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Fränkischer DünenwegFränkischer Dünenweg Der fränkische Dünenweg führt durch von Sand geprägte Landschaften im Landkreis Nürnberger Land. Wir haben die 4. Etappe vom Brunner Berg bis nach Markt Feucht gemacht....

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Empfehlung: AnSaEmpfehlung: AnSa Sehr leckerer und gar nicht teurer veganer Vietnamese in München: AnSa. Nette Leute, toll angemachtes Essen und vor allen Dingen gibt's die lckeren vietnamesischen Hauslimos...

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Happy Halloween

Eintrag vom: 31.10.2017 | von: Basti | in: Film, Kultur, Natur

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Die Nacht der Geister ist in vollem Gange und natürlich gehören dazu auch Gruselfilme. Wie wäre es mit dem schönen Titel Merlin’s Shop of Mystical Wonders? Den hatte ich vor 4 Jahren schon mal so beschrieben:

Scheinbar ein Kinderfilm – oder doch nicht? So genau versteht man das nicht. Inhaltlich geht es um einen Großvater, der seinem Sohn eine Geschichte erzählt, die er mal fürs Fernsehen (!) geschrieben hat. Tatsächlich zeigt der Film dann einfach einen miesen, völlig hinrissigen 30-Minuten-Plot, in der u.a. Katzen angezündet werden (soviel zum Thema “Kinderfilm”). Weil Regisseur Kenneth J. Berton irgendwie weiteres Material braucht, schließt er einfach ein umeditierte Version von “The Devil’s Gift” an, den er 12 Jahre vorher drehte – und tut so, als sei das ganze eben ein Film. Was dabei herauskommt ist schlicht und ergreifend skurill.

Und das findet natürlich auch die Mystery-Science-Theater-Crew. Hier ist die Episode:

Review zu Anji

Eintrag vom: 30.10.2017 | von: Basti | in: Internet & Co

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Diesen Oktober zeigte ich eine restaurierte ungeschnittene, deutsche Fassung des indischen Indiana Jones Anji im Werkstattkino im Rahmen der “Basti presents”-Reihe.

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Jan hat dazu eine sehr schöne Review verfasst!

Restaurant am Sonntag: Drei Mühlen (Frühstück)

Eintrag vom: 29.10.2017 | von: Basti | in: Artikel

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War heute mal wieder im Drei Mühlen, diesmal beim Weißwurstfrühstück. Dabei kosten 2 Weißwürst und 1 Breze unschlagbare 1,95 €. Und: Sie sind echt gut. Die Brezen frisch gebacken. Das Bier von Augustiner. Die Einrichtung bayrisch. Das Personal entspannt und nett. Was will man mehr? Das hat Pächter/Wirt Christian echt super gemacht und daher von mir eine ganz klare Empfehlung für den Laden im Drei-Mühlen-Viertel, sofern man mit Fleisch kein Problem hat. Das war ganz sicher nicht das letzte Frühstück dort…

(Klick)

 

Alpin Coaster für Ruhpolding

Eintrag vom: 28.10.2017 | von: Basti | in: Erlebniswelten

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In Ruhpolding wird ein neuer Alpin Coaster gebaut. Das lässt die Chiemgau Zeitung und eine erste Webseite vermuten. Freu mich drauf. Hier ein Beispiel für einen Alpin Coaster

Herbstrodeln

Eintrag vom: 27.10.2017 | von: Basti | in: Privates

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Mal eine Runde auf den See zu rodeln – kann man immer wieder mal machen. Zudem ist das hochwannige RolbaRun-ähnliche System bei der Schliersbergalm auch ziemlich einzigartig…

Musik: From The Dust – Supernova (lizenziert unter cc-by).

Staat verübt Anschlag auf Berliner Breitscheidtplatz

Eintrag vom: 26.10.2017 | von: Basti | in: Artikel, Gesellschaft

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Mal zur Abwechslung wieder eine clickbait-heischende Überschrift, die man so natürlich nicht stehen lassen kann. Aber die Sache ist ja durchaus wichtig und glaubt man dem ARD-Magazin Kontraste wäre dieser Vorwurf nicht soweit hergeholt, wie es scheint.

