Aktuelle Features:

A plea for dignityA plea for dignity With the open letter by Catherine Deneuve, another viewpoint has been put into the #metoo issue. This time against the movement. It has not taken long for the publicly shaming...

Weiterlesen

Verschwindet das Weltraumthema in der EuroSat-Kugel?Verschwindet das Weltraumthema in der EuroSat-Kugel? Der Europa-Park renoviert derzeit die Dunkelachterbahn EuroSat. Die Kugel erhält eine neue Fassade, die deutlich besser zum französischen Themenbereich passt. Gleichzeitig...

Weiterlesen

Besuch des verfallenen Olympiastadion-BahnhofsBesuch des verfallenen Olympiastadion-Bahnhofs Der Bahnhof Olympiastadion im Norden Münchens wurde im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele 1972 gebaut, um für die Besucherströme neben der Münchner U-Bahn mit ein zweites...

Weiterlesen

34C3: Warum das Laden eines Elektroautos unsicher ist34C3: Warum das Laden eines Elektroautos unsicher ist Der Vortrag von Mathias Dalheimer zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos war noch viel schlimmer als ich es befürchtet hatte. So langsam mache ich mir echt Sorgen...

Weiterlesen

Vom Tegernsee zum Schliersee - mit Rodel [Video]Vom Tegernsee zum Schliersee - mit Rodel [Video] Ich war mir nie ganz sicher, ob man die Überschreitung von Tegernsee zum Schliersee im Winter mit Rodel ohne Schneeschuhe halbwegs gut machen kann. Seit diesem Sonntag kann...

Weiterlesen

I Saw What I Did ThereI Saw What I Did There I love lectures when they are well written, perfectly presented and lyrically performed. And when they include a lesson by the story of life itself, I start to love them....

Weiterlesen

Gespräch mit Joel Mayer (Purgatory)Gespräch mit Joel Mayer (Purgatory) Im Horrorspiel Purgatory von Joel Mayer erwacht Alex allein in einem Autounfall auf einsamer Straße. Es bleibt ihr keine andere Wahl, als sich tief in den Wald vorzuarbeiten...

Weiterlesen

The Making of Tex MurphyThe Making of Tex Murphy In einem Live-Stream haben Big Finish Games sowie Mitglieder des Teams Chaotic Fusion weitere Details zum neuen Tex Murphy Spiel, The Poisoned Pawn, verraten. Bisher...

Weiterlesen

Zu Besuch bei AdventureRooms KölnZu Besuch bei AdventureRooms Köln Ich war mal wieder einen Escape Raum testen. Hier seht ihr meine Hackfresse samt Meinung. ;-) ~

Weiterlesen

Herbst-Abschlusstour auf den Kofel (1342m), featuring Magic Vlado ;)Herbst-Abschlusstour auf den Kofel (1342m), featuring... Herbst-Verabschiedungstour über den Kofel und Oberammergau nach Ettal und dann weiter bis Oberau. Eine schöne Runde durch bunten Mischwald und auf einen kleinen, aber feinen...

Weiterlesen

twitter blog.coaster.de Rss Facebook

Fix: EuroSat erhält CanCan-Thema

Eintrag vom: 13.01.2018 | von: Basti | in: Erlebniswelten

0

Hier hatte ich ja über die Änderung an der EuroSat spekuliert:

cancan

Mittlerweile hat sich meine pure Vermutung fast voll umfänglich bestätigt. Die Fahrt erhält ein CanCan-Thema und wird zusätzlich einen Nachtflug über Paris in den Fahrverlauf integrieren (Europa Park nennt das schelmisch #Nachterbahn). Die Änderung ist bei den Fans umstritten. Auch die Leichtbekleidung im Moulin Rouge spielt dabei eine Rolle. Im Europa-Park Radio kamen diese Woche die Macher hinter der Neugestaltung zu Wort und das Gespräch kann man in der Mediathek nachhören (das Audio-Level in Teil 1 stimmt scheinbar nicht ganz):

1. Teil | 2. Teil | 3. Teil

(Wen es interessiert: Auf Twitter hatte ich übrigens ein paar Kommentare dazu gepostet: [1] [2] [3] [4])

Verschwindet das Weltraumthema in der EuroSat-Kugel?

