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Film-Review: eXistenZ

Eintrag vom: 02.03.2005 | von: Basti | in: Notiz

1

Was soll ich zu dem neuen Cronenberg’schen Werk noch viel sagen? Einfach
Klasse. Zumindest für meinen Geschmack. Wer Videodrom mochte, wird
vermutlich eXistenZ lieben – wer jedoch beim Filmegucken ungern
nachdenkt sollte vielleicht eher die Finger davon lassen. Wobei dieser
Streifen Cronenbergs wohl eher einer der klarsten und deutlichsten ist.
Allzuviel möchte ich nicht von dem Film verraten, denn insgesamt bietet
er wieder einige Aha-Effekte und Überraschungen. Cronenberg-Freaks
werden ihn sich eh “antun”. Nur soviel zur Story: Vereinfacht gesagt
geht es um ein Computersystem, welches direkt am Menschen angekoppelt
wird und ihm eine völlig neue Schein-Realität eröffnet. Dabei verwischt
sich bei diesem alptraumhaften Film Cronenbergs immer mehr die wahre
Realität mit der Spielwelt aus dem Rechner. Gekonnt würfelt dabei
Cronenberg mit allen Freiheiten, die ihm dabei gegeben werden…

Der Film ist durchgehend spannend, schauspielerisch und technisch recht
perfekt und, wie es für Cronenberg nunmal typisch ist, wieder mal mit
zahlreichen Ekeleien versehen, wobei sich die Gewalt diesmal bis auf ein
paar Schüsse in Grenzen hält. Neben enormer Spannung bietet der Film
aber, und das ist fuer Cronenberg eher untypisch, den ein oder anderen
Lacher, rutscht teilweise fast ins Komödiantische ab, ohne aber je
unpassend zu werden. Überhaupt ist es erstaunlich, wie gut es Cronenberg
gelungen ist, dass die verschiedenen, glibbrigen Spielkonsolen, -small
spoiler*- halb-lebende Tiere, -spoiler off- im Film kaum peinlich
wirken. Wer übrigens auf Blut aus ist kann sich auf eine leckere Szene
in einem “Computerspiel”-Schlachthaus freuen.

Fazit: Wer Cronenberg mag und wem Chucky zu komisch ist, erhält mit
eXistenZ ein erneutes Highlight von Cronenberg, das einem alles bietet,
was das Herz begehrt: etwas Splatter, etwas Komödie, etwas Erotik,
einige Schiessereien, viel Glibbereien, eine perfekt durchdachte Story
nach MATRIX-Prinzip und sogar etwas CGI… Also: Für Fans des etwas
intelektuelleren Horrors ein absolutes Muß!!

Film-Review: Chucky IV

Eintrag vom: 02.03.2005 | von: Basti | in: Notiz

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Da ich Chucky-Fan bin hab ich mir anlässlich des Fantasy Filmfestes auch
den 4. Teil der Chucky-Reihe angesehen:

Die meisten Freaks dürften Chucky 4 ja bereits mittels DVD gesehen
haben, allerdings kann es nie schaden, sich den Film nochmal auf der
grossen Leinwand anzusehen, denn der bombastisch gute Soundtrack kommt
mit einer guten Anlage noch 50 mal so gut rüber.

Die Story: Chucky wird von seiner Exfreundin Tiffany wieder zum Leben
erweckt und es dauert nicht lange, da geht das Morden wieder los. Dabei
hat Regisseur Ronny Yu sich erfreulicherweise von dem “Chucky macht zu
Hause die glückliche Familie unsicher”-Thema getrennt und eine spannende
Verfolgungsjagd insziniert, die jedoch aufgrund des schnellen Tempos
schneller vorbei ist, als einem Lieb ist. Die Puppen sind besser den je
gestaltet (inkl. Sexszene), von deren Wortwitz ganz zu schweigen.
Zumindest in der OV folgt ein Brüller nach dem anderen… Das Publikum
des Fantasy Filmfests war ebenfalls sichtlich begeistert, applaudierte
es doch nicht nur einmal mitten während des Films. Insgesamt wirkt der
Film nun zwar etwas mehr mainstreamig – allerdings gibt es immer noch
einige kleine Witzchen, die meist nur den Horrorfilmversierten
vorbehalten bleiben werden. Splatter folgt in unregelmäßigen Abständen
gelegentlich und schwimmt in etwa auf der Welle der anderen Chucky Filme
mit. Technisch her gesehen kann man sich bei der Regie sowieso denken,
was kommt: Perfektes Timing, perfekte Kamera, perfekter Schnitt – bei
Ronny Yu paßt einfach alles.

