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Keine Liebe für Disneyland Paris auf der D23-Expo

Eintrag vom: 21.07.2017 | von: Basti | in: Artikel, Erlebniswelten

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IMG_2645.JPGAuf der diesjährigen Expo von Disney regnet es wieder mal Attraktions-Ankündigungen ohne Ende für Walt Disney World und das Disneyland: Tron-Coaster, Ratatouille, mehr Guardians of the Galaxy, großer Mickey-Ride, neues Gondelsystem, Star War’s Galaxy Edge mit zwei riesigen Star-Wars-Attraktionen, neues Star Wars Hotel inkl. Storyline., neues Toy Story Land…

Die Ankündigungen für Disneyland Paris: Eine Iron-Man-Ausstellung im Hotel New York mit dem Namen “The Art of Marvel”!

Das stimmt durchaus ein wenig nachdenklich, denn erst im Frühjahr hat die Walt Disney Company den defizitären Betrieb in Paris übernommen – und damit wartete die Fangemeinde eigentlich auf das dringend notwendige Signal für einen Kurswechsel hin zu einem erfolgreichen Resort, das sich weiter entwickelt. Seit Jahren tritt Disneyland Paris auf der Stelle. Der Europa-Park holt immer mehr auf, hat bereits das 2nd Gate, den Walt Disney Studios Park in Paris, eingeholt. Die Besuchszahlen im “DLP” sind zweistellig rückläufig.

Oder anders gesagt: Ich erwarte ja keine große Attraktionsankündigung, aber zumindest ein öffentliches Bekenntnis zum Park, den man immerhin gerade einen Monat zuvor adoptiert hat. Und wenn man gesagt hätte: “Wir haben einen großen Masterplan, der in den nächsten 10 Jahren das ganze Resort zu einer Spitzendestination macht” hätte es mir persönlich schon gereicht. Statt dessen macht man das gleiche wie immer: Man kündigt großspurig eine “Neuheit” direkt parallel zu den (wirklich großen) Neuheiten der amerikanischen Parks an und stellt als Kunde danach gleich fest, dass es wieder nur eine aufgeblasene Umgestaltung ist – von denen in Paris bislang viele mehr als kontraproduktiv waren:

Aus dem geliebten Space Mountain wurde das fade Mission 2, daraus jetzt das unpassend thematisierte Hyperspace Mountain. Das ebenso beliebte Blue Lagoon-Restaurant wurde in ein Restaurant rund um Captain Jack umthematisiert – mit Hilfe von Piraten-Flaggen im Gesamtwert von vermutlich 10 Euro. Und auch die Renovierung von Big Thunder Mountain im letzten Jahr, als fast der ganze Park eine einzige Baustelle war, hat nicht gefruchtet: Bald schließt die Achterbahn erneut, weil die Renovierung die Probleme nicht behoben sondern verschlimmbessert hat. “The Art of Marvel” reiht sich nahtlos in dieses “same old same old” ein, nämlich alte Kammellen als Neuheiten verkaufen.

Es ist eine Mogelpackung, die ich früher eher dem finanziellen Engpass in die Schuhe geschoben habe. Tatsächlich spielt jetzt die Mutter genau das gleiche Spiel. Wie soll ich dann als Kunde, Liebhaber und Ex-Aktionär Vertrauen haben, dass es nun endlich aufwärts gehen soll, wenn sich scheinbar -trotz Buy-Out- nichts ändert? Es kann doch nicht sein, dass man als neue Mutter absolut nichts anderes zum DLP zu sagen hat, als das.

Gut möglich, dass die Mutter trotzdem großes mit dem immer noch total unterentwickelten Areal vor hat. Vielleicht gibt es da schon große Pläne, von denen wir nur noch nichts wissen (vom CAPEX-Plan mal abgesehen, der sieht ja erst in 7-8 Jahren überhaupt eine neue Headliner-Attraktion vor!). Mir persönlich reicht das nicht. Ein Bekenntnis muss her.