Eintrag vom: 27.12.2017 | von: Basti | in: Erlebniswelten

6

Der Europa-Park renoviert derzeit die Dunkelachterbahn EuroSat. Die Kugel erhält eine neue Fassade, die deutlich besser zum französischen Themenbereich passt. Gleichzeitig hat der Europa-Park die Marke „CanCan Coaster“ angemeldet und alle Welt spekuliert nun, ob damit auch das Weltraum-Thema in der Kugel der Vergangenheit angehört (das ist ein CanCan). Befeuert wurde diese Vermutung durch die Ankündigung, dass die Achterbahn eine eigene VR-Station erhale. Es blieb dabei die Frage: Bleibt das Weltraum-Thema und wird der CanCan-Coaster eine VR-Attraktion – oder ist es umgekehrt und kann man zukünftig nur noch mit VR-Brille in der EuroSat durch den Weltraum schweben?

Beim Fantreffen von EP-Fans kamen nun neue Details ans Licht. So wird die VR-Station ausserhalb der Kugel angebracht, und zwar in der Nähe der Silver Star. Die Ein- und Ausgänge dafür sind auch schon zu sehen. Der Eingang selbst soll dabei neutral bleiben und sich an die Silver Star angleichen.

Das ist zwar bei VR soweit nichts ungewöhnliches, schließlich will man sicherlich zukünftig auch andere Filme zeigen. Allerdings hätte das CanCan-Thema deutlich besser zur geplanten Fassade der Kugel gepasst, die sogar die Windmühle des Moulin Rouge zeigt…

cancan

… die Silver Star-Fassade wiederum passt deutlich besser ins ganze Thema Weltraum. Würde man die Weltraum-Fahrt also nun auf der Silver-Star-Seite der Kugel beginnnen, bedeutet dies, dass man zukünftig nur noch mit VR-Brille durch den Weltraum düsen könnte. Das ganze Thema CanCan wäre dann das analoge Thema und die Kugel würde auch innen komplett umgebaut werden. Das muss nichts schlechtes heißen. Wenn man sich an Baz Luhrmanns Film Moulin Rouge als Inspiration halten würde, wäre dies äußerst opulent. Der Eingang hierfür würde dann auf der Seite erfolgen, wo bisher die EuroSat startete, direkt neben der Moulin-Rouge-Mühle.

Was halte ich davon?

Nun, konzeptionell würde ich den CanCan-Coaster als „Real“-Ersatz tatsächlich mehr begrüßen als das Weltraum-Thema:

Mit ihm würde der EP endlich das Achterbahn-Thema zurück auf die europäische Idee bringen, denn Weltraum hat nie so wirklich zu Fankreich gepasst. CanCan eben schon. Für den normalen Besucher kann man die völlig neu gestaltete Attraktion auch besser als Wiederbesuchsgrund verkaufen. Zusätzlich ist CanCan sicher auch ein gutes Thema für die Night Beat Angles, die Dinner-Tanzshow des Europa-Parks mit bourlesquem Einschlag.

Das Weltraum-Thema wiederum passt thematisch besser zu VR. Der separate Eingang kann z.B. als „Beladen“ einer Rakete thematisiert werden. Die VR-Brille entspricht dann in der Preshow dem Aufziehen eines Astronautenhelmes. Das lässt sich hier ganz klar viel besser thematisieren als beim CanCan-Thema. Dass das wohl auf der Seite der (thematisch ebenfalls nicht ganz passenden) Silver Star statt findet, passt hier sogar gut dazu: Man „lagert“ wie die Silver Star das Thema von Frankreich weg, ggf. mit der Option es später einem anderen Land (Deutschland würde bei Mercedes ja ohnehin einfach besser passen) zuzuschlagen.

Für die Fans wird das offensichtlich kein adäquater Ersatz sein, aber für das Gros der Besucher vermutlich schon. Es ist dann einfach eine neue Attraktion und nicht nur eine Überarbeitung. Ich könnte mir zudem vorstellen, dass man die VR-Version als Vorschlag zur Güte kostenlos fahren kann, ggf. halt limitiert auf einmal pro Eintrittskarte via Fastpass-Automaten, die man ja schon beim Voletarium im Betrieb hat. So könnte der Fan-Shitstorm ein wenig minimiert werden, gleichzeitig wäre der Park aber im Gesamt-Designkonzept für die Zukunft definitiv runder aufgestellt als bisher. Und dass der Europa-Park versucht, frühere „Macken“ [ha!] (selbst wenn wir sie als Fans der ersten Stunde lieben), mittelfristig auf Designpark-Niveau zu heben (mehr Storytelling, stärkerer Fokus auf Crossmedia, Einführung von Branding, Entfernung thematisierungsfremder Bereich wie z.B. die Welt der Kinder…) steht ja außer Frage.

