Aktuelle Features:

Pädophilie, Hysterie, Therapie - leise Gedanken zu Vinterbergs NeuemPädophilie, Hysterie, Therapie - leise Gedanken zu... Das Thema Pädophilie in den Medien hat mich schon lange interessiert. Ich glaube, das hängt mit meiner frühzeitigen Faszination des verbotenen Films zusammen. Bereits während...

Weiterlesen

Frühlings-SpaziergangFrühlings-Spaziergang Was für ein top Wetter heute! Ein gemütlicher Frühjahres-Spaziergang von Kiefersfelden (Buchberg) nach Kufstein (Thierberg) - mit Zwischenstopps bei ein paar Seen, Ruinen...

Weiterlesen

IsarIsar Danke, Jungs! Das war ein toller Frühabend mit Euch am Flaucher und ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung! Hey, und sogar die Schwäne haben mit uns getanzt!

Weiterlesen

hellofresh.de - erster Testhellofresh.de - erster Test Hatte einen Gutschein von hellofresh.de, dem Kochabo-Klon aus dem Hause Samwer (siehe hier) - also hab ich mir gedacht, ich probier die Sache einmal aus. Das Prinzip: hellofresh...

Weiterlesen

RiesenhütteRiesenhütte Persönlicher Abschluss der Rodelsaison 2013 von der Riesenhütte im Hochries-Gebiet...  

Weiterlesen

BreitenbergBreitenberg Strahlend blauer Himmel letztens auf der Breitenberg-Hütte: Ebenfalls: Traumhafter Schnee zum Rodeln. Eine wirklich nette Strecke.

Weiterlesen

Winter am Brünnstein [Video]Winter am Brünnstein [Video] Hier klicken zum Ansehen:

Weiterlesen

Neue Kartenakzeptanz bei BastiNeue Kartenakzeptanz bei Basti Sodala. Ab sofort könnt ihr all Eure Schulden, die ihr habt, auch ganz bequem bei mir mit Kredit- oder EC-Karte bezahlen - denn seit dieser Woche kann ich Zahlungen für...

Weiterlesen

Pürschling-TourPürschling-Tour Pünktlich zu unserem Rodelausflug kehrt der Winter zurück: Ein schöner Weg in eine gemütliche Hütte mit tollem Waldmeister-Skiwasser und leckerem Apfelkuchen. Die Abfahrt...

Weiterlesen

Disneyland-Fahrt mit (Gummi-)HuhnDisneyland-Fahrt mit (Gummi-)Huhn Vor einiger Zeit machte der Film „Escape from Tomorrow“ von sich hören. Es handelt sich um einen Independent-Film, der guerilla-artig in Walt Disney World gedreht wurde....

Weiterlesen

twitter blog.coaster.de Rss Facebook

“Ich bin Bankräuber im Auftrag der CIA”

Eintrag vom: 24.04.2013 | von: Basti | in: Artikel

1

Dass die sogenannten “Terroristen” von heute in nahezu allen Fällen vom Geheimdienst herangezüchtete Kriminelle waren sollte mittlerweile eigentlich ja kein Geheimnis mehr sein, auch wenn die Tatsachen bedauerlicherweise immer erst dann in den Medien präsent werden, wenn sie keinen Menschen mehr interessieren (Beispiel).

Umso mehr salutiere ich vor den Eltern und Verwandten der mutmaßlichen Boston Attentätern, die den Mut haben, vor der Kamera auszusagen, dass ihre Kinder bereits seit Jahren mit dem FBI und möglicherweise vergleichbaren (Geheim-)diensten in Kontakt gewesen seien und das Attentat durch die Dienst mitinszeniert worden sei. Anzeichen gibt es ja bereits einige. Ich persönlich bin mir ja relativ sicher, dass es sich hierbei mal wieder um eine “covert operation” handelt, die geplant war – wie wir sie seit den 70ern ja schon zu hunderten hatten  (siehe “Geheimarmeen der NATO“). Details vielleicht ja mal zu einem anderen Zeitpunkt, wenn sich der Nebel lichtet und der noch lebende Sohn wieder erwarten doch wieder sprechen kann.

Doch wie werden die potentiellen Kriminelle vom Geheimdienst angeworben oder trainiert?

Ein absolut skuriller Fall, der illustriert, wie leicht das sein könnte, flog jetzt auf: Ein schwarzer US-Bürger wird von der CIA mutmaßlich beauftragt, Banken auszurauben. Womöglich, um die (kriminelle?) Energie für mögliche Anschläge auszutesten? Der erste Schritt zur Heranzüchtung von “Testübungs”-Kandidaten, wobei man später die Testübung plötzlich live schaltet?