Denn wenn drei Kinder an Weihnachten beschenkt werden, zwei eine tolle Spielekonsole kriegen, die Eltern sagen “Ich liebe dich!” und dann das dritte nur kommentarlos einen Lutscher kriegt und veilleicht der Onkel dann flüstert “Aber dein Papa wird dir in 5 bis 10 Jahren auch eine Spielekonsole schenken und dich dann auch lieben” dann kann man dem Onkel wenn man will zwar glauben und sich damit trösten, aber immer noch sagen, dass es eine Scheißaktion war, die das dritte Kind vor allen anderen blos stellt. Genau das passiert mit Paris auch dieses Jahr wieder auf der Disney-Expo.

In einem Forum hat man dann gesagt: Es geht eben am Ende ums Geld und nicht um Gleichberechtigung und Nächstenliebe. Ich seh das ja anders.

Denn wenn du dein Kind liebst und es ihm das wissen lässt, dann ist das auch ein Invest. Ein Kind, dass sich geliebt fühlt, ist erfolgreicher im Leben, weil es weiß, dass es etwas wert ist. Kinder, die nicht geliebt werden, stellen sich selbst in Zweifel und haben es generell schwerer.

Klar geht’s ums Geld. Aber Disney hat auch selbst mal ganz hart gelernt, was es bedeutet, wenn man seine “Kinder” nicht “liebt” und glaubt, es geht auch ohne dieses “Invest”:

Warum sind die Walt Disney Studios in Paris kein vollwertiger Park? Weil man an den Standort durch die vielen Rückschläge nicht mehr geglaubt und nicht investiert hat. Man hat ihn nicht “geliebt”. Man “musste” ihn bauen. Heute leidet der ganze Park darunter. Bei “WDS” muss man ja im Prinzip jetzt den ganzen Park umbauen, damit der wieder auf dem Level mitschwimmt, den Disney eigentlich von seinen Kindern erwartet. Dieses fehlende Invest rächt sich jetzt. Das Kind ist nicht erfolgreich. Bei Disney’s California Adventure gab es jahrelang ein ähnliches Problem und selbst Animal Kingdom hat unter dieser reinen Businessdenke gelitten (denn wer hätte gedacht, dass Disney irgendwann einfach eine Kirmes à la Primeval Whirl bauen würde? Haben sie gemacht. Weil sie echt mal dachten: Geht doch auch ohne Thematisierung!).

Es geht eben nicht nur ums Geld. Die Produkte, die Disney verkauft, sind hoch emotional. Als jemand, der selbst in der Branche arbeitet, kann ich sagen, dass man zumindest deutlich weniger Erfolg hat, wenn man seine Babys eben nicht liebt und versucht, sie zur Blüte zu bringen. Man kann Attraktionen, Filme, Musik, Spiele & Co nicht rein nach betriebswirschaftlichen Ergebnissen betreiben. Du brauchst schon auch kreative Menschen, die das lieben, was du machst – und in deren Produkte musst du investieren, nicht nur in dein Controlling, sonst wird es halbgar.

Als das Problem in den USA akut wurde hat Disney übrigens etwas Cleveres gemacht, nämlich Lasseter mit an Bord von Walt Disney Imagineering geholt, der genau diese Krätsche aus Liebhaberei (war ja lange Castmember und kennt die Parks aus dem efef) und Business (Apple, Pixar) mitbringt und das ganz genau verstanden hat. Er hat damals auf der Expo gesagt: “Wir hören euch. Wir wissen, es ist nicht gut, was wir getan haben. Ich werde es beheben. Wir hören den Fans zu.”

Lasseter war der Ansicht, es müssen erst mal neue Headliner her, bevor man die Parks repariert. Er hat dann zunächst angefangen, das Problem bei California Adventure zu beheben, in dem er für viel Geld das Cars Land entwickelte, Animal Kingdom bekam das Greenlight für Avatar Land (auch teuer), die Walt Disney Animation Studios wurden neu aufgestellt (Ergebnis: Wreck-it-Ralph und Zootopia, ein Level das vorher nur Pixar erreicht hatte) und mich würde es nicht wundern, wenn Lasseter sogar Ratatouille kräftig mit gepusht hätte (er war ja beim Scouting im “WDS” zu sehen) – die einzige sinnvolle Entscheidung für das “DLP” über Jahre, wenn man mich fragt.