Leser meines Blogs wissen ja, dass ich Staatsterrorismus im Westen für eine vollkommen “übliche” Form der politischen Strategie halte und den Vorwurf pflege, dass Verfassungsschutz und ein Teil der Geheimdienste genau für diesen Zweck genutzt werden. Man nennt dieses Vorgehen auch Strategie der Spannung: Man terrorisiert seine eigenen Bürger (oder lässt sie terrorisieren), weil die Angstzustände, die Destabilisierung der Staatslage und die Verunsicherung der Bürger für einige politische Akteuere sinnvoll sind.

Das letzte relevante Beispiel war vermutlich der Anschlag auf den Berliner Breitscheidplatz vor einem Jahr. Nach weitläufiger Meinung die Tat eines 24-jährigen Tunesiers names Amis Amri, im Auftrag des „Islamischen Staates“ (IS). Gleichzeitig die Rechtfertigung des Kriegs gegen den Terror – was heute so ziemlich alles bedeuten kann. Amri tötete mit seinem Anschlag 12 Menschen.

Aber ist Amis Amri der Schuldige, oder hat nicht vielleicht doch der deutsche Staat selbst die Tat auf dem Gewissen? Denn dann wäre es eben nicht islamischer Terrorismus sondern, zumindest in Teilen, auch deutscher Staatsterrorismus. Eine finale Antwort darauf habe ich bislang nicht, aber wenn eine Aufklärung bereits von Beginn an mit sogenannten “Ermittlungspannen” belegt ist, dann werd’ ich schon mal hellhörig.

Beispiel? Das LKA hätte Amri bereits Wochen zuvor aus dem Verkehr ziehen können, tat es aber nicht. Damit das nicht auffällt, hatte man diesbezügliche Akten gefälscht. Blöderweise fiel aber diese Fälschung des Kommissariat dann auch auf. Damals ging in der Presse eigentlich nur, dass man sich nur vor Ermittlungspannen schützen wollte. Persönlich finde ich die Erklärung “Das war halt eine Panne” immer wenig befriedigend. Hypothese: Genauso hätte es ja sein können, dass es sich um Staatsterrorismus gehandelt habe, man Amri also bewusst nicht einsperren wollte, damit er seine Tat verüben konnte.

So eine These stellt man in der Presse natürlich nicht gern auf – zu unfassbar erscheint der Vorwurf, zu wenig Beweise gibt es. Also blieb es damals beim Tenor: “Die LKA, die ist halt schlappig wie Sau!”  Und doch gibt es immer wieder Belege, die derartiges Vorgehen nachweisen. So weit hergeholt wäre die Hypothese also vielleicht gar nicht. Gleichzeitig schützt diese “Unfassbarkeit” scheinbar aber auch diese radikalen Gesetzesübertretungen vor ihrer Aufdeckung. Oder anders gesagt: Lieber schlampig wie Sau sein, als bei einer demokratischen Rechtsübertretung erwischt werden.

Soweit eine Vermutung.

Angeschoben wir diese Vermutung nun durch einen V-Mann des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalens namens VP01. Der ist von Steuergeldern bezahlt und soll Abu Walaa-Anhänger dazu aufgestachelt haben, Attentate in Deutschland zu begehen. Aufgeflogen ist er zunächst durch Ali Aydin, dem Verteidiger in einem Abu Walaa-Verfahren. Seine Mandanten belasten VP01 schwer und erklären, VP01 habe scheinbar alles dafür getan, damit sich die Anhänger endlich radikalisieren und “Ungläubige” töten.

Jetzt kann man sagen: “Ein Abu Walaa-Anwalt kann mir vieles erzählen.” Doch ihm springen weitere Anwälte zur Seite, die VP01 ebenfalls belasten. So z.B. Johannes Pausch. Der hatte bereits Daniel Schneider von den Sauerlandbombern verteidigt, die in Wahrheit vom CIA versorgt worden sein sollen und dabei erfolgreich von der Terrorliste streichen lassen. War VP01 also im Auftrag des Staates auf der Suche nach einem Terroristen?