Fazit: Im Großen und Ganzen für Fans absolut sehenswert – für mich
persönlich eine klare Steigerung (wenn auch starke Veränderung ins
Satirische) gegenüber den Vorgängern – und für Otto-Normalverbraucher,
der nichts gegen ein bischen Splatter und schwarzen Humor hat durchaus
mal einen Blick wert. Saugeil!

DVD-Review: Dellamorte Dellamore

Eintrag vom: 02.03.2005 | von: Basti | in: Notiz

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Dellamorte Dellamore (von der Liebe, von dem Tod) ist einer der ganz
großen Highlights des jungen Horrorfilmkinos! Regisseur Michele Soavi
hat sich mächtig ins Zeug gelegt und eine nicht nur optisch sondern auch
inhaltisch faszinierende Geschichte gemacht, die Liebe mit dem Tod
gekonnt und gewissenhaft verbindet.

Der junge Francesco arbeitet auf dem Friedhof als Friedhofsingenieur.
Immer wieder wird er von der Liebe heimgesucht und kaum glaubt er, die
wahre Liebe gefunden zu haben wird sie ihm grausam wieder entrissen.
Gleichzeitig fangen die Leichen auf dem Friedhof zu Leben an und kehren
wieder zurück – nur durch einen Schuß in den Kopf kann man sie völlig
töten. Somit befindet sich Francesco ständig zwischen dem Tod und dem
Leben – “die Lebenden sterben und die Gestorbenen leben” – bis er
schließlich völlig resignierend feststellen muss, dass niemand seine
Liebe erwiedert und das viele “lebende” Menschen viel “toter” sind als
die Toten auf seinem Friedhof.

Um den Schmerz des grausamen Lebens zu lindern fängt er an, völlig
grundlos unschuldige Menschen zu töten, weil sowieso “alles scheisse
ist” und wenn es im Leben schon keine Liebe gibt, gibt es auch für
niemanden Grund zu leben.

Erst nachdem er sich “bis zum Ende der Welt” begibt stellt er fest, dass
das Töten nicht die Lösung seines Elends sein kann und dass man die
Liebe völlig auf sich alleingestellt (“Ich bringe Dich nicht nach
Hause.”) finden muss. Hier endet auch der Film und lässt den Zuschauer
allein über die tiefliegende Aussage dieses Streifens weitersinieren.

Ein hervoragender Film voller Metaphern, grandiosen Aufnahmen, viel
potentiellem Gesprächsstoff, tiefliegenden Intentionen und nur
oberflächlich gesehen ein Horror- bzw. Zombiefilm.

Soavi möchte die Probleme unserer heutigen Jugend aufdecken: Die
unerfüllte Liebe (“Jetzt hab ich die Schnauze voll von der Liebe”), der
ständige Wunsch eigentlich lieber Tod zu sein als grausam leben zu
müssen (“Ich liebe Gebeinhäuser”), die untrennbare Verknüpfung der Liebe
mit dem Tod (“Machen wir es auf dem Grab meines Mannes”) … Man könnte
stundenlang über diesen Film schreiben – aber man muss ihn sich einfach
ansehen um die zahlreichen Anspielungen zu erkennen und zu verstehen –
am besten mehrmals!

Der Film ist einfach ein Meisterwerk mit tollen gothischen Aufnahmen,
guten Schauspielern, mehreren Unterplots und sehr schöner musikalischer
Untermalung. Und trotz der eigentlich resignativen Haltung des Films und
der großen Trauer und Verzweiflung, die ausgedrückt wird, gibt es eine –
sogar sehr gut in das Schema passende – gehörige Priese Ironie noch dazu.