Die Investitionen waren enorm. Allein Cars Land kostete über 1 Milliarde Dollar. Es war unklar, ob es das “DCA” aus der Krise helfen würde. Aber -und das verstanden die Businessträger bei den Fehlentscheidungen und Budgetkürzungen damals nicht- Menschen erkennen die Liebe, die in diesen Medienprodukten stecken, und honorieren es. Effektiv hat sich das Invest für Disney voll ausgezahlt. Und seitdem fährt Disney mit seinen großen Parks genau diese Schiene. Für “DCA” hat Lasseter dann dieses Jahr den Umbau des Piers zum Pixar-Theming angekündigt (was sozusagen die zweite Phase nach den Headlinern darstellt und so langsam die problematische Idee eines “billigen” Pier-Parks behebt).

Was sagt uns das über das Disneyland Paris?

Dort ist nie etwas vergleichbares passiert (Ratatouille mal ausgenommen – das war aber auch ein vergleichsweise kleiner Maßstab – zudem bald nicht mal mehr exklusiv). Lange konnte man es auf die schlechte finanzielle Lage der SCA, des Betreibers, schieben. Das ist jetzt seit dem Buy-Out so nicht mehr wirklich möglich. Man muss die Frage stellen, warum diese Investitionen ins “DLP” auch jetzt weiterhin nicht angekündigt wurden, obwohl die D23-Expo ein idealer Platz dafür gewesen wäre.

Entweder kommt da später nochmal was, und Disney beweist, dass sie das DLP doch “lieben” und für ein Investment bereit sind (das ist meine Hoffnung).

Oder es geht am Ende wirklich nur ums Geld und “DLP” wird rein nach defensiven Controlling-Mechanismen geführt. Die Entscheidungen treffen dort dann Businessleute, die sagen: “Läuft halt nicht. Da macht ein riskanter Invest keinen Sinn.” Man fährt den Park immer nur so weit, wie man unbedingt muss, um zumindest beim DLP nicht den Spitzenplatz zu verlieren (weil das blöd aussieht, ein paar Jahre hat man ja noch). Das wäre genau der gleiche Fall wie damals bei “DCA”. Für das WDS käme dann im besten Fall noch ein Umbau zu Pixar und Marvel in Frage, aber das Lasseter-Prinzip mit “Headliner first”, damit die Besucher wieder Vertrauen gewinnen, würde nicht zum tragen kommen. Wir würden vielleicht das neue “Mission Breakout” bekommen und dafür den Tower of Terror verlieren – effektiv also keine neuen Attraktionen erhalten, sondern eben nur andere – genau das, was jetzt auch schon seit Jahren passiert. Und das aus dem einfachen Grund: Weil es gerade noch so reicht. Und weil DLP und gerade auch WDS dann auch weiterhin nicht aus dem Startloch kommt, würde es damit auch so bleiben.

Anders gesagt: Bereits heute liegt “WDS” hinter dem Europa-Park. Es ist der am schlechtesten laufende Disney-Park. “Warum sollten wir in sowas noch investieren? Warum sollte es das WDS genau so gut haben wie sein Cousins in Orlando, wo er sich doch so schlecht entwickelt? Warum sollte er gleichberechtigt sein?” So kann das aber nicht funktionieren. Lasseter hat das erkannt. Er weiß, dass die Menschen nicht blöd sind – Keine Investition, keine “Liebe” ist Stillstand. Zumindest bei den Produkten, die Disney primär macht – nämlich emotionale Marken.

Ich fürchte seit dieser Expo tatsächlich ein wenig mehr, dass das DLP von Disney als einziger Park ganz bewusst auf der reinen Controlling-Ebene gefahren wird, wo ein paar Leute nur mit Zahlen hantieren und dann versuchen, auf diesem Level den Betrieb zu organisieren, weil man einfach nicht an den Standort glaubt, nicht an seine Mitarbeiter glaubt oder einfach an keinen größeren Erfolg glaubt, der eine richtige Investition rechtfertig. Wenn das so ist, dann wäre das desaströs. So funktioniert dieses Business einfach nicht und es wäre eine klare Spirale abwärts.

Nein, ich glaube nicht an das “Money First”. Es müssen Visionen, Ideen und Investments her. Anders wäre das original Disneyland, anders wäre die ganze Disney Company nie entstanden. Ich bin gespannt, was da jetzt in den nächsten 2-3 Jahren passiert.