Dann kommt ja vermutlich noch die Überarbeitung der EuroMir. Im Gegensatz zu Frankreich passt das Weltraum-Thema hier aber perfekt zu Russland. Sowohl EuroMir als auch EuroSat haben einen Raketenstart und einen Trommellift. Insofern sind beide Bahnen thematisch eh irgendwie redundant. Unterschied ist eigentlich nur, dass EuroMir großteils im Freien fährt und sich eben dreht. Ich könnte mir vorstellen, dass die EuroMir bei einer Generalüberholung Aspekte der ehemaligen EuroSat übernimmt (z.B. einen Countdown vor Beginn der Abfahrt), man die erste Passage im Freien lässt (quasi Raketenstart auf der Erde simulieren) und dann die rasanten Endpassagen der Bahn, die ohnehin schon nur versteckt auf Bodenhöhe ablaufen, komplett einhaust und dort das Weltraum-Thema zurückbringt (quasi Eintritt in den Orbit, ggf. mit Verlängerungen um einen Darkride-Abschnitt). Bis zur Wiedereröffnung der EuroMir wäre der VR-Coaster bei EuroSat der Ersatz. Sobald die EuroMir genug Akzeptanz als „alleinige“ Weltraum-Achterbahn erhält, kann sich der EP Gedanken darüber machen, das Weltraumthema bei EuroSat ggf. komplett zu entfernen bzw. andere Filme zu spielen, daher auch erst mal der neutrale Eingang hier, um auch zukünftig gewappnet zu sein.

Alles „Spekulatius“, aber für mich würde das als langfristiges Konzept tatsächlich mehr Sinn ergeben, als das Beibehalten von zwei Weltraumthemen bei zwei sehr ähnlichen Achterbahnen. Man mag das als Fan nicht mögen (auch ich liebe die EuroSat und bin SciFi-Fan, aber das waren eben auch die End-80er und 90er), aber wenn ich das so durchspinne, fände ich dieses Konzept so viel schlüssiger und bin mir auch relativ sicher: Auch irgendwie zukunftsträchtiger und runder.

Es bleibt spannend.

Alpin Coaster für Ruhpolding

Eintrag vom: 28.10.2017 | von: Basti | in: Erlebniswelten

0

In Ruhpolding wird ein neuer Alpin Coaster gebaut. Das lässt die Chiemgau Zeitung und eine erste Webseite vermuten. Freu mich drauf. Hier ein Beispiel für einen Alpin Coaster

#EAS17 – erste Gedanken

Eintrag vom: 27.09.2017 | von: Basti | in: Erlebniswelten

0

Irgendwie fand ich die diesjährige Euro Attractions Show in Berlin nicht so toll wie meine letzte in Götheborg. Lauter, voller, anstrengender. Vielleicht liegts auch nur an der „Relaxtheit“ der Schweden, die angesteckt hat, aber irgendwie war die in Berlin ziemlich getrieben.

Eigentlich wollte ich dieses Jahr für coaster.de ein Feature über immersives Storytelling in der Attraktionswelt entwickeln und dafür einige Audiointerviews führen. Das ist mir tasächlich nicht gelungen. Vor zwei Jahren gab es da noch spannende Gespräche, diesmal wollten die wenigen Vertreter sich nicht mal von mir interviewen lassen. Am Ende blieben nur ein paar Audioschnippsel von Escape Room Anbietern und das (zum Teil sehr gute) Konferenzangebot von TEA, ein eigener kleiner Verband der Amusementbranche, der sich dem Thema Storytelling, Architecture, Technology und Entertainment (SATE) verschrieben hat und einige spanennde Figuren (primär aus dem angelsächsischen Raum) vereint.

Markttreiber sind das aber in Berlin natürlich keine gewesen. Auch das Interesse war nicht so groß. Es scheint weiterhin ausschließlich der oberflächliche, kurze Thrill, viel „Bling Bling“ und natürlich viel Maschinenbau im Mittelpunkt zu stehen.

Das gehört natürlich alles auch zur Attraktionsbranche, allein schon historisch. Das Thema Immersion schreiben dabei zwar noch viele mit drauf, aber ein Thema ist es effektiv nicht mehr. Selbst der Big Player Europa-Park, der hier grad noch am meisten in Europa macht, versteht darunter derzeit primär eine crossmediale Brand Extension, um zu den großen Medienkonzernen aufzuschließen.

