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Fränkischer DünenwegFränkischer Dünenweg Der fränkische Dünenweg führt durch von Sand geprägte Landschaften im Landkreis Nürnberger Land. Wir haben die 4. Etappe vom Brunner Berg bis nach Markt Feucht gemacht....

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Empfehlung: AnSaEmpfehlung: AnSa Sehr leckerer und gar nicht teurer veganer Vietnamese in München: AnSa. Nette Leute, toll angemachtes Essen und vor allen Dingen gibt's die lckeren vietnamesischen Hauslimos...

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“Nun, Herr Kleber…”

Eintrag vom: 12.08.2017 | von: Basti | in: Gesellschaft

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Hammer!

Da lädt das heute journal Prof. Koch vom Karlsruher Institut für Technologie ein, um über den Diesel was zu erzählen. Koch war vorher bei Daimler. Und Dieter Zetsche, der Vorstand von Daimler, ist Aufsichtsrat des Instituts. Schon mal irgendwie geschmäcklerisch.

Was aber dann passiert lässt mich nur laut lachen.

Da macht Claus Kleber erst mal klar, dass Prof. Koch ja ganz sicher unabhängig von der Industrie sei, weil er ja jetzt am KIT ist. Und dann gibt es ein “Interview”, zu dem ich mal das sage:

“Nun, Herr Kleber! Etwas ablesen kann der Koch. Vielleicht wurde auch vorher das genau abtextet. Vielleicht braucht der Text auch noch 3 bis 4 Jahre Entwicklungszeit, bis es sich nicht wie fabrizierte Nachrichten anhört.”

Click it:

 

Dass das ZDF dann noch nicht mal Karlsruhe richtig schreiben kann, sei jetzt mal dahingestellt… *facepalm*

Warum ich die hkk nicht mehr empfehle

Eintrag vom: 10.08.2017 | von: Basti | in: Gesellschaft

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Ich hatte heute ein erstaunliches Gespräch mit meiner Krankenkasse, der hkk in Bremen. Ich fand es geradezu schon grotesk. Auf meine Antwort, dass man mich so sicherlich nicht als glücklichen Kunden hält, kann auch nur ein “Das verstehe ich” zurück. Dass man mich als Kunden verlieren wird und ich die Krankenkasse sicherlich nicht mehr weiter empfehle, nimmt man dabei auch in Kauf.

Was war passiert?

Zunächst muss ich sagen, dass ich mich in einer komplexen Krankenkassen-Situation befinde, weil ich als Neu-Selbstständiger quasi zwischen KSK, gesetzlicher und privater Krankenversicherung in der Luft hänge und dort zum Teil Anträge parallel laufen und sich erst später entscheidet, worüber ich am Ende versichert sein werde. Dazu kommen noch ein paar weitere Besonderheiten, die ich hier kaum im Detail ausführen kann, die jetzt aber auch keine Rolle spielen:

Am 28. Februar stellte mir die hkk eine Beitragsrechnung, zahlbar zum 15.3. und ab dem 15. des Folgemonats. Ich überwies daraufhin den Betrag. Am 04. April korrigierte sie dann die Beitragsfestsetzung. Sie schrieb, dass zum 18.04. jetzt zunächst mal rund 136 € fällig seien sowie außerdem ein neuer, höhere Gesamtbeitrag zum 15.05. Das Schreiben sagt hier, es seien “Beiträge in Höhe von 136,02 Euro zu zahlen (…) Die Beiträge sind am 18.04.2017 fällig, Ihr künftiger Beitrag immer zum 15. des Folgemonats”.

Folgemonat heißt für mich: ab Mai! Wenn der künftige Beitrag schon im April fällig gewesen wäre, müsste dort ja “ab diesem Monat” stehen. Ich überwies daraufhin also die 136,02 € am 15.04. Gleichzeitig richtete ich einen Dauerauftrag über den neuen Beitragssatz mit Beginn des Folgemonats Mai ein, den ich seitdem zahle.

Mir ist dann auch aufgefallen, dass es nicht stimmen kann, dass für April nur eine Aufzahlung vorgesehen ist, obwohl das Schreiben das nicht angibt. Die Sache war mir zusätzlich suspekt, weil in der ersten Beitragsfestsetzung der Text anders lautete und dort die Zahlungsfristen ganz konkret genannt waren. Warum dies im zweiten Schreiben nicht der Fall ist, erschließt sich nicht. Vorsorglich tätigte ich also eine zusätzliche Überweisung ein paar Tage später noch im April, unter der Annahme, vielleicht ein Schreiben nicht erhalten zu haben. Zackbumm: Am 29. April teilte mir die hkk einen Zahlungsverzug mit. Diesen ignorierte ich, da ich von einer Überschneidung von Überweisung und Schreiben ausging.