Tickernews aus dem Disneyland

Eintrag vom: 15.07.2017 | von: Basti | in: Erlebniswelten

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Disneyland Paris hat einen neuen Barbossa-Animatronic, während für Anaheim und Florida einfach mal gleich ein riesiges Star-Wars-Land gebaut wird. So sind die Prioritäten halt. 😉

(Persönliche Meinung: Eigentlich weiß Disney, dass man um zu überzeugen nicht kleckern sondern klotzen muss – und tut das in anderen Parks ja auch. In Paris hab ich das das letzte Mal bei der Einführung von Disney Dreams so empfunden (Ratatouille war natürlich auch ein Meilenstein, aber wenn man bedenkt, wie weit die anderen Parks da schon waren, halt einfach auch wirklich notwendig und für mich kein Overperforming wie bei Dreams). Von daher kann ich den Umbau in Pirates auch nicht verstehen. Er bringt marketingtechnisch gar nichts. Meine Erklärung ist immer noch, dass TWDC einfach ganz generell erst mal zumindest ansatzweise auf den Erzähl-Stand der anderen Parks kommen möchte (gemeinsam mit den Renovierungen der letzten 2 Jahre), bevor ein neuer Rollout beginnt. Aber die Prioritäten find ich merkwürdig, ich würd’s eher umgekehrt machen (dann die Attraktionen um diese Kleinigkeiten polieren, wenn eine so lange Schließung und das Geld kein so großes Problem mehr darstellt). Mal schauen, ob die D23 uns was spannenderes über die Zukunft verrät als die (für mich bislang eher enttäuschenden) Pseudo-Umbauten. Bleibe gespannt!)

Günstiger in den Europa-Park – so geht’s!

Eintrag vom: 26.06.2017 | von: Basti | in: Erlebniswelten

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P1030764.jpgImmer wieder fragen mich Leute, wie man etwas günstiger an Europa-Park-Tickets kommen kann.

Ja, das geht (zumindest für Kreditkarteninhaber)! Und zwar so:

1. Kostenlos bei topcashback.co.uk anmelden. Die Seite ist zwar in Englisch und Pfund, aber keine Sorge, es geht ganz leicht! Hier geht’s zur Anmeldung!

2. Nach der Anmeldung bei topcashback.co.uk einloggen und im Suchfenster nach “isango” suchen.

3. Adblocker kurz deaktivieren und dann bei isango auf “Cashback” klicken.

4. Bei isango jetzt nach “Europa-Park” suchen. Hier könnt ihr ganz normale Europa-Park-Tickets zum normalen Preis von 47 € kaufen (beim Datum könnt ihr irgendwas eingeben, die Tickets sind das ganze Jahr gültig und kommen innerhalb von 3 Tagen via E-Mail, die Zahlung geht leider nur mit Kreditkarte).

5. Ein paar Stunden nach dem Kauf schreibt euch topcashback.co.uk rund 3 Pfund wieder gut. Diese könnt ihr euch nach ein paar Wochen via PayPal auszahlen lassen. PayPal kümmert sich auch um die Umwandlung zurück in Euro, die ihr bei der nächsten Zahlung mit PayPal verwenden könnt. So habt ihr statt 47 € nur rund 44 € für ein Tagesticket gezahlt.

Die 5 Schritte sind am Anfang vielleicht ein gewisser Aufwand, aber schon bei einer kleineren Familie lassen sich so 10 € und mehr sparen. Wichtig ist: Adblocker deaktivieren, immer via topcashback.co.uk die Tickets kaufen und währenddessen keine anderen Seiten ansurfen. Außerdem solltet ihr bei topcashback.co.uk darauf achten, dass ihr auf dem “Classic” Level seit (“Plus” lohnt sich nur für intensive Cashback-Sammler). Das geht hier.

Wenn ich mal Zeit habe, mache ich vielleicht doch mal ein Video über einige unbekanntere Europa-Park-Tipps, die man sonst nicht so im Netz findet. 😉

Kolmarden öffnet Wild Fire wieder

Eintrag vom: 19.06.2017 | von: Basti | in: Erlebniswelten

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Ich bin “Wild Fire” im schwedischen Park Kolmarden nie gefahren, aber absolut alles von diesem Monster spricht für einen der wohl besten Wooden-Coaster (wenn man Hybride zulässt) in ganz Europa wenn nicht sogar der Beste. Für mich war es ein Schock, als dem beschaulichen Park letzten Jahres, nur kurz nach der Eröffnung, der Abriss der größten Einzelinvestition drohte.

