Pädophilie, Hysterie, Therapie - leise Gedanken zu... Das Thema Pädophilie in den Medien hat mich schon lange interessiert. Ich glaube, das hängt mit meiner frühzeitigen Faszination des verbotenen Films zusammen. Bereits während...
Frühlings-Spaziergang Was für ein top Wetter heute! Ein gemütlicher Frühjahres-Spaziergang von Kiefersfelden (Buchberg) nach Kufstein (Thierberg) - mit Zwischenstopps bei ein paar Seen, Ruinen...
Isar Danke, Jungs! Das war ein toller Frühabend mit Euch am Flaucher und ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung! Hey, und sogar die Schwäne haben mit uns getanzt!
hellofresh.de - erster Test Hatte einen Gutschein von hellofresh.de, dem Kochabo-Klon aus dem Hause Samwer (siehe hier) - also hab ich mir gedacht, ich probier die Sache einmal aus.
Das Prinzip: hellofresh...
Neue Kartenakzeptanz bei Basti Sodala. Ab sofort könnt ihr all Eure Schulden, die ihr habt, auch ganz bequem bei mir mit Kredit- oder EC-Karte bezahlen - denn seit dieser Woche kann ich Zahlungen für...
Pürschling-Tour Pünktlich zu unserem Rodelausflug kehrt der Winter zurück: Ein schöner Weg in eine gemütliche Hütte mit tollem Waldmeister-Skiwasser und leckerem Apfelkuchen. Die Abfahrt...
Disneyland-Fahrt mit (Gummi-)Huhn Vor einiger Zeit machte der Film „Escape from Tomorrow“ von sich hören. Es handelt sich um einen Independent-Film, der guerilla-artig in Walt Disney World gedreht wurde....
Am 7. Mai verstarb mit Ray Harryhausen der vermutlich immer noch genialste Special-Effects-Macher des Kinos. Bereits 1989 hatte das Stadtmuseum in München (das ich wirklich mag) ihm die Ausstellung “Sagenhafte Welten” gewidmet. Ray war selbst zu Gast – leider zu früh für mein noch junges Leben.
Den kommenden Donnerstag aber nun macht das Stadtmuseum im hauseigenen “Filmmuseum” eine Hommage an den Meister und zeigt um 19 Uhr den Spielfilm THE 7th VOYAGE OF SINBAD (1957) sowie die Dokumentation RAY HARRYHAUSEN – SPECIAL EFFECTS TITAN (2013) in der englischen Originalfassung. Erst vorgestern war ich in dem genialen Vortrag von Peter Kubelka, der auch unheimlich viel Spaß gemacht hat – und so lange mich das Werkstattkino momentan nicht wirklich begeistern kann (wird sich demnächst ändern, aber dazu später mehr) bin ich auch geneigt, mir diesen Abend erneut zu gönnen – zumal ich die starkarätige Dokumentation noch nicht kenne. Jemand Lust?
Bis dahin hier übrigens nochmal mein Besuch im obersten Stockwerk des Stadtmuseums – meinem absoluten Lieblingsstockwerk dort – und irgendwie wie geschaffen für Ray:
Die Törlspitze war vom Schachenhaus zwar in nur 2 Stunden leicht zu erreichen – aber die Region fand ich trotzdem beeindruckend und der Aufstieg geradezu atemberaubend. Wie die “Meilerhütte” in den Hang gebaut wurde, ist schlicht atemberaubend, wenn man sie zum ersten Mal im Sattel aufblitze sieht:
Die Tatsache, dass ich auf dem einen Foto gegen den Berg lehne hat tatsächlich einen Grund: Irgendwie hatte ich ab dieser Höhe und bei dem steilen Gefälle gar kein gutes Gefühl mehr, frei stehend nur durch den Sucher zu gucken. Ohne Festigung waren irgendwie keine Aufnahmen mehr drin.
Ich bleibe dabei: Eine wirklich empfehlenswerte Bergregion mit hochalpinem Flair!
Spontanaufbruch heute, weil das Wetter wider erwarten ja doch sonnig war.
Die Wanderung auf den Schwarzenberg über Bad Feilnbach und zurück über Weißbach, Thalhäusler und dem Osterbach selbst ist nicht allzu spektakulär. Für ein bischen Ruhe am Gipfel (bei mir war kein Mensch oben) aber trotzdem gut zu gebrauchen.
Neben einigen Werner-Herzog-Dokumentationen stand filmisch diese Woche bei mir “Die Jagd” und “Geständnisse” auf dem Programm.
