dellamorte Dellamore

Eintrag vom: 02.03.2005 | von: Basti | in: Notiz

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Dellamorte Dellamore (von der Liebe, von dem Tod) ist einer der ganz
großen Highlights des jungen Horrorfilmkinos! Regisseur Michele Soavi
hat sich mächtig ins Zeug gelegt und eine nicht nur optisch sondern auch
inhaltisch faszinierende Geschichte gemacht, die Liebe mit dem Tod
gekonnt und gewissenhaft verbindet.

Der junge Francesco arbeitet auf dem Friedhof als Friedhofsingenieur.
Immer wieder wird er von der Liebe heimgesucht und kaum glaubt er, die
wahre Liebe gefunden zu haben wird sie ihm grausam wieder entrissen.
Gleichzeitig fangen die Leichen auf dem Friedhof zu Leben an und kehren
wieder zurück – nur durch einen Schuß in den Kopf kann man sie völlig
töten. Somit befindet sich Francesco ständig zwischen dem Tod und dem
Leben – “die Lebenden sterben und die Gestorbenen leben” – bis er
schließlich völlig resignierend feststellen muss, dass niemand seine
Liebe erwiedert und das viele “lebende” Menschen viel “toter” sind als
die Toten auf seinem Friedhof.

Um den Schmerz des grausamen Lebens zu lindern fängt er an, völlig
grundlos unschuldige Menschen zu töten, weil sowieso “alles scheisse
ist” und wenn es im Leben schon keine Liebe gibt, gibt es auch für
niemanden Grund zu leben.

Erst nachdem er sich “bis zum Ende der Welt” begibt stellt er fest, dass
das Töten nicht die Lösung seines Elends sein kann und dass man die
Liebe völlig auf sich alleingestellt (“Ich bringe Dich nicht nach
Hause.”) finden muss. Hier endet auch der Film und lässt den Zuschauer
allein über die tiefliegende Aussage dieses Streifens weitersinieren.

Ein hervoragender Film voller Metaphern, grandiosen Aufnahmen, viel
potentiellem Gesprächsstoff, tiefliegenden Intentionen und nur
oberflächlich gesehen ein Horror- bzw. Zombiefilm.

Soavi möchte die Probleme unserer heutigen Jugend aufdecken: Die
unerfüllte Liebe (“Jetzt hab ich die Schnauze voll von der Liebe”), der
ständige Wunsch eigentlich lieber Tod zu sein als grausam leben zu
müssen (“Ich liebe Gebeinhäuser”), die untrennbare Verknüpfung der Liebe
mit dem Tod (“Machen wir es auf dem Grab meines Mannes”) … Man könnte
stundenlang über diesen Film schreiben – aber man muss ihn sich einfach
ansehen um die zahlreichen Anspielungen zu erkennen und zu verstehen –
am besten mehrmals!

Der Film ist einfach ein Meisterwerk mit tollen gothischen Aufnahmen,
guten Schauspielern, mehreren Unterplots und sehr schöner musikalischer
Untermalung. Und trotz der eigentlich resignativen Haltung des Films und
der großen Trauer und Verzweiflung, die ausgedrückt wird, gibt es eine –
sogar sehr gut in das Schema passende – gehörige Priese Ironie noch dazu.

Leider haben nur die wenigsten Horrorfilmfreunde die tiefere Intention
des Films verstanden (so musste sich der Regisseur bei der Prämie auf
dem Fantasy Filmfest in München mehr blöde als konstruktive Fragen
gefallen lassen) – ganz im Ernst: Er ist nicht so einfach und
intelligenter als die intelligentesten Hollywoodstreifen: Also unbedingt
ansehen und eigene Meinung bilden und nicht immer nur auf die Effekte
schauen!

Film-Review: Legion of the Dead

Eintrag vom: 02.03.2005 | von: Basti | in: Notiz

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Dieses Jahr sah ich den ersten großen 32mm-Streifen des Münchner’
Regisseurs Olaf Ittenbach auf dem Fantasy Filmfest 2001 in München in
der Deutschlandpremiere.