Nun scheint aber eine Übereinkunft erzielt worden zu sein und Wild Fire wird wohl in Kürze wieder öffnen. Das heißt für mich eigentlich: Ich muss bald mal nach Schweden. 😉

Wasserpark Aquapulco (Bericht)

Eintrag vom: 16.06.2017 | von: Basti | in: Erlebniswelten

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Die Eurotherme in Bad Schallerbach ist für mich ohne Zweifel die vermutlich best-thematisierte überdachte Therme im deutschsprachigen Raum. Getestet haben wir zwar nur den Themenbereich Tropicana und die Rutschenwelt Aquapulco, aber ingesamt fand ich das Angebot ziemlich gut.

So gefiel mir bereits die Poolbaar deutlich besser als das, was man sonst so kennt: Größere Auswahl an Cocktails, günstigere nichtalkoholische Getränke, leckere, selbstgemachte Brausen (Vital-Spritz im Weißbierglas ist super), nettes Personal und ordentliche, wiederbenutzbare, handfeste Getränkebecher. Dazu eine schöne Anlage, die zwar nicht riesig, aber gut gepflegt und sehr schön im Grünen liegt und nicht mit zusätzlichen Angeboten geizt – seien es zahlreiche Sprudelauflagen, Whirepools oder riesige Kinoleinwände vom Pool aus.

eurotherme1

Das Aquapulco ist der Rutschenbereich der Therme, den ich noch aus meiner Schulzeit von zahlreichen Anzeigen kannte. Bis vor kurzem hatte ich es aber eben nie bis dorthin geschafft. 2011 wurde dann der gesamte Rutschenbereich als Piraten-Wasserpark neu thematisiert. Und wo ich andere Parks für ihre Konzept- oder Lieblosigkeit gerne kritisiere, hat mich das Aquapulco echt überzeugt.

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Kaum zu glauben, dass die Therme es geschafft hat, aus einem “normalen” Spaßbad der 90er Jahre wirklich etwas zu entwickeln, was -mit wenigen Ausnahmen- eigentlich schon als Konzeptpark durchgeht. Bis hin zum Restaurant ist jeder Bereich liebevollen Details versehen. Im Zentrum steht ein mächtiges Piratenschiff, um dessen Masten sich eine Schlange und eine Krake winden, die wiederum Rutschen beherbergen. Bei der Krake taucht man zum Beispiel in den Tentakel ein, rutsch durch den Tentakel in den Rumpf des Schiffes, welcher als Trichter dient und den Schwimmreifen entsprechend hin und her wirbelt. Da die Krake Golddukaten verspeist hat, kann man diese noch dazu in einem interaktiven Spiel während der Fahrt mit einsammeln. Und das LED-Programm der Rutsche zu Beginn der Fahrt mit bestimmen. Einfach schön!

Mit zahlreichen Hängebrücken und Klettergärten über den Becken und einer unfassbaren Menge an Spritzelementen hat die Therme den Bereich zudem so vollgepackt, wie es nur geht, ohne dass es deplatziert wirkt. Auch die Aquaplays von White Water, die ich nun erstmals in Aktion gesehen habe (und die echt beeindruckend sind), passen sehr gut ins Gesamtkonzept.

Sicherlich gibt es hier und da noch weiteres Umbaupotential. Die “Starlight Express”-Rutsche ist super, hat aber eben mit der Thematisierung (noch) nicht viel zu tun, das Aquaplex, ein 4D-Wasserkino in Zusammenarbeit mit Kraftwerk spielt durch schlechtes Filmmaterial -sowohl in Auswahl wie in der Stuhl-Synchronisierung- sein Potential nicht aus und dient eher dazu, sich den eh schon geschwundenen Rücken weiter durchprügeln zu lassen und der Außenbereich ist hier noch relativ lieblos bepflanzt.

Dafür entschädigt aber der ganze Rest, bis hin zum Wellenbad in Form von rauchenden Kanonenrohren aus einem Piratenschiff oder auch die ein oder andere kleine Showeinlage mit Rauch und Feuer. Auch die Tatsache, dass es gleich zwei Kleinkinderbereiche gibt, spricht für sich. Von daher: Für mich eine klare Empfehlung für alle Wasserfans, die sich an schöner Thematisierung erfreuen können. Ich mein, ganz im Ernst: Wo gibt’s sonst Piraten-Animatronics die während einer Show Feuerbälle werfen und riesige Seifenblasen ins Wellenbecken kotzen? Eben!