Meine einführenden Gedanken zu “Die Jagd” hatte ich ja bereits hier verfasst und ich muss sagen, ich find den Film an und für sich ziemlich fad. Ich kann die inhaltlichen Kritikpunkte zum Teil schon nachvollziehen, weil das komplette “Setup” ziemlich klischeebeladen und konstruiert wirkt. Schauspielerisch ist es auch nicht so ganz auf der Höhe richtiger Filmkunst – sieht man mal von der überragenden Jungdarstellerin ab. Leider beschränkt sich Reigsseur Vinterberg vollkommen auf ziemlich banale Aussagen, die dem halbwegs fundierten Zuschauer keinerlei neue Erkenntnisse mit auf dem Weg geben: “Falsche Anschuldigungen können meist nie mehr zurückgedreht werden – ein Restzweifel und die damit verbundene Gewalt bleibt immer.” Das reicht für meinen Geschmack gerade mal für nen Fernsehfilm. Kurz: Okay, aber wirklich keine Meisterleistung und verspieltes Potential.
“Geständnisse” (Kokuhaku) war dann wie eine Wohltat nach wochenlang eher mittelmäßigen Filmen. Der Film ist mit “Die Jagd” rech gut vergleichbar, denn auch hierbei geht es darum, welche Konsequenzen Anschuldigungen haben können und wie Opfer und Täter zum Spielball ihrer eigenen Interessen werden. Im Gegensatz zum völlig banalen “Die Jagd” ist “Geständnisse” aber ein Freudenfest an Ideen, Twists und “Turns” und nimmt sich für seine Charaktere viel Zeit. Die Story ist vielschichtig und tiefgreifend – und trotzdem höchst alltagstauglich. Auch wenn es sich um einen japanischen Film handelt sind die Beweggründe der Figuren auch für den westlichen Kulturkreis noch gut nachvollziehbar. Typisch asiatisch spielt der Film mit der empathischen Konstellation des Zuschauers zum Opfer und zum Täter – und dreht die Position mehrmals. Etwas, dass sich Vinterberg nicht mal im Ansatz getraut hatte. So zeigt es viel eindringlicher als “Die Jagd” die Ausweglosigkeit von Gewaltspiralen (auch wenn hier im Gegensatz zur Jagd ein echtes Gewaltverbrechen vorausgeht). Dazu kommt auch noch eine fabelhafte visuelle Aufbereitung und eine überaus virtouse Narration. Kudos – sowas sollte bei uns eigentlich regulär ausgewertet im Kino laufen (auf dem Filmfest München hab ich ihn damals leider verpasst)!
Toll, spannend, mitreißend, rührend und höchst nachdenklich stimmend – japanisches Drama mit einer bitterbösen Revenge-Komponente at its best!
Vor einem Jahr waren wir schon an der Isar grillen – und dieses Jahr hat’s selbst im April nochmal kräftig geschneit. Grund genug, doch noch einmal den Rodel auszupacken – die Schneeverhältnisse sind schließlich einmalig.
Viele scheinen die Wintervorzüge nicht mehr sehen zu wollen – am Hirschberg habe ich ganze drei Leute getroffen. Ansonsten ist der eigentlich völlig überlaufen. So bleibt mehr Zeit für einen selbst und für die Natur und eine völlig freie Rodelpistenabfahrt! Leider war ich aus Zeitgründen nicht mehr ganz oben am Gipfel – schön war’s trotzdem.
Kamera war diesmal keine dabei, aber ich hab ab und zu mal das Handy rausgehalten. Die Aufnahmen sehen also nicht ganz so schick aus, aber dafür haben sie volle 1080p-Godness – ich empfehle beim Anschauen also auf alle Fälle die HD-Funktion einzuschalten:
Irgendwie ist der Trailer zu Makoto Shinkais (“5 Centimeters per Second”) neuestem Kinofilm völlig an mir vorüber gegangen…
Dass ich ein Faible für Regisseure hab, die ihr Ding ohne äußere Zwänge von Studios eigenständig durchziehen und damit sowohl massenkompatibele als auch irgendwo Autoren-Filme herstellen, habe ich ja schon mehrfach geschrieben (z.B. hier). Da zählen für mich Regisseure von Werner Herzog über Robert Rodriguez bis eben Makoto Shinkai zweifelsohne dazu. Shinkais letzter Film war ja eher ein (durchaus gelungener) Ausflug in das Abenteuer-Genre ohne überzogenen Kitsch und hat gezeigt, dass er tatsächlich mehr kann als Liebes-Geschichten.
Mit The Garden of Words kehrt er nun wieder zurück zur Stilstik und Lyrik seiner Anfänge aus der Erwachsen-Werden-Trilogie zurück (Voices, Place Promised und 5 Centimeters). Inhaltlich hat mich der Trailer allerdings noch nicht so wirklich heiß gemacht. Bei seinen vorherigen Filmen hatte Shinkai zu jedem Thema einige spannende, philosophische und auch sehr kontroverse Fragen aufgeworfen und sie mit einer kindlichen Naivität (bzw. durch seine kindlichen Protagonisten) liebevoll in Szene gesetzt.