Es kommt, was kommen musste: Am 26. Mai teilte die hkk mir einen Zahlungsverzug der Mahngebühren des Zahlungsverzuges mit. Dabei mahnte sie die Mahngebühren und Säumniszuschläge vom 25. April mit einer weiteren Mahngebühr an.

Tja, und so geht das nun seit Mai quasi im wöchentlichen Turnus.

Ich habe dann der hkk das hier geschrieben:

Ich gehe derzeit davon aus, dass in Ihrer Buchhaltung der Beitrag von 136,02 € mit der neuen Beitragsforderung zusammenzufassen gewesen sei. Im Gegensatz zum Schreiben vom 28.02. wiesen Sie im Schreiben vom 04.04. aber NICHT darauf hin. In Ihrer ERSTEN Beitragsfestsetzung vom 28. Februar stand: “Für den 13.01.2017 sind Beiträge in Höhe von 13,38 € zu zahlen. Dieser Beitrag ist am 15.03.2017, zusammen mit Ihrem Beitrag für den Monat Februar 2017 fällig.”

Diesen letzten Satz haben Sie aber in ihrer KORRIGIERTEN Beitragsfestsetzung vom 04.04.2017 entfernt. Ich musste also davon ausgehen, dass eine Zusammenfassung von Beiträgen für April diesmal nicht zutraf.

Für die Beiträge über 136,02 € setzen Sie somit ein konkretes Rechnungsdatum fest (nämlich den 18.04.) sowie für die Zahlungen des “künftigen Beitrages” (nämlich den 15. Mai.) Für eine künftige Beitragshöhe im April wurde aber überhaupt kein Termin (und auch keine Zahlungsaufforderung) genannt. Zahlungsverzug kann für die April-Zahlung der künftigen Beiträge insofern gar nicht eingetreten sein, entsprechend auch keine Säumniszuschläge. Alle geforderten Zahlungen erhielten sie somit ohnehin pünktlich. Daher sind Mahngebühren für mich nicht ersichtlich.

Zusätzlich bat ich die hkk, mir mitzuteilen, in welcher Form ihnen Kosten i.H.v. 16,50 € entstanden seien. Gleichzeitig bat ich um die Erlassung des Forderungsbeitrag.

Auf die E-Mail erhielt ich keine Antwort. Einfach Totenstille. Tolle Kundenbetreuung.

Statt dessen erhielt ich am 25. Juli eine weitere Zahlungsaufforderung. Ich hab daraufhin nicht mehr der Person auf dem Schreiben geantwortet sondern an die hkk direkt geschrieben.

Heute kam dann der Anruf.

Ergebnis: Ja, ist schon alles ziemlich verwirrend, aber gemeint ist es eben anders. Auf meine Frage, warum sich denn die Anschreiben vollständig unterscheiden, erhielt ich die Antwort, dass die ja maschinell erstellt werden (ja, EBEN!) und dann vielleicht die Bearbeiterin einen Satz manuell hinzugefügt habe.

Na, super. Die Bearbeiterin weiß also selbst schon, dass die automatischen Schreiben der hkk irreführend sind und editiert die manchmal selbstständig nach? Ist das nicht fast schon ein Beweis, dass die das auch wissen? Für mich persönlich ist das einfach wettbewerbswidriges Verhalten. Eine transparente Zahlungsfrist ist nun wirklich kein Hexenwerk. Möglicherweise will man durch die Intransparenz die Kunden auch einfach nur zum Lastschrifteinzug bewegen – aber dazu habe ich nun erst recht keine Lust mehr.

Als Vorschlag zur Güte wurde mir dann angeboten, dass ich das ja als Beschwerde einreichen könne. Schön! Ich dachte, ich hätte das seit mehreren Wochen bereits getan. Toll, dass ich dafür auch nochmal angerufen werde musste – tolles Beschwerdemanagement, liebe hkk! Toller Vorschlag, um mich milde zu stimmen!

