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Wenn Forscher betrügen

Eintrag vom: 16.02.2018 | von: Basti | in: Bildung

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Einen ganz interessanten Beitrag über Wissenschaftsfälschung vom Deutschlandfunk gibt es hier:

Wann wird progressives Vorgehen zur Ideologie? (2 Audio-Debatten)

Eintrag vom: 02.02.2018 | von: Basti | in: Artikel, Bildung

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Ich hatte hier vor einiger Zeit ein Interview mit Professor Jordan Peterson von der Universität Toronto vorgestellt (Zum Artikel). Eigentlich hatte ich da tatsächlich eine kleine Debatte erwartet, die aber ausblieb.

Jordan Peterson ist nämlich keine unumstrittene Person. Viele seiner Statements werden vom rechten Umfeld genutzt. Das alternativ-rechte Mediennetzwerk Rebel Media hat ihn nach dem Entzug von Drittmitteln mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne unterstützt und immerhin fast $200.000 in die Kassen gespült. Peterson hatte dabei in letzter Zeit vor allen Dingen Anhänger der LGBTQ-Community und Frauenrechtler gegen sich aufgebracht, da er der Meinung ist, Ideologen würden sich mit dem Anschein progressiver Denke schmücken, dabei ohne demokratische Legitimation im Namen von ganzen Gruppen reden und Gesetzesänderungen fordern und unter dem Deckmantel der Political Correctness einen neo-marxistischen Totalitarismus einführen, der jede andere Denke unter Strafe stellt.

Jetzt ist die Frage: Darf so ein Professor Teil der akademischen Ausbildung sein?

„Nein, darf er nicht“, sagten Professoren und die Gleichstellungs- und Gewaltpräventationsbeauftragten (die sog. „Gendered Violence Task Force„) der Wilfrid Laurier University in Ontario. Dort hatte Lindsay Shepherd, eine studentische Hilfskraft, im Rahmen einer Diskussionrunde zum Thema Sprache einen Clip von Jordan Peterson des TV Sender TV Ontario gezeigt. Darin ging es darum, ob die LGBTQ-Community das gesetzliche Recht auf eigene Pronomen hätte oder nicht. Als Reaktion wurde sie zu ihren Vorgesetzten und den entsprechenden Beauftragten gerufen, ermahnt und ab sofort unter Aufsicht gestellt.

Der Vorwurf: Das Vorführen von Jordan Peterson trage zu einem vergiftetem Klima bei, das man nicht fördern dürfe, da es ein Lernklima der Angst hervorrufe. Einen Peterson-Clip unkommentiert zu spielen sei wie eine Rede von Hitler unkommentiert an Studenten weiterzugeben. Die Vorführung eines solchen Videos sei damit als transphobe Handlung und Gewalttat gegen Transsexuelle einzustufen. Die Hilfskraft wehrte sich mit dem Argument, dass dies in Wahrheit Diskriminierung gegen sie sei, da die Universität ihr die Redefreiheit innerhalb des wissenschaftlichen Diskurses auf Grund von politischen Ansichten untersage und letztlich so innerhalb der Klassen keine eigene Meinungsbildung mehr möglich sei. Kurzum: Es gäbe einen political bias innerhalb der wissenschaftlichen Lehre, der einer Gedanken-Ideologie gleichkomme.

Das ganze erinnert mich ein wenig an den Fall James Damore, der mit ähnlichen Argumenten gerade gegen Google klagt, und den ich auch schon hier erwähnt hatte.

(Internet-Meme)

Die Laurier-Universität hat sich mittlerweile bei Shepherd entschuldigt und sieht nach Protesten in der Presse nun doch keine Verstöße mehr. Wenn das so ist, stellt sich aber natürlich die Frage: Hat sie (und damit auch Jordan Peterson) Recht? Wird die Wissenschaft, die erst durch Meinungs- und Redefreiheit Wissen schaffen kann, zunehmend durch Ideologien zersetzt? Werden Studenten durch Repressionen zu einer Scheere im Kopf erzogen, damit sie bestimmte, kontroverse Meinungen nicht mehr äußern und sich damit mittelfristig eine progressive (politisch korrekte) Agenda durchsetzt? Und führt dies letztlich genau dazu, dass wir die eigentlichen, politischen Tendenzen nicht mehr erkennen, weil sie nicht ausgesprochen werden dürfen (Trump, Brexit, AFD, Le Pen usw…)?