Die Berliner Morgenpost und Kontraste haben recherchiert und einen Aktenvermerk des Chefs des NRW-Verfassungsschutzes gefunden. Dort machte ein Anhänger der Abu Walaa-Gruppe über VP01 nämlich die Angabe: “ … dass die mutmaßliche VP (Vertrauensperson) in einem Vier-Augen-Gespräch erklärt habe, nach einem zuverlässigen Mann für einen Anschlag mit einem LKW zu suchen.”

Das bedeutet also: Die von Steuergeldern finanzierte Vertrauensperson VP01 des LKAs sucht nach Männern, die einen Anschlag mit einem LKW durchführen. Die Person stachelt dabei eine ganze Reihe an Anhängern an, aber alle lehnen ab und verpfeifen ihrerseits VP01 über ihre Anwälte. Hat VP01 dann in Amis Amri seinen Strohmann gefunden, der es durchzog? Die Vermutung liegt nahe, denn Kontraste liegen auch noch Behördenakten vor, dass VP01 bereits im Frühjahr mit Amis Amri in Kontakt war. Wusste sein Auftraggeber, das LKA aus NRW davon, dass VP01 Amis Amri mit einem LKW in den Breitscheidplatz fahren und Menschen töten lassen wollte? Das sagt der Kontraste-Bericht aus:

VP01 habe, so Kontraste, in einem Verfahren bereits ausgesagt: “…dass wir (…) besprochen haben, Anschläge in Deutschland zu verüben, falls das mit der Ausreise nicht klappen sollte” und dass er sich “absprachegemäß immer als “anschlagsbereit” dargestellt” habe und von der Polizei “den Auftrag hatte, mich so zu positionieren, dass ich von Leuten, die möglicherweise Anschläge planen miteinbezogen werde, um an Informationen zu gelangen.”

Abgezogen wurde nach diesen Aussagen weder VP01 noch Amis Amri. Das LKA hätte also nicht nur vor Wochen einen Verhaftungsgrund für Amis Amri gehabt, es hätte auch noch genau gewusst, was er vor hatte. Statt dessen fand aber der Angriff ungehindert statt, 12 Menschen starben und problematische Behördenakten dazu wurden vom Kommissariat gefälscht.

Was folgte waren neben dem vielen Leid, Kriegsparolen, ein Erstarken von rechten Kräften, problematischer Gesetzesgebungen und letztlich womöglich radikal falsch interpretiertem Terrorismus. Der Schaden ist in jederlei Hinsicht enorm. Amis Amri kann nicht mehr befragt werden. Der wurde kurz danach von den italienischen Behörden erschossen. Aber interessiert es heute noch jemanden? Nein, natürlich nicht. Thema war es mal, ist es aber jetzt keines mehr. Die wenigen Artikel, die die neuen Erkenntnisse von Kontraste aufgreifen, werden meist von engstirnigen Lesern als lächerliches Hirngespinst wegkommentiert, die sich schwarzweiß-malerisch scheinbar lediglich einen bösen IS und einen gute Geheimdienste vorstellen können und zu einer differenzierten Meinung, in welchem Spannungsfeld sich das ganze Thema mittlerweile tatsächlich bewegt, nicht mehr fähig sind.

(Klicken für Kontraste-Beitrag)

Man muss nicht glauben, was Kontraste und Berliner Morgenpost behaupten. Man kann auch weiterhin glauben, dass alle Terrorprobleme nur von eingereisten Migranten herstammen und niemals von westlichen Regierungen. Reine Hypothesen sind bis zur endgültigen Beweiserbringung für mich beides. Aber wer Staatsterrorismus nach all diesen Vorwürfen -und das reicht von bewiesenen Fällen wie Gladio oder Celler Loch über Sauerland und NSU bis eben dem IS- immer noch für eine wirre Verschwörungstheorie ohne jegliche Glaubwürdigkeit hält oder die Anzeichen dafür einfach kommentarlos ignoriert und Antworten der Behörden kritiklos hinnimmt, der handelt in meinen Augen schlicht unverantwortlich für sich und unsere Zukunft.