Leider haben nur die wenigsten Horrorfilmfreunde die tiefere Intention
des Films verstanden (so musste sich der Regisseur bei der Prämie auf
dem Fantasy Filmfest in München mehr blöde als konstruktive Fragen
gefallen lassen) – ganz im Ernst: Er ist nicht so einfach und
intelligenter als die intelligentesten Hollywoodstreifen: Also unbedingt
ansehen und eigene Meinung bilden und nicht immer nur auf die Effekte
schauen!

Film-Review: Legion of the Dead

Eintrag vom: 02.03.2005 | von: Basti | in: Notiz

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Dieses Jahr sah ich den ersten großen 32mm-Streifen des Münchner’
Regisseurs Olaf Ittenbach auf dem Fantasy Filmfest 2001 in München in
der Deutschlandpremiere.

Bisher beschäftigte sich der Ittenbach hauptsächlich mit privaten
Filmprojekten wie den Trashfilm “Burning Moon” im Video- oder den schon
professionelleren “Premutos” im 8mm-Format.
Mit Legion of the Dead versucht er sich in den Fußstapfen der großen
Hollywood-Actionstreifen und -auch wenn die Meinungen auf der Premiere
hier auseinandergingen- wie ich finde, für seine Verhältnisse hat er die
Sache recht gut gemeistert.
Um dem Geschmack eines breiteren Publikums und der Produzenten gerecht
zu werden hat er sich diesmal an eine Mischung aus Horror, Action und
Komödie orientiert, die letztendlich eine 1:1 Kopie aus From Dusk Till
Dawn sein könnte. Die Settings sind zwar natürlich kleiner, die
Schauspieler kammerspielartiger – aber da die Idee trotzdem immer noch
gut aufgeht sorgt der Streifen für kurzweilige Unterhaltung gestreut mit
einigen wenigen, aber dafür recht feinen Splatterszenen – wie üblich die
Ittenbachschen-Kopfplatz-Szenen gestreut mit einigen Schußwechseln.
Zur Story brauch ich eigentlich nicht viel verraten – From Dusk Till
Dawn mit einer Zombielegion anstatt mit Vampiren, ansonsten bleibt die
Sache quasi identisch – sogar die Hauptdarstellerin ist eine mehr als
überdeutliche Hommage an Salma Hayek. Leider geht dem Film dadurch
natürlich auch jeglicher Anspruch auf Orginalität verloren. War Premutos
noch eine gute Mixtur aus zahlreichen Genres mit einem Braindead-artigen
Finale, verneint Legion jeglichen experimentellen Versuch eines anderen
Filmgenres, mit Ausnahme einiger kleinerer Szenen, die ein bischen mehr
in den Fantasybereich schlagen. Schade eigentlich, denn die Dialoge
wirken dadurch zu platt, ebenso wie die routiniert eingesetzten
(Running-)Gags.
Die musikalische Untermalung ging diesmal weg vom ursprüngliche
heavy-metall’erischen (“Premutos”) hin zu einem technolastigen
Actionfinale mit einigen -technisch für Ittenbachs Verhältnisse wirklich
sehr gut umgesetzten- SlowMo’s, die noch dazu recht viel Spaß machen.
Am Schluß fehlen dann definitiv die entsprechenden Ideen, um den
Erzählfluß in Gang zu halten und somit wirkt das Ganze etwas hohl.

Für Ittenbach ein großer Schritt in die Station zwischen Splatter und
Mainstream-Action, der sein Können zumindest in der Regie unter Beweis
stellt. Was seine Drehbücher angehen, so fehlen diesen doch immer wieder
die entsprechende Besonderheit, die seine Filme noch von anderen Abheben
könnte. Dadurch wird sich Legion, der nun von VCL ja auch Video und DVD
vermarktet werden soll, wohl nicht so recht in der Hauptzielgruppe
behaupten können. Dafür ist die Anlehnung an From Dusk Till Dawn zu
stark, die Orginalität zu gering.

Für Ittenbach-Verhältnisse also alle Achtung, so etwas doch recht
schwieriges als erstes großes Erstlingswerk auf die Beine zu stellen –
allgemein betrachtet aber natürlich nur ein durchschnittlicher
Actionfilm mit einer kleinen Splattermischung.