Schauen wir mal wie die Messe 2018 in Amsterdam ausschaut, aber mein Gefühl sagt mir, dass sich die Immersive-Branche, vom Immersive Theatre bis zum Live-Game, vermutlich wirklich eine eigene Plattform suchen muss, um -böse gesagt- nicht vom Schaustellergewerbe auf dem Exhibit Floor überbrüllt zu werden. Denn wer ein wenig gesucht hat, hat gemerkt: Die kreativen Storywelt-Ideen waren schon auch da, nur eben vor der schieren Größe der Achterbahnhersteller, VR-Hipsterbetreiber oder Simulatorenbetreiber verängstigt in den Ecken versteckt. 😉 Aber: Spaß gemacht hat es mir trotzdem und ich schau ganz gewiss wieder vorbei. 😉 Und ein paar Fotos und Eindrücke werde ich natürlich auch noch posten.

Coming up: EAS 2017

Eintrag vom: 21.09.2017 | von: Basti | in: Erlebniswelten

0

Freue mich schon sehr auf die EAS 2017 in Berlin. Das wird bestimmt großartig. Schaut noch jemand vorbei? Auch für meine Games- und VR-Kollegen in meinen Augen eine ganz wichtige Messe mit vielen neuen Businessmöglichkeiten, die von der Gamesbranche noch völlig übersehen wird…

Hostel kommt in den Movie Park

Eintrag vom: 15.09.2017 | von: Basti | in: Erlebniswelten

0

Hui, bei unserem Movie-Park besucht haben wir den Einlass in The Walking Dead knapp verpasst (jedes Mal wenn ich dran denken und weinen muss schuldet mir Hans 5 €!) aber jetzt hat sich der Park gleich ne weitere Lizenz gesichert: Hostel.

Eieiei.

Passend dazu freue ich mich auf diese DVD-Dokumentation (danke an G. für den Tipp):

Visite im Märchenpark Marquartstein

Eintrag vom: 05.08.2017 | von: Basti | in: Erlebniswelten, Fotos

0

Im Märchenpark in Marquartstein war ich seit der 6. Klasse nicht mehr. Es ist immer noch ein sehr kleiner Park und nahezu jede Tätigkeit -von der Monorail bis zum Sommerrodel- ist quasi stromlos und geht nur mit Eigeninitiative. Insgesamt sehr sauber gepflegt und entspannt. Außerdem gibt es eine übergroße Murmelbahn. Und die lieb ich noch heute!

P1250316.JPG P1250329.JPG P1250389.JPG P1250368.JPG P1250375.JPG P1250354.JPG

Fantasiana – Kurzreview

Eintrag vom: 30.07.2017 | von: Basti | in: Artikel, Erlebniswelten

0

Das letzte Mal war ich vor über 10 Jahren im Erlebnispark Straßwalchen, auch bekannt als „Fantasiana„. Jetzt war ich wieder dort um die für mich neuen Attraktionen Mami Wata, KnightsRide Tower und Schloss Dracula auszuprobieren. Der Park hat eine sehr kleine Fläche, ist aber gestalterisch für die Größe echt top.

IMG_20170729_121523.jpg IMG_20170729_170516.jpg IMG_20170729_135805.jpg

Mami Wata ist ohne Zweifel die nasseste Wildwasserbahn, die ich kenne, wobei die Nassmenge aber total von der beförderten Menge abhängt. Mit zwei oder einer Person passiert fast gar nichts. Sobald man zusätzlich auch vorne Gewicht hat, gibt es eine ordentliche Dusche. Ebenfalls schön: Auf dem Weg, den man im ersten Foto sieht, gibt es schöne, unerwartete Wellen ins Schuhwerk, die von unten kommen: Der Weg ist so nah an der Rinne, dass eine vor sich her getriebene Welle eines Bootes unbemerkt über die gesamte Fläche schwappt, selbst wenn man denkt, gerade wäre alles trocken.

Sehr schön thematisiert -und das vom Eingangsbereich über die Lampen bis hin zur Farbgebung- und wie für Fantasiana üblich mit vielen Animatornics verfeinert. Der Soundtrack kommt von IMAScore. Technisch gibts Drehteller, Rückwärtsschuss und Vertikalaufzug. Hersteller ist Hafema. Sicherlich noch kein riesiges Chiapas, aber trotzdem einer der schönsten Log Flumes im deutschsprachigen Raum.