In Garden geht es nun um einen Schuhmacher, der sich an jedem regnerischen Tag mit einer Kundin trifft, in die er sich verliebt. Doch schon bald wird die regnerische Saison vorbei sein. Das Grund-Setup klingt für mich ein wenig wie Voices from a distant Star – nur dass es Shinkai seine jugendlichen Darsteller jetzt zu Erwachsenen werden ließ, die aus den Wunden ihrer Vergangenheit wieder lernen müssen zu gehen. Also wortwörtlich – auch wenn ich das Bild im Film für eine richtige Metapher noch ein wenig plump finde. Ich vermute also mal, es wird um das Thema der Entscheidung für oder gegen seine Liebe gehen – und die Zeit, die einem bis dahin bleibt. Im Gegensatz zum aussichtslosen Voices, wo einem die Entscheidung ohnehin genommen wird, könnte es also hier konkret um die Verantwortung seines Tuns gehen. Das ist jetzt nur meine Vermutung – würde aber immerhin in die vorhandene Trilogie des Erwachsenwerdens passen. (Shinkai selbst hat laut seiner Webseite die Liebe im Sinne des einsamen Leidens in den Mittelpunkt gestellt – würde also auch passen).
Ich hoffe nur, dass Shinkai keinen reinen, eigenen Torschlußpanik-Film erstellt hat und er sich in Sachen textlicher Lyrik nicht zu sehr auf die Erfolge seiner Vorgänger verlässt. Denn so richtig was Neues bietet der Trailer hier eben nicht. Auch musikalisch wirkt es nun fast schon stereotypisch bis weichgespült – selbst wenn es eben Shinkai-stereotypisch ist. Sehe ich das richtig, dass Tenmon den Soundtrack diesmal nicht macht? Das wäre ein herber Verlust! Und ich hoffe, dass ihn nicht das gleiche Schicksal ereilt wie Myazaki – denn der hat mich spätestens nach dem dritten Film mit den ewig gleichen Themen um Natur und Menschsein angefangen tierisch zu langweilen.
Wirklich gelungen finde ich dafür (wie immer bei CoMix Wave) die Visualität. Zwar ist der Zeichenstil jetzt noch klarer und detailreicher als seine Vorgänger (digitale Unterstützung lässt grüßen). Shinkai verlässt sich dabei aber weniger auf die Gesichtsausdrücke der (sonst ja auch recht stereotypischen) Mangafiguren sondern legt die Narration in seine Hintergründe und die umfangreich ausgestalteten Sets. Close-Ups sind meist eben nicht Gesichter sondern die Metapher der Geschichte (hier eben Füße und Schuhe). Ich mag das.
So oder so – gespannt bin ich. Der Film selbst kommt Ende Mai.
Heute auf dem Programm: mal eine Anlage im Münchner Innenraum besuchen, die nicht so bekannt ist: die Aubinger Lohe, ein Biotop-Gebiet direkt an der S-Bahn-Station Lochhausen:
Nettes Naturschutzgebiet, wenn man im Münchner Innenraumbereich etwas sucht, wo auch das drumherum noch ländlichen Flair hat und schnell mit der S-Bahn erreichbar ist – allerdings in meinen Augen kein Muss. Der Perlacher Forst bietet mir da vor der Haustür persönlich mehr.
Mediensatire an der hedonistischen Entwicklung der westlichen Kultur, die leider durch eigene Oberflächlichkeit und Beliebigkeit sowie Zelebrierung von katharsischer Gewaltakte ihre Chance auf den Satirebruch verspielt, so dass am Ende eigentlich nur ein 90-minütiger, nihilistischer Kommentar des Reigsseurs im Raum stehen bleibt, der weder orginell, noch gerecht, noch selbstreflektierend, noch neu ist.
Story: Mann und Jugendliche ziehen durch die Lande und räumen mit der US-Medienwelt mit Waffengewalt auf. Dabei sind Moderatoren von Shows wie “American Idol” genauso dran wie Youtube-Stars oder FOX-Kommentatoren.
Unabhängig davon macht das Zusehen natürlich Spaß, auch wenn der Film -genau wie beim ewig TV guckenden Hauptdarsteller- nie die Sehgewohnheiten seines eigenen Publikums mit hinterfragt, um der Aussage zumindest etwas mehr Tiefe zu verleihen. Kann man sich durchaus ansehen – aber ein Ersatz für Network ist es nicht geworden.