Ansonsten eine sehr schöne Premiere, bei der auch ein Großteil des
Filmteams den Fans Rede und Antwort stand. Als nächster Schritt möchte
Olaf noch Mal zurück ins harte Splatter-Genre: Die Fortsetzung von
Burning Moon 2 (offizieller Titel hat er mir genannt, aber ich hab’s
schon wieder vergessen) steht an. Wie dieser Film nun durchgesetzt
werden soll, wird sich zeigen. Zumindest bleibt er seinem Genre -nach
diesem Abstecher- noch treu. Ich hoffe nur, dass es für Olaf, nach
diesem großen Sprung, kein Schritt zurück ist.

Film-Review: Herr der Ringe

Eintrag vom: 02.03.2005 | von: Basti | in: Notiz

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Nun war es also bei mir soweit: Herr der Ringe wollte im Kino angeschaut
werden. Auf Grund des zu erwarteten Ansturms habe ich mir die Karten
sicherheitshalber vorreserviert, doch im Kino selbst nahm nur eine
handvoll Leute Platz, so dass es wohl nur zu 1/4 gefüllt war. Recht
überraschend eigentlich. Enttäuschend etwas die Größe des Cinemaxx
Kinos. Auch sound- und bequemlichkeitsmässig eher zweitklassig. Da dies
mein erster Besuch in einem Cinemaxx-Kino war, muss ich mich schon
wundern, wieso diese Kinoketten Marktführer in Deutschland sein soll.
Nun aber zum Film selbst – die meisten Daten über das 600 Mio. teure
Mamutprojekt vom neuseeländischen Regisseur Peter Jackson sollten ja
bekannt sein, daher gehe ich darauf mal nicht näher ein.

Tja, wie soll ich ihn nun bewerten. Vorweg muss ich gleich sagen, dass
ich das Buch nicht gelesen habe. Trotzdem kann man dem Verlauf gut
folgen und die wichtigsten Facts werden gleich am Anfang in einem
gänsehautsstimmungsmässigen Prolog erklärt, die sehr zur Atmosphäre des
Films beiträgt. Zum Inhalt möchte ich hier nun nicht allzuviel verraten.
Die Film-Technik selbst im Film ist aber herausragend; kein Zweifel,
Peter Jackson hat technisch fleissig dazugelernt. Zuerst hatte ich
Befürchtungen, man könnte mit der Fülle an Charakteren erst mal
überfordert sein und es würde eine Zeit dauern, bis man sich an sie
gewöhnte. Doch die (wirklich exzellente) schauspielerische Leistung,
besonders von Elijah Woods, lässt einem schnell alle Charaktere ins Herz
schliessen. Auch die Aufnahmen sind ein einziger Traum und die
Detailfülle ist so enorm, dass man schier überwältigt ist.