IMG_20170729_180500.jpg IMG_20170729_181055.jpg IMG_20170729_122159.jpg

KnightsRide Tower ist ein 20m hoher FreeFall Turm von abc rides, der komplett in einen Turm gekleidet wurde. Es gibt nur einen einzigen, langen Fall. Der Wartebereich ist mit einem Drachen-Animatronic, der stark an das Disneyland Paris erinnert, gestaltet und wirklich schön. Die Fahrt selbst arbeitet ähnlich wie Tower of Terror mit Stockwerken, welche die Geschichte vorantreiben. Genau die erschließt sich einem beim Fahren allerdings nicht. Gestalterisch auch auf einem sehr hohen Level, dass mindestens im Midrange-Bereich der Themenparks liegt. Die Mischung auf Projektionen und haptischer Gestaltung während der Fahrt funktioniert ziemlich gut. Der Fall ist erfreulich intensiv.

Zu Schloss Dracula hab ich kein Foto mitgebracht, im dritten Bild versteckt es sich links hinter dem Bäumen neben dem Saloon. Es handelt sich um ein Maze mit Live-Erschreckern. Die Gestaltung ist auch hier auf oberstem Niveau. Die Animatronics sind für einen kleinen Park mehr als ordentlich und schlagen immerhin einiges aus dem Geisterschloss vom Europa Park. Das Maze dauert ziemlich lang, ich hab dafür rund 25 Minuten benötigt. Die einzelnen Räume sind sehr talky und erinnern so ein wenig an das Prinzip der Dungeons aus dem Hause Merlin. Das, was mal wieder nicht funktioniert, ist die Verknüpfung der Live-Erschrecker mit der Geschichte. Es hat sich mir zumindest nicht erschlossen, was die damit zu tun haben sollen. Insofern stellt sich hier leider nicht die Immersion oder Gruselfaktor ein, das es haben könnte. Animatronic-gestalterisch mit Sicherheit eines der Highlights.

IMG_20170729_152303.jpg IMG_20170729_141025.jpg IMG_20170729_143952.jpg

Insgesamt ist die Entwicklung super. Ich kennen keinen vergleichbaren Park der Größe, der sich so viel Mühe in der Thematisierung gibt. Im Prinzip ist eigentlich nur die Achterbahn (ein immer noch exterm intensiver Ride von PAX) und die Schiffsschaukel nicht thematisiert. Mit Sindbad hat der Park auch einen sehr langen Darkride, der ebenfalls überrascht und das Dreh-Ridesystem von etf gut einsetzt.

IMG_20170729_145253.jpg IMG_20170729_175824.jpg IMG_20170729_175757.jpg

Ein paar der älteren Sachen sind nicht mehr ganz so gut in Schuss. Aber man bemüht sich zumindest, dass alles verfügbar ist und funktioniert. Auch wenn die Mitarbeiter dann mal die Glühbirn-Packung in der Szenerie vergessen (Bild 3). Bin gespannt, wo die Reise da noch hingeht. Für Familien mit Kindern oder Theming-Begeisterte ist der kleine Park nördlich von Salzburg jedenfalls defintiv weiterhin einen Besuch wert.

Keine Liebe für Disneyland Paris auf der D23-Expo

Eintrag vom: 21.07.2017 | von: Basti | in: Artikel, Erlebniswelten

0

IMG_2645.JPGAuf der diesjährigen Expo von Disney regnet es wieder mal Attraktions-Ankündigungen ohne Ende für Walt Disney World und das Disneyland: Tron-Coaster, Ratatouille, mehr Guardians of the Galaxy, großer Mickey-Ride, neues Gondelsystem, Star War’s Galaxy Edge mit zwei riesigen Star-Wars-Attraktionen, neues Star Wars Hotel inkl. Storyline., neues Toy Story Land…

Die Ankündigungen für Disneyland Paris: Eine Iron-Man-Ausstellung im Hotel New York mit dem Namen „The Art of Marvel“!

Das stimmt durchaus ein wenig nachdenklich, denn erst im Frühjahr hat die Walt Disney Company den defizitären Betrieb in Paris übernommen – und damit wartete die Fangemeinde eigentlich auf das dringend notwendige Signal für einen Kurswechsel hin zu einem erfolgreichen Resort, das sich weiter entwickelt. Seit Jahren tritt Disneyland Paris auf der Stelle. Der Europa-Park holt immer mehr auf, hat bereits das 2nd Gate, den Walt Disney Studios Park in Paris, eingeholt. Die Besuchszahlen im „DLP“ sind zweistellig rückläufig.