Auf den Erlass von 16,50 € wurde in keinster Weise eingegangen. Ersichtlicher wurden mir die Mahngebühren ja auch nicht, denn ganz offensichtlich handelt es sich um extrem undruchsichtige Zahlungsaufforderungen. Auch auf meine Frage, wo denn nun konkret die Zahlungsfrist genannt sei, kam nur ein “na, das ist aber immer so gemeint, dass es im Folgemonat und im aktuellen Monat ist”. Das mag ja stimmen, aber dann muss ich trotzdem eine Zahlungsaufforderung und im übrigen auch ein Datum dazu schreiben – und zwar für alle fälligen Beiträge.

Die Gebühren hätte ich zu zahlen, es gäbe da keinerlei Kulanz.

Ehrlich gesagt, war ich kurz geneigt, die Sache zu verweigern. Ich bin mir nicht so sicher, ob von so einem Schreiben juristisch wirklich eine eindeutige Zahlungsfrist abgeleitet werden kann, ohne die Mahngebühren ohnehin gar nicht zulässig wären. Die hkk hatte das Glück, dass ich gerade unter Zeitdruck war und zum nächsten Telefonat musste.

Meine letzte Aussage war dann: Mit diesem Beschwerdemanagement gewinnen sie mich nicht als glücklichen Kunden. Und natürlich kann ich so die hkk auch nicht mehr weiter empfehlen. Und natürlich werde ich auch kein Kunde der hkk bleiben. Gerade hat sie noch Glück, weil ich eben so in der Luft hänge, sonst wäre ich längst weg. Der hkk scheint das aber tatsächlich egal zu sein. Die 16,50 € sind wichtiger.

Summa Summarum: Ob es wirklich sinnvoll ist, durch solche intransparenten Schreiben Kunden für ein paar Euros zu verprellen? Ich würde es mir stark überlegen. Diesen Blogbeitrag hätte man mit ein bisschen mehr Feingefühl sicherlich verhindern können. Dabei geht es mir sicherlich nicht um 16,50 €. Aber, so abgedroschen es klingt, um’s Prinzip, um Transparenz und um Kundennähe geht’s eben da schon auch irgendwo.

Sprachlos am Gipfel #Dieselgate

Eintrag vom: 03.08.2017 | von: Basti | in: Gesellschaft

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Okay, also da entwickelt die deutsche Automobilbranche einen Dieselmotor, der eigentlich die Schadstoffwerte einhalten kann und damit unsere NOx-Belastungen in den Städten reduzieren würde. Gleichzeitig modifizieren sie aber den Motor illegal soweit, dass er das nur im Testbetrieb tut und sonst trotzdem die Umwelt verpestet, lügt über Monate jede nur denkbare Behörde an, dass man nichts gewusst oder abgesprochen hätte, muss dann doch zugeben, dass es sogar riesige Absprachen über Konzerngrenzen hinweg gab und sieht sich jetzt einem Kartell-Skandal und Fahrverboten gegenüber.

Die USA hat einige Manager bereits eingesperrt. In Deutschland natürlich nicht, da ist die Industrie systemrelevant. Normal würde ich jetzt von den Managern zumindest entsprechende Reuhe für die Lügnerei -übrigens auch ja ihren eigenen Kunden gegenüber- erwarten. Man könnte sich ja wenigstens entschuldigen, oder? ODER?

“Also wir haben da ja mit krimineller Energie gepfuscht bei den Motoren und die sind verantwortlich für die erhöhten Werte in den Innenstädten. Aber diese Motoren JETZT noch beheben? Ich bitte Sie!!”

Ich war von dem Statement ein wenig sprachlos.

Können die bitte sofort ihres Amtes enthoben werden und alle Euro-5-Autos per sofort aus den Innenstädten verbannt werden, damit die Industrie so langsam mal aufwacht? Ich frage mich echt, wie die deutsche Automobilindustrie die kommende Disruption mit so einer arroganten, selbstherrlichen Führungsregie überleben soll. Ehrlich gesagt, wünsche ich mir bei solchen Bildern fast, dass sie endlich gegen die Wand fahren. Diese Leute retten unsere Arbeitsplätze durch ihre Klüngelei nicht. Sie sorgen damit eher dafür, diese genau diese irgendwann in einem großen Crash untergehen… *facepalm*

Wie Pornhub die Welt veränderte

Eintrag vom: 29.07.2017 | von: Basti | in: Gesellschaft, Internet & Co

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Female BreastsEs gibt eine Person, die mir auf Schritt und Tritt folgt. Eine Person, die ich noch nie getroffen habe. Aber die aus irgendwelchen Gründen seelenverwandt zu sein scheint. Seelenverwandt, weil sie sich immer mit den gleichen Themen beschäftigt wie ich.