Und da wären wir auch schon beim Problem – auch wenn man sich nun Gott
sei Dank entschieden hat, den Film als Trilogie (und nicht wie erst
geplant als 2-Teiler) zu veröffentlichen, merkt man doch deutlich, dass
die Story zu weitläufig, zu episodenhaft für einen abendfüllenden Film
ist. Das ist das eine von zwei Problemen, die der Film hat. Ein Freund,
der das Buch gelesen hat, meinte im Kino, er fände alles sehr knapp
hintereinander zusammengestückelt. Erst hatte ich nicht den Eindruck,
als würde etwas fehlen, denn verstehen kann man eigentlich alles auch
recht gut, ohne das Buch gelesen zu haben. Doch gerade im zweiten
Abschnitt des Films stört das Tempo doch ungemein. Die Eindrücke, die
dieser gewaltige Marsch durch Mittelerde einem doch geben sollte, werden
im Film kaum eingefangen. Ich hätte mir einfach ein paar
Verschnaufszenen zwischen den einzelnen Abschnitten gewünscht, in denen
die Charaktere noch etwas ausgearbeitet werden oder -noch besser- die
Landschaft mit ihren gewaltigen Ausmassen demonstriert wird. Zumindest
eine Art Landkarte mit der beschriebenen Reiserute a la Indiana Jones
wäre hier sinnvoll gewesen – vielleicht mit ein paar Schnittaufnahmen im
Hintergrund eingeblendet. So hat man das Gefühl, das Ganze wäre nur
innerhalb von vielleicht 2 Tagen passiert.
Dafür kann der Film reichlich wenig, schliesslich dauert er ohnehin
schon 178 Minuten. Wenns nach mir ginge, hätte man den Film durchaus
noch eine halbe Stunde länger laufen lassen können. Genug Filmmaterial
ist ohne Zweifel vorhanden gewesen (bei gut 56200 Minuten Rohmaterial)
und man merkt ganz deutlich, dass alle Szenen, insbesondere die
hervorragenden Flugaufnahmen auf das Äusserste gekürzt worden sind.
Oftmals wird ein Kameraschwenk nur kurz angeschnitten. Besonders nach
den Minen war mir das Tempo etwas zu schnell. Und somit wird das
epochale, was das Buch zweifelsohne aufweist, im Film nicht eingefangen
– kann nicht eingefangen werden, keine Frage – dafür hätte man schon
einen 10-Teiler drehen müssen. Ich finde es nur schade, dass bei der
Detailfülle, die Jackson und sein Team liebevoll in das Projekt gesteckt
haben, nur ein minimaler Prozentsatz (man spricht von 1% des kompletten
Rohschnitts) es letzlich in den Film geschafft haben. Und wenn man genau
aufpasst, sieht man dem Film das an. Ich hab mir kurz nach dem Film im
Fernsehen noch mal Scoresese’s Meisterwerk KUNDUN angeguckt – und da ist
mir die Wichtigkeit des Tempos entscheidend aufgefallen. Da liegen
zwischen diesem Film und dem Ring doch noch Welten. Aber wie erwähnt:
Man KANN Jackson keinen Vorwurf machen. Besonders in Braindead und
Heavenly Creatures (weniger in Frighteners) hat er ja bereits bewiesen,
wie gut er mit Tempo umgehen kann – hier war es nicht anders möglich,
auch wenn zweifelsohne genug Filmmaterial dagewesen wäre.

Das ist das eine Problem. Das andere ist für mich – und dafür mögen mich
die Tolkien-Fans verschonen – die Story. Sie ist bombastisch, epochal,
keine Frage. Nur leider war eben alles schon mal da. Wenn auch von
Tolkien geklaut haben wir doch das alles – sei es nun Star Wars, Indiana
Jones, Die Mumie oder meinetwegen Harry Potter – schon irgendwo mal
gesehen und gehört. Es ist nicht wirklich ein Kinoerlebnis, dass einen
prägt. Es ist gute Unterhaltung jenseits Hollywoods, aber eben kein
wirklich “magisches” Kino wie es bei mir z.B. in “Amelie” rüberkam. Auch
dafür kann der Film und noch weniger Tolkien etwas. Schließlich ist er
der Urahn all dieser Werke – es waren halt einfach schon welche früher
da (wenn auch meist bedeutend schlechter) – das ist schade, aber es ist
leider so.

Trotzdem hebt sich der Film doch schon sehr stark von seinen
Hollywoodkonkurrenten ab, was auch an Jacksons filmweise liegt. Die
Kamera ist jacksonmässig immer recht gut inszeniert, die Schauspieler
wie immer hervorragend ausgewählt (Gandalf und Frodo sind ein Traum),
auch der so oft beschimpfte Score passt sich -meiner Meinung nach sogar
sehr gut- ins Geschehen ein. Die schauspielerischen Lesitungen sind
durchgehend hervorragend, aber da war von Jackson auch nichts anderes zu
erwarten. Die Gespräche sind durchgehend interessant und wirken bei
weitem nicht so plump wie in Star Wars, wenn auch die Witze manchmal
etwas hohl wirken. Erstaunlich pathetisch ist die Trauersequenz um
Gandalf, die fast schon an das dramtische Finish von Jacksons “Heavenly
Creatures” rankommt, wenn auch im Herr der Ringe bei weitem weniger
künstlerisch.