Anders gesagt: Wird der (politische) wissenschaftliche Diskurs sukzessive durch Verängstigung und Repression unterdrückt – und zwar genau mit den Argumenten, welche die Diskriminierungsgegner, Gleichstellungskämpfer und Fraunrechtler als ihr Recht vortragen und ist damit das progressive Vorgehen eigentlich nur noch reine Ideologie? Oder gilt es genau anders herum, und die Konservativen, Rechten oder schlicht Andersdenkenden instrumentalisieren sich in einer Opferrolle?

Die Wahrheit dürfte wie immer irgendwo dazwischen liegen.

Die Sache beschäftigt mich jedenfalls schon länger und ich wollte jetzt mal im Lindsay Shepherd-Fall beide Sichtweisen kennen lernen. Man muss dazu sagen: Auf Seiten der Peterson-Gegner findet man da erschreckend wenig. Die einzigen, welche sich konkret zum Fall und ihren Beweggründen äußern, sind die Professoren und Beauftragte der „Gendered Violence Task Force“, die Shepherd ermahnten. Von diesem Gespräch gibt es eine (Teil-)Aufzeichung in der sie ihre Argumente vortragen.

Ein paar Tage später hat auch die andere Seite, nämlich Peterson von der Universität Toronto, seine Ansichten vorgestellt. Er diskutiert dabei mit Dr. David Haskell und Dr. William McNally von der Laurier-Universität über den Vorfall dort. Der Vergleich ist vielleicht nicht ganz fair, weil in diesem Video keine Gegenstimme teilnimmt, andererseits hat es Lindsay Shepherd in dem anderen Ton-Dokument auch relativ schwer, überhaupt ihre Argumente zu präsentieren.

Ich empfehle, sich mal beide Positionen anzuhören. Persönlich finde ich das ungemein spannend. Die Ton-Dokumente gibt es auf Youtube, aber ich baue sie hier mal ganz bewusst nur in Audio-Form ein, um sich ganz auf das Gespräch und nicht auf die Gesichter zu konzentrieren. Mich würde dabei durchaus auch aktuelle Meinungen und/oder Erlebnisse aus dem Wissenschaftsfeld interessieren. Wenn ihr also noch an der Uni tätig seid/studiert und dazu Erfahrungen habt: Nur her damit! 🙂

(Zum Anhören einfach links und rechts auf die Player klicken, wenn ihr über mobile kommt dann funktionieren vermutlich nur die direkten Download-Links auf der linken und rechten Seite).

Argumente der Peterson-Gegner an der Laurier Universität Verteidigung der Peterson-Befürworter (an der Toronto-Uni)

Tondokument herunterladen (m4a)

Tondokument herunterladen (m4a)

„Warum ich Nazi wurde“

Eintrag vom: 30.01.2018 | von: Basti | in: Bildung, Gesellschaft, Medien

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Interessante Veröffentlichung, aus der man -gerade in der heutigen Zeit- viel lernen kann. Die Sendung panorama hat ein paar exemplarische Schriftstücke in diesem Video vorgetragen:

(Klicken für panorama-Beitrag)

Ein gutes Interview mit dem Kopf hinter dem Verlag findet ihr übrigens hier.

34C3: Methodisch inkorrekt!

Eintrag vom: 31.12.2017 | von: Basti | in: Bildung

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Bei Methodisch inkorrekt, der Sience-Show des Chaos Communication Congress, bei der die Messebetreiber immer nur hoffen, dass am Ende die Halle noch steht, wurde diesmal vergleichsweise viel geredet und nicht sooo viel experimentiert. Dafür hat die Show echt witzige Einspieler und den besten Anfang und das beste Ende überhaupt und das sollte ihr euch nicht entgehen lassen…


(Katze klicken zum Starten)

(For all international readers: There are English translations available for all 34C3 talks in the audio sections. Not always perfect, but still a way to understand the German talks like this one…) 😉