Mehr erfahren? Hier: www.eurothermen.at

Fotos: EuroThermen Resorts

Eigene Meinung zum #Voletarium

Eintrag vom: 07.06.2017 | von: Basti | in: Erlebniswelten

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EP Maniac hat ein, wie ich finde, sehr interessantes Review zur neuen Europa-Park-Attraktion Voletarium geposted. Hier ist es zu sehen:

Ich hab mir anlässlich dazu gedacht, ich teile meine Gedanken dazu ebenfalls, also:

Bei uns hatte die Attraktion leider noch einige Kinderkrankheiten. Ecki im ersten Raum war kaputt (sprach aber, was natürlich viele verwirrte), wobei Michael Mack dann auch direkt im Wartebereich zur Stelle war, um das Problem mit einem Techniker zu besprechen (Lob dafür!). Der blaue Warteraum wurde bei uns zudem übersprungen (wenn ich mich nicht total täusche, ich kann mich nicht entsinnen, durchgegangen zu sein, wir standen statt desen lange draußen unter den Torbögen), genauso wie weitere Show-Elemente wie der projizierte Ecki oder das komplette Einweisungsvideo.

Auch war die Verteilerplattform defekt. Die Verteiler-Operators haben scheinbar auf Zuruf aus dem Kinosaal Leute direkt in verschiedene Säle geschickt. Der Warteraum mit den Fußabdrücken wurde komplett übergangen. Durch das fehlende Einweisungsvideo wusste natürlich niemand, wo die Taschen hinsollen und so waren die Einweiser im Saal ziemlich damit beschäftigt, die Gäste zu briefen (und sichtlich gestreßt). Im Ride selbst war bei uns leider eine Tür oder Vorhang noch offen, so dass wir eine große Licht-Reflektion auf der Leinwand hatten, die tatsächlich während des ganzen Rides sehr störte. All das sind aber Dinge, die der EP sicherlich bald in den Griff kriegt. Trotzdem schade für mich als detailverliebten Fan.

Auffällig finde ich, dass der Wartebereich effektiv wirklich nur verstanden werden kann, wenn man die Vorgeschichte dazu kennt. Langfristig ist das vielleicht gar nicht so schlecht, weil sich dann die Größe des Konzepts für manche erst nach und nach erschließt. Ich persönlich hätte mir ein wenig mehr Wiederverwendung des bereits vorhandenen Mack-Media-Videomaterials erhofft, sofern man die Geräuschkulisse in den Griff kriegen kann. Es spricht für mich z.B. wenig dagegen, die Geschichte des Prof. Nikolajew nochmal im Wartebereich abzuspielen. Es gibt zwar einen Monitor, aber dert läuft quasi stumm vor sich hin, vermutlich, weil der Raum dafür einfach zu groß ist. Aber in den Gängen mit besserer Akkustik wäre das doch vielleicht eine Option.

Ich saß zwar in der Gondel in der Mitte, aber ganz oben, und mich hat tatsächlich gestört, dass ich die ganze Zeit die Decke sehe, und zwar auch im ganz normalem Sichtfeld. Ich persönlich hatte das Gefühl, die Gondeln fuhren bei uns nicht ganz in den Raum, oder ist es normal, dass das Reinfahren erst ca. 5 Sekunden nach Beginn des Films passiert?

Gefühlt war es daher für mich eher ein Soft-Opening-Erlebnis, was ich aber jetzt auch nicht so tragisch finde. Es hätte ja auch komplett ausfallen können.

Während viele die hohe Schärfe des Films loben, empfanden ihn einige von uns (ich eingeschlossen) als extrem unscharf. Ich kann mir das derzeit nur so erklären, dass es noch Probleme in der Projektion gibt. Im Gegensatz zu EP Maniac fand ich die künstlichen Übergänge aber eigentlich sehr gut – und mir wäre es lieber gewesen, sie hätten das Konzept durchgezogen. Oder zumindest die harten Schnitte am Ende mit z.B. Wolken kaschiert. Das CGI-Problem teile ich, wobei ich damit ehrlich gesagt noch ganz gut leben kann. Das Problem mit den teilweise seeeehr kurzen Sequenzen (Matterhorn) sehe ich auch. Etwas schade finde ich zudem, dass einige Realaufnahmen (Europa-Park) durch Nachbearbeitung teilweise noch mehr nach CGI aussehen, als sie müssten.