Bisher beschäftigte sich der Ittenbach hauptsächlich mit privaten
Filmprojekten wie den Trashfilm “Burning Moon” im Video- oder den schon
professionelleren “Premutos” im 8mm-Format.
Mit Legion of the Dead versucht er sich in den Fußstapfen der großen
Hollywood-Actionstreifen und -auch wenn die Meinungen auf der Premiere
hier auseinandergingen- wie ich finde, für seine Verhältnisse hat er die
Sache recht gut gemeistert.
Um dem Geschmack eines breiteren Publikums und der Produzenten gerecht
zu werden hat er sich diesmal an eine Mischung aus Horror, Action und
Komödie orientiert, die letztendlich eine 1:1 Kopie aus From Dusk Till
Dawn sein könnte. Die Settings sind zwar natürlich kleiner, die
Schauspieler kammerspielartiger – aber da die Idee trotzdem immer noch
gut aufgeht sorgt der Streifen für kurzweilige Unterhaltung gestreut mit
einigen wenigen, aber dafür recht feinen Splatterszenen – wie üblich die
Ittenbachschen-Kopfplatz-Szenen gestreut mit einigen Schußwechseln.
Zur Story brauch ich eigentlich nicht viel verraten – From Dusk Till
Dawn mit einer Zombielegion anstatt mit Vampiren, ansonsten bleibt die
Sache quasi identisch – sogar die Hauptdarstellerin ist eine mehr als
überdeutliche Hommage an Salma Hayek. Leider geht dem Film dadurch
natürlich auch jeglicher Anspruch auf Orginalität verloren. War Premutos
noch eine gute Mixtur aus zahlreichen Genres mit einem Braindead-artigen
Finale, verneint Legion jeglichen experimentellen Versuch eines anderen
Filmgenres, mit Ausnahme einiger kleinerer Szenen, die ein bischen mehr
in den Fantasybereich schlagen. Schade eigentlich, denn die Dialoge
wirken dadurch zu platt, ebenso wie die routiniert eingesetzten
(Running-)Gags.
Die musikalische Untermalung ging diesmal weg vom ursprüngliche
heavy-metall’erischen (“Premutos”) hin zu einem technolastigen
Actionfinale mit einigen -technisch für Ittenbachs Verhältnisse wirklich
sehr gut umgesetzten- SlowMo’s, die noch dazu recht viel Spaß machen.
Am Schluß fehlen dann definitiv die entsprechenden Ideen, um den
Erzählfluß in Gang zu halten und somit wirkt das Ganze etwas hohl.

Für Ittenbach ein großer Schritt in die Station zwischen Splatter und
Mainstream-Action, der sein Können zumindest in der Regie unter Beweis
stellt. Was seine Drehbücher angehen, so fehlen diesen doch immer wieder
die entsprechende Besonderheit, die seine Filme noch von anderen Abheben
könnte. Dadurch wird sich Legion, der nun von VCL ja auch Video und DVD
vermarktet werden soll, wohl nicht so recht in der Hauptzielgruppe
behaupten können. Dafür ist die Anlehnung an From Dusk Till Dawn zu
stark, die Orginalität zu gering.

Für Ittenbach-Verhältnisse also alle Achtung, so etwas doch recht
schwieriges als erstes großes Erstlingswerk auf die Beine zu stellen –
allgemein betrachtet aber natürlich nur ein durchschnittlicher
Actionfilm mit einer kleinen Splattermischung.

Ansonsten eine sehr schöne Premiere, bei der auch ein Großteil des
Filmteams den Fans Rede und Antwort stand. Als nächster Schritt möchte
Olaf noch Mal zurück ins harte Splatter-Genre: Die Fortsetzung von
Burning Moon 2 (offizieller Titel hat er mir genannt, aber ich hab’s
schon wieder vergessen) steht an. Wie dieser Film nun durchgesetzt
werden soll, wird sich zeigen. Zumindest bleibt er seinem Genre -nach
diesem Abstecher- noch treu. Ich hoffe nur, dass es für Olaf, nach
diesem großen Sprung, kein Schritt zurück ist.