Ich rede von Journalist und Buchautor Jon Ronson (in Deutschland v.a. bekannt durch “Männer die auf Ziegen starren”).

Jetzt hat er wieder zugeschlagen.

Im Mai hab ich mir Pornocracy auf dem Münchner Filmfest angeschaut. Damals schrieb ich:

Im Film geht es darum, die Machenschaften hinter der Firma Manwin, jetzt Mindgeek, aufzudecken. Das ist die Gesellschaft, die heute nahezu jedes größere Porno-Studio und nahezu alle Internet-Porno-Seiten betreibt und sich damit eine fragwürdige Monopolstellung erarbeitet hat. Also, ich dachte, darum würde es gehen.

Denn (die Regisseurin) Ovidie schafft es eher, einen absoluten Nicht-Recherche-Film zu produzieren. Wo es tausende von spannenden Geschichten zu erzählen gäbe, beschränkt sich ihr Film über lange Strecken auf das Zeigen des harten Lebens von Pornodarstellern (…) Letztlich ist die Dokumentation ein Klagelied einer dauernd betröpelt vor sich dreinguckenden Gastgeberin (…) Genau der gleiche Film hätte vor 15 Jahren aber auch mit der Musikindustrie und Napster produziert werden können. (…) Das soll die Disruption und das menschliche Leid, die das Internet in allen Branchen mit sich bringt (…) nicht verharmlosen, aber man fragt sich schon, was der Film nun eigentlich will. (…) Ovidie ist sogar so schlecht in ihren Recherchen, dass sie in die Welt-Redaktion fahren muss, um dort einen 5 Jahre alten Bericht über Ex-Chef Fabian Thylmann direkt von der Zeitung abzufilmen(!), weil sie es nicht schafft, selbst mal bei Mindgeek oder zumindest mal in Thylmanns Club vorbei zu schauen.

(…) Quintessenz: Mehr Kommentar als Dokumentarfilm. Schade. Die Welt und der Spiegel hatten gezeigt, wie viel Potential im Thema steckt und wenn nicht mal die eigene Branche intern in der Lage ist, Licht ins Dunkel zu bringen, dann mache ich mir da wenig Hoffnung auf Aufklärung.

Scheinbar hat Jon Ronson meinen Blogbeitrag gelesen.

Denn genau das greift sein Audio-Feature “The Butterfly Effect” nun auf. Bereits in der ersten Minute ist klar, was für ein Interview-Kaliber Jon ist. Wo Ovidie am Ende gerade mal jemand über diesen mysteriösen Fabian interviewt, der eigentlich nichts über Fabian weiß, interviewt Jon bereits in der ersten Minute des 3 1/2 stündigen Features… Fabian.

Er schaut sich alle Seiten an. Er findet die Geschichten, die man in Pornocracy erwartet hätte – und übertrifft das zum Teil noch. Lachen, weinen, staunen, mitfühlen, sich fragen – es ist alles dabei. Nur keine Verurteilung. Kritisch nachgefragt wird trotzdem. Und ganz am Ende hat die Geschichte vor allen Dingen das, was Pornocracy nie sein wollte und konnte: Einen Lichtblick, dass, trotz der ganzen Misere des Verlusts der Besonderheit von Sexualität durch die Disruption der New Economy auch etwas Positives, etwas Gutes entstehen kann. Und dass das nicht heißen muss, dass wir nicht gleichzeitig kritisch bleiben.

Sicher, über das Firmengeflecht Mindgeek wissen wir auch nach Butterfly nicht soviel mehr. Oder über die Frage, warum sie den halblegalen Service überhaupt so in Nordamerika hinkriegen, wo seit der Verhaftung KimDotComs nahezu alle extrem vorsichtig geworden sind. Wir erfahren aber, warum der Laden so funktioniert, wie er funktioniert und dass das Geheimnis in einer strickten Trennung von Content und Tech Development in Montreal liegt – Mindgeek also halt auch nicht anders geführt wird wie jede andere DotCom-Klitsche. Dass die hohe Privatsphäre um die Firma damit auch der Gefahr der Stigmatisierung seiner (Non-Porn)-Mitarbeiter begegnen soll, ist irgendwo verständlich. Wir erfahren, wie Fabian wohnt. Wir erfahren, wie die Mitarbeiter bei Mindgeek arbeiten. Wir erfahren, welche Konsequenz Pornhub.com auf die Jugend hat – oder zumindest haben könnte. Und wir erfahren, was Thylmann den Produzenten von Pornofilmen zu sagen hat.