Stimmen die Anschuldigungen von Kontraste -und es gibt bislang wenig Gründe dafür, warum sie so radikal lügen sollten- dann muss man auch klar aussprechen, was das bedeuten würde: Das LKA hat wissentlich und durch Zuarbeit eines eigenen Angestellten, den Terroranschlag in Berlin zugelassen und mit zu verantworten. Und selbst wenn am Ende alles aus purer Dummheit und Faulheit entstanden sein sollte, auch dann ist die Mitverantwortung durch den unkontrollierten Einsatzes eines staatlich bezahlten Aufwieglers nicht minder einzuschätzen. Und ja, dann ist der Staat schlicht auch mitverantwortlich für den Terror, den er mitverursacht hat.

Und das, in meinem Wortschatz, heißt nun mal Staatsterrorismus.

Ich kann bestätigen…

Eintrag vom: 25.10.2017 | von: Basti | in: Preisfuchs

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  1. Die REWE-DB-Gutscheine kosten derzeit tatsächlich nur 24 € bei 29 € Wert.
  2. Man kann am Automaten damit faktisch alles bezahlen. Ich hatte auch kein Problem, meine MVV-Tickets damit zu bezahlen!
  3. Die Gutscheine sind 5 Jahre lang gültig.
  4. Der Restwert ist tatsächlich nur 1 Jahr lang gültig (kann aber vermutlich mittel Flexticket-Trick (Flexticket buchen und stornieren) endlos gehortet werden).

Kurzum: Wer von den Münchnern gern zukünftig beim MVV rund 17% sparen möchte, der ist mit den DB-Tickets bestens bedient! Viel-Bahnfahrer ohnehin! Hab mich gleich am Montag eingedeckt. :-)

dbgutscheine

Mehr zu der REWE-Aktion auch hier.

K’nossos

Eintrag vom: 24.10.2017 | von: Basti | in: Games

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Knossos ist ein antiker Ort auf Kreta. Auf Kreta war ich schon mal, aber leider nicht auf Knossos – sondern in der Samariá.

Grund genug also, dafür statt dessen den Kickstarter zu K’NOSSOS zu unterstützen, um das quasi nachzuholen. 😉 Okay, das hat mit DEM Knossos zwar nicht direkt was zu tun, aber es ist SciFi – was ich mag. Und es ist ein Adventure – was ich liebe. Und man kann es auf Kickstarter unterstützen. Schaut’s euch mal an:

Hier gibt’s den Kickstarter-Link zum Backing.

Polybius

Eintrag vom: 23.10.2017 | von: Basti | in: Games

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Sehr schöne Sache!

James Rolfe, auch bekannt als Angry Video Game Nerd, hat -relativ unbemerkt- begonnen, die 150. Episode des Angry Video Game Nerd auf einen unscheinbaren Zweitchannel hochzuladen und sie dabei im Stile eines ARGs wie Marble Hornets oder The West Records aufzuziehen. Inhaltlich geht es dabei um Polybius. Ich vermute, das wird grandios und bis Halloween sein Finale finden, wie eins bei Board James! :)

Megaroom

Eintrag vom: 22.10.2017 | von: Basti | in: Artikel

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Hier mal meine kleine Bewertung zum Escape-Raum-Anbieter “Megaroom” in München, die man auch auf Tripadvisor findet, der einige 5-Sterne und einige 1-Stern-Bewertungen hat:

Polarisierende Meinungen zu Megaroom bei Tripadvisor. Was stimmt nun? 5 Sterne sind zweifelsohne zu viel, 1 Stern stimmt aber vermutlich auch nicht, dafür hab ich -auch in München- schon schlechtere Spiele gespielt. Meine Meinung bezieht sich auf den bizzaren Boss.