Oder anders gesagt: Ich erwarte ja keine große Attraktionsankündigung, aber zumindest ein öffentliches Bekenntnis zum Park, den man immerhin gerade einen Monat zuvor adoptiert hat. Und wenn man gesagt hätte: „Wir haben einen großen Masterplan, der in den nächsten 10 Jahren das ganze Resort zu einer Spitzendestination macht“ hätte es mir persönlich schon gereicht. Statt dessen macht man das gleiche wie immer: Man kündigt großspurig eine „Neuheit“ direkt parallel zu den (wirklich großen) Neuheiten der amerikanischen Parks an und stellt als Kunde danach gleich fest, dass es wieder nur eine aufgeblasene Umgestaltung ist – von denen in Paris bislang viele mehr als kontraproduktiv waren:

Aus dem geliebten Space Mountain wurde das fade Mission 2, daraus jetzt das unpassend thematisierte Hyperspace Mountain. Das ebenso beliebte Blue Lagoon-Restaurant wurde in ein Restaurant rund um Captain Jack umthematisiert – mit Hilfe von Piraten-Flaggen im Gesamtwert von vermutlich 10 Euro. Und auch die Renovierung von Big Thunder Mountain im letzten Jahr, als fast der ganze Park eine einzige Baustelle war, hat nicht gefruchtet: Bald schließt die Achterbahn erneut, weil die Renovierung die Probleme nicht behoben sondern verschlimmbessert hat. „The Art of Marvel“ reiht sich nahtlos in dieses „same old same old“ ein, nämlich alte Kammellen als Neuheiten verkaufen.

Es ist eine Mogelpackung, die ich früher eher dem finanziellen Engpass in die Schuhe geschoben habe. Tatsächlich spielt jetzt die Mutter genau das gleiche Spiel. Wie soll ich dann als Kunde, Liebhaber und Ex-Aktionär Vertrauen haben, dass es nun endlich aufwärts gehen soll, wenn sich scheinbar -trotz Buy-Out- nichts ändert? Es kann doch nicht sein, dass man als neue Mutter absolut nichts anderes zum DLP zu sagen hat, als das.

Gut möglich, dass die Mutter trotzdem großes mit dem immer noch total unterentwickelten Areal vor hat. Vielleicht gibt es da schon große Pläne, von denen wir nur noch nichts wissen (vom CAPEX-Plan mal abgesehen, der sieht ja erst in 7-8 Jahren überhaupt eine neue Headliner-Attraktion vor!). Mir persönlich reicht das nicht. Ein Bekenntnis muss her.

Denn wenn drei Kinder an Weihnachten beschenkt werden, zwei eine tolle Spielekonsole kriegen, die Eltern sagen „Ich liebe dich!“ und dann das dritte nur kommentarlos einen Lutscher kriegt und veilleicht der Onkel dann flüstert „Aber dein Papa wird dir in 5 bis 10 Jahren auch eine Spielekonsole schenken und dich dann auch lieben“ dann kann man dem Onkel wenn man will zwar glauben und sich damit trösten, aber immer noch sagen, dass es eine Scheißaktion war, die das dritte Kind vor allen anderen blos stellt. Genau das passiert mit Paris auch dieses Jahr wieder auf der Disney-Expo.

In einem Forum hat man dann gesagt: Es geht eben am Ende ums Geld und nicht um Gleichberechtigung und Nächstenliebe. Ich seh das ja anders.

Denn wenn du dein Kind liebst und es ihm das wissen lässt, dann ist das auch ein Invest. Ein Kind, dass sich geliebt fühlt, ist erfolgreicher im Leben, weil es weiß, dass es etwas wert ist. Kinder, die nicht geliebt werden, stellen sich selbst in Zweifel und haben es generell schwerer.