Danke, Jon! Ein wichtiges Dokument. Und von mir eine große Hörempfehlung, wer sich für (Porno-)Disruption im Internet oder einfach gute Geschichten interessiert. “The Butterfly Effect” schlägt “Pornocracy” jedenfalls sicherlich um Längen.

Derzeit bei Amazon.com kostenlos als Audible Original zu haben (anhörbar dann über den Cloud-Player bei audible.com, die deutsche Software funktioniert dafür nicht).

Das Foto der Brüste habe ich rein zum Clickbait eingebaut und ist von Chetanbhagat666 (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons.


“Das hat mich an den Polizeistaat aus Chile erinnert”

Eintrag vom: 24.07.2017 | von: Basti | in: Gesellschaft

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Einer der vielleicht besten persönlichen Statements zum G20-Gipfel und den Ausschreitungen im Schanzenviertel hab ich von Alvaro Piña gesehen, der dort das Carmagnole betreibt. Er erzählt in ruhigen Worten seine Eindrücke, denen man ruhig Gehör schenken kann. Keine große Analyse, aber viele Erlebnisse und viele kleinere und umso wichtigere Details.

Er stellt vor allen Dingen auch eine der entscheidenden Fragen: Warum war die voll ausgerüstete Polizei während der Randale im Viertel über Stunden einfach nicht zu sehen, wo sie doch am Tag beim ja friedlichen Demonstrationszug massiv mit einem großen Aufgebot und monströsen Wasserwerfern eingriff? Angeblich war die Sachlage der Polizei dort zu brenzlig. Oder anders gesagt: Als illegal agierender Verbrecher hast du freies Spiel. Als Grundrechte-wahrnehmender Demonstrant aber nicht. Was uns das wohl über unsere Demokratie sagt?

Klick:

 

BPK zu #G20

Eintrag vom: 12.07.2017 | von: Basti | in: Gesellschaft

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Diese Bundespressekonferenz bezüglich des Akkreditierungsentzuges von Journalisten auf dem #G20 kann man sich tatsächlich mal ansehen. Einige Aussagen sind erstaunlich. Ich glaube, das könnte noch eine spannende Sache werden, das lohnt sich sicherlich zu beobachten…

Erste Anwälte beurteilen G20-Ausschreitungen

Eintrag vom: 10.07.2017 | von: Basti | in: Gesellschaft

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Dass man in der Hitze des Gefechts in der Regel keine Antworten findet, ist üblich. Ob das Verhalten der Einsatzleitung beim G20-Gipfel nun unverhältnismäßig und undemokratisch war oder ob es angesichts der Randale, die sich ab den Abendstunden entlied notwendiges und verständliches Übel ist – darüber wurde überall heftig diskutiert.

Mir gehen solche Meinungsheischerei und Pseudo-Solidaritätsbekunden auf den Sack. Als Demokrat glaube ich zunächst erst mal an den Rechtsstaat – und ja, ich glaube auch, dass Deutschland weiterhin fähige Gerichte hat, die genau diese Fragen auch klären können. Insofern gebe ich gegenwärtig nicht viel auf Meinungen von Demonstranten, auf Meinungen von der Polizei oder der Politik. Erst recht nicht auf Meinungen in sozialen Netzwerken, wo 99,97% aller Teilnehmer glauben, das Geschehen ferndiagnostisch in Gänze verstehen zu können.

Meinungen von Leuten, die es wissen müssen, nämlich von Anwälten, welche die Sachlage später rechtlich beurteilen, die interessieren mich aber durchaus. Sie werden es am Ende sein, die es -gemeinsam mit den Gerichten und Historikern- auf den Tisch bekommen, wenn die Emotionen längst runtergekocht sind.