Das Gute: Große Location, ordentlich designt, sehr motiviertes Team, die thematischen Ideen sind eigentlich spannend, der Raum ist unterteilt in mehreren Einheiten, es gibt tatsächlich eine kleine Geschichte dahinter und nicht nur reine Rätselketten

Mittelmäßig: Sehr schloßorientiert, obwohl Escape Games heute eigentlich nahezu alle versuchen, auf Schlößer zu verzichten. Die Einrichtungsqualität ist unterdurchschnittlich, war für mich aber kein Problem, da ich auch mit einem Independent-Look gut leben kann, wenn der Spielspaß stimmt.

Schlecht: Leider das Gameplay. Wir waren leider alle sechs der Meinung, dass sich unser Raum nicht an die elementarsten Grundregeln von Flow und Spielmechanik hält. Dass unfaire Spielmethoden, fehlende Spielerführung und eine hohe Abhängigkeit von einer externen Spielhilfe (Game-Master) auch zu einer hohen negativen emotionalen Erfahrung mit Frustpotential führt, lernt man quasi im ersten Semester Spieldesign. Leider tappt Megaroom da in alle Fettnäpfchen die ich kenne.

Beispiel für so eine Unfairness: Wir musste einen Raum absuchen nach einem Hinweis, der bei Tageslicht faktisch kaum zu sehen ist. Der Raum ist aber nicht verdunkelbar und bei unserem Termin knallte die Sonne komplett durch die Fenster. Einige Spieler konnten den kompletten Hinweis wegen ihrer Körpergröße gar nicht erkennen, so dass nur die großen unter uns überhaupt eine Chance hatten, ihn zu lesen. Es gibt zwar diesbezüglich eine kleine Hilfe, wo ein Hinweis versteckt sein könnte, er ist aber nicht deutlich genug, da die Hilfe nicht klar macht, welcher Hinweis gemeint ist und mit welchem Gadget er kombiniert werden muss – effektiv ist die Hilfe daher auch noch kontraproduktiv, weil sie verwirrt anstatt führt.

Das ist frustrierend, denn schon mit ein wenig mehr Spielerführung und geschickt eingespielten (internen, nicht externen!) Hinweisen würden diese Frustmomente nicht auftreten. Unserem Hinweis auf die Probleme wurde entgegnet, dass das schon bewusst schwierig, eben “bizzar”, sein soll.

Dem Anbieter würde ich raten, sich die (konstruktive) Kritik seiner Spieler genau anzuhören und die Probleme zu verbessern. Ich frage mich auch ernsthaft, wie lange Megaroom die Räume beta getestet hat – allzu ausführlich kann das nicht gewesen sein, denn die Fehler wären garantiert aufgefallen. So unterscheiden sich aber erfolgreiche Anbieter von den uneinsichtigen (zum Trost: Solche Fehler hab ich bei allen Anbietern im Betatest-Stadium schon gesehen, es ist die Frage, ob man darauf reagiert).

Man muss MIT den Spielern spielen, nicht GEGEN sie. Der Spieler muss mit einem strahlenden Lächeln aus dem Raum kommen. Beim bizzaren Boss klappt das zumindest bei uns nicht.

Werde ich nochmal reingehen? Ja, ich schau mir auch die anderen beiden Räume noch an. Zu denen hab ich noch keine Meinung. Lohnt sich der Boss für andere? Das hängt vom Spieltyp ab. Wer sich auch mal auf ein (noch?) unausgewogenes Design einlassen möchte und daraus sogar ein gewisses Vergnügen zieht, für den ist es vielleicht auch mal ein spannendes Erlebnis. Einsteigern in die Thematik würde ich es nicht empfehlen, zu groß ist die Gefahr, dass man sich am Ende wie der letzte Depp vorkommt und glaubt, das wilde Herumraten, wie es nun gemeint ist, gehört sich so. Das tut es eben gerade nicht. 😉