Die Landschaftsaufnahmen sind ein Traum und werden dadurch noch schöner,
wenn man weiß, dass nur ein geringer Prozentsatz aus dem Rechner kommt.
Viele Bauten sind echt, und das merkt man auch – kein lästigen
Rechnerbilder mehr wie in Star Wars Episode 1, sondern traumhaft schöne
Bilder aus Neuseeland mit seiner unbeschreiblichen Vielfalt. Allein
schon wegen dieser Aufnahmen lohnt sich der Film. Viele Sachen wirken
tatsächlich wie aus Fantasybildern abgemalt – wenn man sie nur etwas
länger betrachten könnte und die Schnitte nicht so kurz wären. Auch
merkt man, dass die Kampfsequenzen nicht AUSSCHLIESSLICH, wie in Star
Wars, aus dem Rechner kommen, sondern brav mit mehreren zehntausend
Statisten abgefilmt wurden (auch wenn diese Szenen wiederum nur
Sekundenbruchteile dauern).

Eher schlecht fand ich die digitalen Effekte von Jacksons Firma Weta
Digital. Jackson hat bewusst die Angebote von Lucas’ ILM ausgeschlagen
und man merkt das auch. Die Qualität, insbesondere die Bewegungsabläufe
beim Höhlentroll in der Mine sind etwas ungenau. Besonders dann, wenn
die Hobbits auf den Troll springen, kann man mit etwas Aufmerksamkeit im
Schnitt gut feststellen, dass die Szene aus dem Rechner kommt, weil die
Hobbits selbst scheinbar mitanimiert und nicht, wie sonst üblich, mit
den realen Schauspielern und einer Attrape zuerst abgedreht wurden. ILM
hat hier z.B. in Starship Troopers bei einer fast ähnlichen Szene mit
Rico auf einem Bug deutlich Realistischeres, Einfügsameres und
Hochwertigeres geleistet. Somit fällt Weta Digitals im harten
Konkurrenzkampf der Digitaleffektschmieden bei mir noch unten durch.
Auch der Festung Saurons, die man nur kurz sieht, merkt man das
Computerspielhafte deutlich an. Ziemlich gut dagegen fand ich den Turm
Saromans, insbesondere die Flugsequenzen sind recht ordentlich und
erstaunlich detailliert. Dort wirken auch die eingefügten Menschen
realistischer als beim Troll, lediglich die Übergang zurück in die
Realszenen z.B. mit Gandalf oder Saroman (besonders nach einer
Flugsequenz) wirken manchmal etwas holprig, fügen sich aber insgesamt
noch “gut” ein.

Alles in allem ein rund um empfehlenswerter Film, aber für mich
definitiv nicht der Film des Jahres. Dafür krankt der Film an den
erwähnten zwei Problemen, insbesondere an der Sache mit dem unangenehmen
Tempo. Trotzdem: Auch wenn ich das Buch nicht gelesen und nur
Ausschnitte kenne glaube ich, dass man es nicht hätte besser verfilmen
können. Die Gänsehautstimmung lag bei mir definitiv höher als bei den
meisten Filmen dieser Gattung. Nein, der beste Film des Jahres kann er
für mich da nicht sein (das bleibt dann wohl doch “Amelie”), aber mit
Sicherheit eine ganz dicke Empfehlung für alle Monumentalfilm-Fans, für
Fantasyfreunde sowieso und für Neuseelandbegeisterte (wie mich) ohnehin
ein must-see. Definitv besser, das kann ich mit Sicherheit sagen, als
Direktkonkurrent Star Wars – keine Frage.

Trotzdem wünsche ich dem Film den allergrössten Erfolg. Es ist
erstaunlich, dass ein filmmässig so belächeltes Land wie Neuseeland
(sowie dem Partner Australien (Corcodile Dundee, Einstein Junior)) ein
so großer Coup ausserhalb Hollywoods gelungen ist. Bin schon mal
gespannt, was Jackson als nächstes (nach der Trilogie) vorhat…

Von mir gibt’s eine Note knapp jenseits der Bestnote. Sozusagen eine 1
ohne Stern. :-)