Die Sache wird absolut bizarr, als Anwälte den angeblichen CIA-Agenten wirklich aufsuchen und nur einen Berater einer IT-Firma antreffen, der behauptet, von der CIA angeheuert zu sein, um Personen für Clandestine-Operations zu scouten. Die eigentlichen Strippenzieher der CIA treten hingegen nie auf. Alles doch nur erfunden? Oder clever eingefädelte Doppel-Dreifach- und Vierfach-Agenten mit einigen unwissenden Bauernopfer für Geheimdienste?

Die Tatsache, dass am Ende niemand für die mutmaßlichen Covert-Operations angeklagt wird und die CIA jede Aussage verweigert, hinterlässt einen faden Beigeschmack. Und selbst wenn alles nur erstunken und erlogen war – es zeigt eindrücklich, wie schnell jemand unter falschem Vorwand auf geheimdienstlicher Ebene zum Kriminellen gemacht und um den Finger gewickelt wird, damit man ihn später als sogenannte “Geheimarmee” zum Terroristen aufbauen kann – auch gegen die eigenen Leute, wenn das Sinn macht. Wenn Euch also jemals irgendjemand anheuert, für den Staat bei einer Sicherheitsprüfung den Bösen zu spielen: Never ever do it!

Lest Euch die Story durch – und staunt. Ehrlich!

The extremely unexpected adult fans of My Little Pony

Eintrag vom: 28.01.2013 | von: Basti | in: Artikel, Film & Kultur

1

Von den verschiedenen Dokumentarfilm-Projekten auf Kickstarter war “BronyCon – The Documentary” so ziemlich die erste richtige, die ich mir angeschaut habe. Statt den geforderten (eh schon recht hoch angesetzten) 60.000 Dollar hat Michael Brockhoff für sein Projekt über 322.000 Dollar eingesammelt. Kam ein guter Dokumentarfilm dabei raus?

Durchaus.

Der Film ist jetzt viel mehr geworden als eine Reportage über die Bronycon-Convention und heißt nun “Bronies – The Extremely Unexpected Adult Fans of My Little Pony” – ein Titel, der es vermutlich auch besser trifft. Denn tatsächlich verfolgt die Produktion nun unterschiedlichste My-Little-Pony-Fans auf dem Weg zu den Conventions in den USA, Großbritannien und Deutschland – und deckt dabei ihre Beweggründe auf.

Was herauskommt ist eine wunderbare Mischung aus dem Einblick in das generelle Phänomen des Fandom und einer philosophische Parabel für Toleranz, welche aus der Dokumentation tatsächlich ein eigenständiges Werk macht, das sowohl unterhält, als auch informiert und sogar ein wenig berührt. Es ist viel mehr als nur die Begleitung merkwürdig aussehender junger Menschen – stattdessen versucht der Film am Ende zu einer eigenen Quintessenz zu kommen – eine Art Lehre, die man aus dem Phänomen ziehen kann. Hierfür kommen von Machern, Fans, Künstlern, Kritikern bis hin zu Wissenschaftlern nahezu alle entscheidenden Gruppen zu Wort – auch wenn natürlich die “pro”-Einstellung deutlich überwiegt.

Damit wirkt die Dokumentation am Ende fast schon wie eine eigenständige My-Little-Pony-Folge an sich – mit dem Unterschied, dass die Aspekte der Serie täglich quasi um die Ecke, von Stuttgart bis Los Angeles, “in echt” stattfinden. Diese Transzendez von einer scheinbar so verkitscht-unrealistischen ethischen Lehre aus einer Comic-Serie in die reale Welt war mir vorher noch gar nicht so stark im Bewusstsein. Der Film kombiniert das wunderbar von der kreativen bis hin zu therapeutischen Seite, so dass am Ende eigentlich nur strahlende Gesichter zurückbleiben.

Fehlen tut mir weiterhin aber immer noch der Aspekt des Fandoms aus Künstlersicht. Sicherlich äußert sich Schöpferin Lauren Faust am Ende darüber, dass sie hoffe, die Serie verändere einfach ein klein wenig die Welt zum besseren (was man, denke ich, durchaus bejahen kann, denn richtig negative Effekte sind mir bisher keine bekannt), gleichzeitig spricht sie aber auch davon, dass es gut sei, dass man ihren Namen nicht vergesse. Kein Wort erfahre ich darüber, was es bedeutet, “seine” Serie zum einen an die Fans zu verlieren, zum anderen aber auch an das Studio. Hier hätte ich mir gerne eine konkretere Aussage gewünscht, die Lauren Faust aber scheinbar einfach nicht geben will. Die Fans scheint das nicht stark zu stören (oder kenne nur ich den genauen Grund für das Verlassen der Serie nicht?). Tatsächlich bekommt aber die quietschebunt-frohe Welt von kleinen Ponies damit irgendwo einen kleinen Riss, mit der sich die Fanszene wohl lieber nicht die Stimmung verderben will.