#Reichspark #ISIS #Kurdistan

Eintrag vom: 03.12.2017 | von: Basti | in: Bildung, Internet & Co

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Alles Hashtags die gut zu diesem spektakulär lehrreichen Podcast passen. Enno Lenze erzählt darin nicht nur, warum, wie und mit welchen Erkenntnissen er in Berlin das „Hitler Disneyland gebaut hat, sondern berichtet darin auch über seine Erfahrungen und Erlebnisse aus Kurdistan, die sich jeder in der deutschen Flüchtlingsdebatte mal hinter die Ohren schreiben könnte. Sehr lohenswerte 4 Stunden…

I Saw What I Did There

Eintrag vom: 19.11.2017 | von: Basti | in: Bildung

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I love lectures when they are well written, perfectly presented and lyrically performed. And when they include a lesson by the story of life itself, I start to love them. So, this one by Brian Moriarty (Loom, Wishbringer, Trinity) was easily my most favorite talk of AdventureX, yet. It hit me by surprise, made me think and left a heartwarming testament of the greatness of creativity in games. I’m happy we were able to film it:

Even more, I got my copy of Loadstar signed by Prof. Moriarty as well! <3 😉

„Die ganze dt. Automobilbranche glaubt, das Internet komme ins Auto. Das Auto kommt aber ins Internet!“

Eintrag vom: 25.07.2017 | von: Basti | in: Bildung

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Einen schönen, interessanten und relevanten, wenn auch durchaus recht subjektiven und ein wenig an Distanz vermissenden Vortrag über das Thema Zukunft von Mobilität und der deutschen Automobilbranche gibts bei DLF Nova:

(… Soziologe und Mobilitätsforscher) Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin (…) berichtet in seinem Vortrag von einer vierköpfigen Familie in Berlin, die immer ohne Auto ausgekommen ist. Als ihr dann eins geschenkt worden sei, habe sich nahezu das komplette Denken und Leben der Familie nur noch ums Auto gedreht. Mittlerweile besitzen die Vier drei Autos und sind laut Knie typisch für uns alle: Wenn wir das Auto wegdenken aus unserem Leben, würden vielen von uns Alternativen einfallen, anders leben zu können. Eingeräumt: Noch funktioniert das nicht, weil die Planung unserer Städte und ländlichen Gegenden eine gedankliche Neuausrichtung nicht gerade leicht macht.

Den ganzen Vortrag hört man hier.

Berufsethos allein genügt nicht

Eintrag vom: 18.07.2017 | von: Basti | in: Bildung, Medien

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Im Hörsaal-Podcast von Deutschlandfunk Nova sind ein paar Vorlesungen zum Thema „journalistischer Berufsethos“ aufgetaucht. Ganz interessant fand ich die Vorträge von Kerstin Liesem (Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft, Köln) und Roland Bornemann (Bayerische Landeszentrale für neue Medien, München), die zwar nicht direkt wissenschaftlich sondern bestenfalls essayistisch sind, aber ein paar relevante Punkte aufgreifen – zumindest für Personen, die sich in diesem Umfeld bewegen. Wer will, kann ja mal reinhören.

Hier der Hörlink.

Der Autor und der Anwalt

Eintrag vom: 10.06.2017 | von: Basti | in: Bildung

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Im dritten Video, das Adventure-Treff.de von den GermanDevDays mitgebracht hat, sprechen ein Autor (Falko Löffler) und ein Anwalt (Kai Bodensiek) über die Lizenzvergabe für Computerspiele und andere Medien jeweils aus ihrer Sicht. Laut Programmbeschreibung geht es dabei „um Träume, Fantasien, Knallharte Zahlen und neue Auswertungsformen“. Viel Spaß!

Jeden Tag ne neue Brause: Yuzu & Honey

Eintrag vom: 08.05.2017 | von: Basti | in: Bildung

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Ein interessantes Fruchtsaftgetränk aus Japan mit Strohhalm. Schmeckt so ein bisschen wie ein sehr süßer Zitronensaft, hat allerdings einen angenehmen Schuss herben Honig mit dabei. Keine neue Offenbarung, aber auf alle Fälle besser als eine Capri-Sonne, da im Abgang deutlich fruchtiger und nicht ganz so künstlich. Eine schöne Verpackung gibt’s oben drauf. Danke an die netten Spender! 😉

tuzuhoney