Ebenfalls unangenehm: Der Vorhang bei uns sind weiße Planen. Warum? Schwarz wäre viel besser gewesen. Der Raum wirkt so eindeutig noch nicht fertig. Vielleicht kommt da noch was.

Durch diese Kinderkrankheiten, die mich beim ersten (und leider bislang einzigen) Flug dann doch immer wieder gestört haben, kann ich das Voletarium bislang noch nicht in meine Top 3 aufnehmen, wie EP Maniac, das könnte sich aber noch verbessern, sobald ich bei einem anderen Mal ein Flug-Erlebnis ohne Probleme erhalte. Das System selbst mag ich total, aber für die volle Packung Emotion muss es halt dann noch ganz rund poliert werden.

Sehr positiv übrigens: Der Einsatz von Wasser und Duft. Deutlich besser eingesetzt als in vielen 4D-Kinos. Auch gut: Die musikalische Untermalung von Anfang bis Ende. All das ist für mich bereits auf perfektem Niveau.

Ein Vergleich mit Disney hinkt trotzdem noch, finde ich. Thematisierungstechnisch schließt der EP so nach und nach auf, aber auf Medienbasis ist da noch ganz schön viel Distanz dazwischen – aber das wäre jetzt auch David gegen Goliath vergleichen. Voletarium ist sicherlich kein Flight of Passage und auch noch kein Soarin’, aber es ist endlich ein Flying Theatre in Deutschland, was dringend nötig war und ganz neue Möglichkeiten für die mediale Weiterentwicklung des Mack’schen Imperiums eröffnet. Insofern trotz Kinderkrankheiten von mir ein Daumen hoch! Bin gespannt, wie der Ride nach etwas Eingewöhnung wirkt.

Voletarium, die zweite

Eintrag vom: 31.05.2017 | von: Basti | in: Erlebniswelten

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Und weil’s so schön ist werfe ich gleich noch eine Voletarium-News hinterher: Für alle, die sich für die neue Attraktion interessieren, gibt es nun auch ein letztes Interview mit EP-Geschäftsführer Michael Mack zum neuen Flying Theater. Und zwar hier:

Teil 1
Teil 2
Teil 3

Und noch eine News gibt es: Das Voletarium, das heute bereits für Hotelgäste geöffnet hatte, ist ab Samstag auch für die Allgemeinheit zugänglich.

Voletarium läuft an

Eintrag vom: 30.05.2017 | von: Basti | in: Erlebniswelten

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Sieht so aus, dass das Voletarium-Team quasi im Soft-Opening-Modus ist…

(Quelle: Twitter / Patrick Marx)

ToT-Ride > Guardians -Ride

Eintrag vom: 29.05.2017 | von: Basti | in: Erlebniswelten, Privates

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A personal note: Disney rebranded Tower of Terror, my most favorite attraction they’ve ever build, into Guardians of the Galaxy.

And I’m rather shocked. This doesn’t work even close to the storyline of ToT!

The scenes are placed very uninspired and they can’t hide that it’s pretty much just still an hotel elevator you’re sitting in. There’s no suspense built up in the scenes, too, due to the rather relaxed nature of the storyline chosen and the disco music. It’s a very weird mixture of a former Thrill Ride in the shoes of an 80ies kid who’s watching a sequence from a Marvel movie.

Sorry, to me, that REALLY was destruction of a beloved ride and no upgrade (even with those rather cheap, little additional projection effects). And I LOVE Guardians!

This is in California. Pray that Paris does not get the money to do this, too!

DLP verschickt Goodies an Aktionäre

Eintrag vom: 28.04.2017 | von: Basti | in: Erlebniswelten

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Disneyland Paris scheint die Aktionäre auf den baldigen Buy-Out der Muttergesellschaft mit allerlei Goodies milde stimmen zu wollen. Vorgestern lag das hier in meinem Briefkasten:

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