Film-Review: Mullholland Drive

Eintrag vom: 02.03.2005 | von: Basti | in: Notiz

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Wer sich vom Mainstream Kino nicht blenden lässt und auch offen ist, auf
eine andere Art des Kinos sollte sich David Lynch’s neues Psychowerk
“Mullholland Drive” nicht entgehen lassen. Der Mulholland Drive, der
bereits in dem Thriller Mulholland Falls mit Nick Nolte, Melanie
Griffith und Jennifer Connelly eine wichtige filmische Rolle spielte,
zieht sich hoch über Los Angeles an den Bergen entlang, so dass man eine
geniale Aussichts auf
das Hollywood-Viertel geniesen kann.
Steile Wände strecken sich auf der einen Seite in den Himmel und auf der
anderen stürzt der Abgrund in bodenlose Tiefen. Eine schöne Lady gleitet
auf dem Rücksitz einer Nobellimousine durch die Nacht, als der Wagen
plötzlich mit dem Auto durchgeknallter Teenager kollidiert. Als sie
erwacht, ist sie äußerlich fast unverletzt, aber der Unfall hat sie von
der überschaubaren Straße ihres bisherigen Lebens auf einen verlorenen
Highway geschleudert – denn sie weiß nicht mehr, wer sie ist…
(Zitat Moviestar).

Der Film ist im Prinzip das Grundgerüst einer Serie, die Lynch für das
amerikanische Fernsehen produzierte.
Die Serie wurde nie gesendet. So hat Lynch die Story und die einzelnen
Episoden zu einem ganzen geflechtet. Zwar kommt das episodenhafte
gelegentlich durch, doch stört dies kaum und insgesamt gibt sich ein
gutes, schlüssiges Bild. Der “lynch’sche” Bruch, der schon seit Twin Peaks
legendär ist, kommt diesmal reichlich spät. Der Film plätscherst gute 2
Stunden als recht einfache Story vor sich hin. Auf mehreren Schienen
laufen gleichzeitig die Storys eines Regisseurs, einer Schauspielerin,
der dunkelhaarigen Lady mit der Gehirnerschütterung, eines ominösen
Imbiss-Lokals sowie eines Killers erzählt. Die Art erinnert zuerst noch
ein bischen an die Film-Noirs oder an Episodenfilme a la Pulp Fiction
oder Magnolia. Gegen Ende des Films findet die Hauptdarstellerin
(Camilla) plötzlich den Schlüssel zu einem lang gehüteten Geheimnis. Da
beginnt der lynch’sche Bruch und der Regisseur schraubt die Spannung
dramatisch in die Höhe. Menschen verschwinden und tauchen als andere
Persönlichkeiten wieder auf, merkwürdige Personen, allen voran der
“Cowboy”, der dem “Mystery Man” aus Lost Highway in nichts nachsteht,
bestimmen von nun an das Bild des Films. Auch die Landschaft verändert
sich rapide. Nette Personen offenbaren sich plötzlich als Teufel, die
Liebe offenbart sich als Intrige, Lebende sind tot. Eine halbe Stunde
lang prügelt der Film mit immer unheimlicheren Ereignissen auf den
Zuschauer ein, bis er völlig erschöpft dem Verlauf gar nicht mehr folgen
kann, nicht mehr folgen darf, bis das ganze dramatisch, fast schon
klassisch dramatisch mit einem Selbstmord endet. Das Bild fadet ins
Schwarze, die extreme Lautstärke weicht einer langen Pause, lässt das
Kinopublikum dem Atem bis eine blauhaarige Frau verkündet: “Silencio”.
Nach einer noch längeren Pause läuft der Abspann. Doch wer einmal
infiziert ist mit dem “Lynch- Fieber”, der kann nicht schwiegen. Es ist
wie alle Lynch-Filme ein Film, den man entweder liebt oder hasst. Hasst
man ihn, gibt er einem gar nichts. Liebt man ihn, muss man ihn immer
wieder und wieder sehen. Es ist wie eine Droge, ein unbändiges Erlebnis.
Zu groß ist die Verlockung den Film, der ein einziges Psycho- Puzzle
ist, doch noch zu lösen. Und doch wird man immer wieder und wieder
versagen, die eigentlichen Hintergründe völlig zu erfahren. Das soll man
auch nicht, braucht man nicht.

Wie David Lynch es selbst ausdrückt [Zitat]: “Nehmen Sie einen Alptraum.
Sie wissen genau wie es sich angefühlt hat, aber sie können es nicht
beschreiben, wenn sie ihn anderen erzählen klingt es lächerlich. Genau
dieses Gefühl versuche ich mit meinen Filmen zu vermitteln. Es muss
nicht immer alles eine Erklärung haben.”