Der Republikanische Anwältinnen und Anwälteverein e.V., der u.a. von Gerhard Schröder und Otto Schilly gegründet wurde, war in Hamburg vor Ort und hat schon vorgestern eine erste, offizielle Stellungnahme dazu abgegeben, die in ihrer Drastigkeit aber dann selbst mich überrascht hat. Es spricht Gabriele Heinecke, die mit mehreren Anwälten den Notdienst vor Ort besetzt. Wer Anwaltssprache kennt wundert sich vielleicht auch, wie konkret sie hier den Vorwurf der “Lüge” in den Raum wirft (was auf der Google-Bewertungsplattform bereits zu einer Hetzkampagne gegen sie geführt hat, was man nur verachten kann).

Mir ist dabei natürlich bewusst, dass es sich dabei um Strafrechtler handelt, die sich generell für das Recht des Einzelnen einsetzen. Das ist ihr Job. Und natürlich muss auch klar sein, dass de RAV e.V. politisch ist, sonst hätte er den Notdienst auf dem G20 gar nicht eingerichtet. Aber dass sich eine ganze Anwaltschaft zu so drastischen Aussagen hinreißen lassen, finde auch ich erstaunlich:

Auf der Webseite des RAV Hilfsdienstes werden weitere Beschwerden mitgeteilt. Genannt werden Hausverbot für Anwälte und körperliche Angriffe (hier). Man muss die Arbeit des RAV nicht unterstützen (auch wenn ich keinen Grund sehe, warum man das dem Prinzip nach nicht tun sollte), um zu sehen, dass hier ganz offensichtlich Rechtsverletzungen in hohem Maßstab durchgeführt wurden. Bei solchen rechtlichen Aufschreien von unbeteiligten Leuten, deren Aufgabe es ist, die Prinzipien des Rechtsstaates zu wahren, sollte man dann denke ich doch mal hellhörig werden. Dabei spielt es dann nämlich gar keine Rolle mehr, ob die Gefangenen nun schwarzer Block, friedlicher Demonstranten oder einfach Vandalen sind. Der Rechtsstaat gilt in einer funktionierenden Demokratie nämlich ersatzlos.

Gespräch mit Vitali Shkliarov

Eintrag vom: 29.06.2017 | von: Basti | in: Gesellschaft, Internet & Co

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Dieses ausführliche Interview mit dem weißrussischen Wahlkampfberater Vitali Shkliarov (Obama, Bernie Sanders) fand ich tatsächlich sehr interessant und ergiebig. Nicht häufig kriegt man so einen ungefilterten Eindruck in die Wahlkampfmaschinerie der USA (und Russlands). Da kann man mal reinschauen:

Bundestag beschließt Staatstrojaner-Gesetz

Eintrag vom: 20.06.2017 | von: Basti | in: Gesellschaft, Internet & Co

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Die Bundesregierung versucht nochmal eben schnell den alltäglichen Gebrauch des Staatstrojaners durchzuboxen.

Um die öffentliche Debatte klein zu halten und den Bundesrat zu umgehen, hat die Große Koalition einen Verfahrenstrick angewendet. Statt eines ordentlichen Gesetzgebungsverfahrens haben SPD und CDU den Staatstrojaner in einem ganz anderen Gesetz über das Fahrverbot als Nebenstrafe versteckt. Erst kurz vor Verabschiedung dieses Gesetzes haben die Abgeordneten den Staatstrojaner darin untergebracht, mit einer „Formulierungshilfe“ der Bundesregierung.
(mehr bei netzpolitik.org)

Euren eigenen Bundestagsabgeordneten zur Stellungnahme findet ihr hier.

Erstaunlich, wie wir immer noch gegen Windmühlen kämpfen. Dieses Video ist bereits 4 Jahre alt :(

Vortrag: Manipulation der Massen

Eintrag vom: 09.06.2017 | von: Basti | in: Gesellschaft, Internet & Co

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DRadio Wissen heißt jetzt Deutschlandfunk Nova und bringt weiterhin sehr gutes Bildungsprogramm, das ich täglich gerne höre. Hier zum Beispiel ein Vortrag von Dirk Helbing der ETH Zürich über die Manipulation der Massen:

Das Leben in der Filterblase macht uns zu Versuchstieren. Wir werden durchs Netz konditioniert. In unserer Ära toben Informationskriege. Und wir müssen das unter Kontrolle bringen. Aber wie können wir die Attacken im Netz kontrollieren?

Der Vortrag von Dirk Roland Haupt danach klingt sehr bürokratisch und damit etwas müßig zum hören, lohnt sich aber zusätzlich ebenso

Hier der Vortrag zum Nachhören…