Klar geht’s ums Geld. Aber Disney hat auch selbst mal ganz hart gelernt, was es bedeutet, wenn man seine „Kinder“ nicht „liebt“ und glaubt, es geht auch ohne dieses „Invest“:

Warum sind die Walt Disney Studios in Paris kein vollwertiger Park? Weil man an den Standort durch die vielen Rückschläge nicht mehr geglaubt und nicht investiert hat. Man hat ihn nicht „geliebt“. Man „musste“ ihn bauen. Heute leidet der ganze Park darunter. Bei „WDS“ muss man ja im Prinzip jetzt den ganzen Park umbauen, damit der wieder auf dem Level mitschwimmt, den Disney eigentlich von seinen Kindern erwartet. Dieses fehlende Invest rächt sich jetzt. Das Kind ist nicht erfolgreich. Bei Disney’s California Adventure gab es jahrelang ein ähnliches Problem und selbst Animal Kingdom hat unter dieser reinen Businessdenke gelitten (denn wer hätte gedacht, dass Disney irgendwann einfach eine Kirmes à la Primeval Whirl bauen würde? Haben sie gemacht. Weil sie echt mal dachten: Geht doch auch ohne Thematisierung!).

Es geht eben nicht nur ums Geld. Die Produkte, die Disney verkauft, sind hoch emotional. Als jemand, der selbst in der Branche arbeitet, kann ich sagen, dass man zumindest deutlich weniger Erfolg hat, wenn man seine Babys eben nicht liebt und versucht, sie zur Blüte zu bringen. Man kann Attraktionen, Filme, Musik, Spiele & Co nicht rein nach betriebswirschaftlichen Ergebnissen betreiben. Du brauchst schon auch kreative Menschen, die das lieben, was du machst – und in deren Produkte musst du investieren, nicht nur in dein Controlling, sonst wird es halbgar.

Als das Problem in den USA akut wurde hat Disney übrigens etwas Cleveres gemacht, nämlich Lasseter mit an Bord von Walt Disney Imagineering geholt, der genau diese Krätsche aus Liebhaberei (war ja lange Castmember und kennt die Parks aus dem efef) und Business (Apple, Pixar) mitbringt und das ganz genau verstanden hat. Er hat damals auf der Expo gesagt: „Wir hören euch. Wir wissen, es ist nicht gut, was wir getan haben. Ich werde es beheben. Wir hören den Fans zu.“

Lasseter war der Ansicht, es müssen erst mal neue Headliner her, bevor man die Parks repariert. Er hat dann zunächst angefangen, das Problem bei California Adventure zu beheben, in dem er für viel Geld das Cars Land entwickelte, Animal Kingdom bekam das Greenlight für Avatar Land (auch teuer), die Walt Disney Animation Studios wurden neu aufgestellt (Ergebnis: Wreck-it-Ralph und Zootopia, ein Level das vorher nur Pixar erreicht hatte) und mich würde es nicht wundern, wenn Lasseter sogar Ratatouille kräftig mit gepusht hätte (er war ja beim Scouting im „WDS“ zu sehen) – die einzige sinnvolle Entscheidung für das „DLP“ über Jahre, wenn man mich fragt.

Die Investitionen waren enorm. Allein Cars Land kostete über 1 Milliarde Dollar. Es war unklar, ob es das „DCA“ aus der Krise helfen würde. Aber -und das verstanden die Businessträger bei den Fehlentscheidungen und Budgetkürzungen damals nicht- Menschen erkennen die Liebe, die in diesen Medienprodukten stecken, und honorieren es. Effektiv hat sich das Invest für Disney voll ausgezahlt. Und seitdem fährt Disney mit seinen großen Parks genau diese Schiene. Für „DCA“ hat Lasseter dann dieses Jahr den Umbau des Piers zum Pixar-Theming angekündigt (was sozusagen die zweite Phase nach den Headlinern darstellt und so langsam die problematische Idee eines „billigen“ Pier-Parks behebt).

Was sagt uns das über das Disneyland Paris?

Dort ist nie etwas vergleichbares passiert (Ratatouille mal ausgenommen – das war aber auch ein vergleichsweise kleiner Maßstab – zudem bald nicht mal mehr exklusiv). Lange konnte man es auf die schlechte finanzielle Lage der SCA, des Betreibers, schieben. Das ist jetzt seit dem Buy-Out so nicht mehr wirklich möglich. Man muss die Frage stellen, warum diese Investitionen ins „DLP“ auch jetzt weiterhin nicht angekündigt wurden, obwohl die D23-Expo ein idealer Platz dafür gewesen wäre.

Entweder kommt da später nochmal was, und Disney beweist, dass sie das DLP doch „lieben“ und für ein Investment bereit sind (das ist meine Hoffnung).