Und wie recht er hat… Gegen Mulholland
Drive ist “Der Exorzist” ein Kindermärchen und Sixth Sense, Schweigen
der Lämmer & Co können gleich seine Sachen packen und nach Hause gehen.
Der Film dringt ihn die tiefste Psyche des Zusehers ein, zeigt ihm seine
tiefsten Ängste – selbst bei den ruhigsten Szenen wagt man es oft nicht
mal, auf die Kinoleinwand zu blicken. Doch wie eine Neurose, wie ein
Kindheitstrauma muss man immer wieder und wieder zusehen.

Also, wer sich mal einen wirklichen Film geben will, der seit Jahren
meiner Meinung nach der Unheimlichste ist, der Gesprächsstoff en masse
gibt, der einem ein Filmerlebnis bietet, in das man sich sowohl komplett
fallen als auch bis ins kleinste Detail spekulieren kann, der muss sich
Mulholland Drive ansehen. Worte können das Erlebnis nicht beschreiben.
Wer genauso wie ich durch das Lynch- Fieber gepackt wird, wird
begeistert sein und ist garantiert einige Erfahrungen reicher. Wer ihn
hingegen hasst, dem wird die Magie dieses Films und dieses Regisseurs
wohl auch weiterhin verschlossen bleiben – es ist wie bei Kafka.

“Ich habe keine Ahnung, worum es geht, aber es hat mir gefallen”
(Zitat der Cannes-Jury).

Für mich der Beste Film, den ich bisher 2002 gesehen habe (weit vor Herr
der Ringe). Der Film wurde von der Director’s Guild of America
bereits zum Besten Film 2001 gewählt – und das sollte doch eine ganze
dicke Empfehlung wert sein. Für Freunde des Psychothrillers ein
Must-See. 2 Thumps up!

Film-Review: Perdita Durango

Eintrag vom: 02.03.2005 | von: Basti | in: Notiz

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Perdita Durango (nach dem gleichnahmigen Comic) ist ein harter und
extremer Film aus Mexiko, eine Mischung aus Sadismus, Roadmovie, Erotik
und Gewaltorgie. Recht kommentarlos wird die Geschichte eines
Gangsterpaares erzählt, welches 2 amerikanische Teenies kidnappt und mit
ihnen durch die Lande zieht.

Der Film ist dabei ein wahrer Horrortrip und nichts für schwache Nerven
– erinnert ein wenig an Stone’s Natural Born Killers, jedoch wird hier
der Gerechtigkeit genüge getan, indem am Schluß das Gangsterduo auch
wirklich stirb – wenn auch schon reichlich spät und nach einigen
duzenden von Leichen. Dabei weis man als Zuschauer während des ganzen
Films sind, wär hier nun eigentlich der böse ist, der (religöse)
Mexikaner oder die (kommerzialisierten) Teenies. Letztendlich macht
diese Intention den Film so schwer verdaulich – besonders durch eine
Vergewaltigungseinlagen und besonders derbe Splatterszenen.

Also lieber nichts für schwache Nerven und mit Sicherheit ein nicht ganz
ungefährlicher Film für labile Menschen, die leicht in den Glauben
fallen könnten, die gezeigte Gewalt sei gerechtfertigt. Der Regisseur
scheint sich hier selbst nicht so ganz im Klaren gewesen zu sein.

Ansonsten ist Perdita Durango klasse gefilmt – scheinbar mit großem
Budget in Szene gesetzt (verwunderlich bei der recht umstrittenen
Geschichte) und beinhaltet neben Greueltaten auch zahlreiche gut
gemachte Actionsequenzen.

Ein Film, der Hollywood, wo immer nur die Bösen sterben, ganz gemein ins
Gesicht spuckt und statt dessen das Zellulid mit Blut zahlreicher
unschuldiger Opfer “pflastert”.

Also Finger weg für alle Frohnaturen – das hier ist nur was für harte Jungs.

Erstaunlicherweise ist die Fassung in Deutschland sowohl auf Video als
auch im Kino und sogar im Fernsehen (Pro7) ungeschnitten (obwohl es
einer der gemeinsten Filme ist, die ich je gesehen habe) – lediglich auf
einigen Filmfesten lief eine noch ausführlichere Fassung mit
Zusatzszenen. So das nur als Nebeninfo.