Oder es geht am Ende wirklich nur ums Geld und „DLP“ wird rein nach defensiven Controlling-Mechanismen geführt. Die Entscheidungen treffen dort dann Businessleute, die sagen: „Läuft halt nicht. Da macht ein riskanter Invest keinen Sinn.“ Man fährt den Park immer nur so weit, wie man unbedingt muss, um zumindest beim DLP nicht den Spitzenplatz zu verlieren (weil das blöd aussieht, ein paar Jahre hat man ja noch). Das wäre genau der gleiche Fall wie damals bei „DCA“. Für das WDS käme dann im besten Fall noch ein Umbau zu Pixar und Marvel in Frage, aber das Lasseter-Prinzip mit „Headliner first“, damit die Besucher wieder Vertrauen gewinnen, würde nicht zum tragen kommen. Wir würden vielleicht das neue „Mission Breakout“ bekommen und dafür den Tower of Terror verlieren – effektiv also keine neuen Attraktionen erhalten, sondern eben nur andere – genau das, was jetzt auch schon seit Jahren passiert. Und das aus dem einfachen Grund: Weil es gerade noch so reicht. Und weil DLP und gerade auch WDS dann auch weiterhin nicht aus dem Startloch kommt, würde es damit auch so bleiben.

Anders gesagt: Bereits heute liegt „WDS“ hinter dem Europa-Park. Es ist der am schlechtesten laufende Disney-Park. „Warum sollten wir in sowas noch investieren? Warum sollte es das WDS genau so gut haben wie sein Cousins in Orlando, wo er sich doch so schlecht entwickelt? Warum sollte er gleichberechtigt sein?“ So kann das aber nicht funktionieren. Lasseter hat das erkannt. Er weiß, dass die Menschen nicht blöd sind – Keine Investition, keine „Liebe“ ist Stillstand. Zumindest bei den Produkten, die Disney primär macht – nämlich emotionale Marken.

Ich fürchte seit dieser Expo tatsächlich ein wenig mehr, dass das DLP von Disney als einziger Park ganz bewusst auf der reinen Controlling-Ebene gefahren wird, wo ein paar Leute nur mit Zahlen hantieren und dann versuchen, auf diesem Level den Betrieb zu organisieren, weil man einfach nicht an den Standort glaubt, nicht an seine Mitarbeiter glaubt oder einfach an keinen größeren Erfolg glaubt, der eine richtige Investition rechtfertig. Wenn das so ist, dann wäre das desaströs. So funktioniert dieses Business einfach nicht und es wäre eine klare Spirale abwärts.

Nein, ich glaube nicht an das „Money First“. Es müssen Visionen, Ideen und Investments her. Anders wäre das original Disneyland, anders wäre die ganze Disney Company nie entstanden. Ich bin gespannt, was da jetzt in den nächsten 2-3 Jahren passiert.

Tickernews aus dem Disneyland

Eintrag vom: 15.07.2017 | von: Basti | in: Erlebniswelten

0

Disneyland Paris hat einen neuen Barbossa-Animatronic, während für Anaheim und Florida einfach mal gleich ein riesiges Star-Wars-Land gebaut wird. So sind die Prioritäten halt. 😉

(Persönliche Meinung: Eigentlich weiß Disney, dass man um zu überzeugen nicht kleckern sondern klotzen muss – und tut das in anderen Parks ja auch. In Paris hab ich das das letzte Mal bei der Einführung von Disney Dreams so empfunden (Ratatouille war natürlich auch ein Meilenstein, aber wenn man bedenkt, wie weit die anderen Parks da schon waren, halt einfach auch wirklich notwendig und für mich kein Overperforming wie bei Dreams). Von daher kann ich den Umbau in Pirates auch nicht verstehen. Er bringt marketingtechnisch gar nichts. Meine Erklärung ist immer noch, dass TWDC einfach ganz generell erst mal zumindest ansatzweise auf den Erzähl-Stand der anderen Parks kommen möchte (gemeinsam mit den Renovierungen der letzten 2 Jahre), bevor ein neuer Rollout beginnt. Aber die Prioritäten find ich merkwürdig, ich würd’s eher umgekehrt machen (dann die Attraktionen um diese Kleinigkeiten polieren, wenn eine so lange Schließung und das Geld kein so großes Problem mehr darstellt). Mal schauen, ob die D23 uns was spannenderes über die Zukunft verrät als die (für mich bislang eher enttäuschenden) Pseudo-Umbauten. Bleibe gespannt!)