Egal: Vergleiche ich  Bronies – The Extremely Unexpected Adult Fans of My Little Pony mit The People Vs. George Lucas (der etwas Vergleichbares mit Star-Wars-Fandom macht), dann gewinnt erster ganz klar in allen Bereichen: Montage, Zusammenstellung, Parabel, Aussage. Eine durchweg gute, interessante und schöne Dokumentation, die “Nicht-MLP’lern” zudem einen perfekten Einblick in diese merkwürdige Welt bietet (möchte ich meinen).

Mehr dazu (und Kaufmöglichkeiten) gibt es bei http://www.bronyfilm.com/.

Loft – Tödliche Affären

Eintrag vom: 20.01.2013 | von: Basti | in: Artikel

0

Fünf erfolgreiche Männer betreten das luxuriöse Penthouse-Loft, das sie ohne dem Mitwissen ihrer Ehefrauen für heimliche Sexspielchen nutzen. Im Bett liegt eine ermordete, junge Frau. Das Problem: Keiner außer ihnen hatte den Schlüssel zum Appartement.

Wer hat die Frau ermordet? Wer weiß mehr als er zugibt? Handelt sich alles nur um eine riesige Verschwörung?

Der belgische Regisseur Erik Van Looy erzählt in Rückblenden und Verhören, wie die Situation zustande kam. Stück für Stück setzt sich das Puzzle zusammen und es zeigt sich, dass (erwartungsgemäß) jeder der Männer ein dunkles Geheimnis und damit ein Motiv hat. Van Looy vergisst auch nicht, einige falsche Fährten mit in die Geschichte zu streuen. So kann man als Zuschauer zwar einige Zeit durchaus selbst mitraten, wirklich völlig überraschend ist die Auflösung der Tat am Ende dann aber nicht mehr. Zu deutlich ist der Fall konstruiert, zu früh kommt man mit ein bischen Fingerspitzengefühl auf die richtige Fährte.

An der Spannung ändert sich nichts. Der Film ist herausragend inszeniert, die Musik sorgt für dauerhafte Spannung und die schauspielerischen Leistungen herausragend. Filip Peeters mimt den souveränen Vincent mit hohem Sex-Appeal, Bruno Vanden Broecke den introvertierten Loser, Marie Vinck die verspielte Verführerin, Veerle Baetens die hoffungslose Hure – trotz einem sehr klassischem Setup wirkt alles glaubwürdig. Am Ende spitzt sich alles in einer temporeichen Casino-Szene zu, in der die Männer mit ihren duzenden Frauen und Liebhaberinnen aufeinandertreffen.

Wo der Film als ein routinierter Krimi enden könnte, setzt nun aber Autor Bart De Pauw noch den ein oder anderen Twist oben drauf, der aus einem guten einen herausragenden Krimi macht. Verliert der Film im Mittelteil ein wenig an Tempo, gibt es am Schluß, nach der eigentlichen Auflösung, noch einmal ein unerwartetes, furioses Finale. Gemeinsam mit dem schicken, unterkühlten Look und einem gelungenen Set-Design entsteht ein kluger und komplexer Thriller, den es anzusehen lohnt.

Ich habe „Loft“ damals auf dem Fantasy Filmfest leider aus Zeitgründen nicht sehen können, obwohl mich der Trailer damals schon ansprach. Knapp 4 Jahre später hole ich das nun nach und wurde nicht enttäuscht. Der Film zieht einen sofort in seinen Bann. Kein Wunder, dass Van Looy nun gleich auch ein Remake für Hollywood drehen soll. Für mich gar nicht nötig: Die düstere Geschichte passt irgendwie wie die Faust auf’s Auge ins unterkühlte Belgien. Für alle Freunde von komplexeren Rätsel-Krimis ein Guck-Empfehlung!

Trailer

Steins;Gate

Eintrag vom: 25.11.2012 | von: Basti | in: Artikel

2

Ich bin immer wieder erstaunt, dass das Zeitreise-Thema immer noch Ideen hergibt, die mich begeistern.

Die Anime-Serie Steins;Gate basiert eigentlich auf einem japanischen Adventure-Game und handelt von einem verrückten Wissenschaftler, der aus Versehen aus einer falsch gepolten Mikrowelle eine Zeitmaschine bastelt. So durchgeknallt die Idee klingt, so slapstickartig sind auch die ersten Episoden der Serie, die mich eine zeitlang nur mäßig unterhalten haben. Das Team rund um den “Mad Scientist” braucht gefühlte Ewigkeiten, bis die ersten wirklichen Zeitreisen überhaupt regelmäßigen Einzug in den Episodenverlauf halten.

Zunächst können die Protagonisten nur Textnachrichten mittels an der Mikrowelle befestigtem Mobiltelefon in die Vergangenheit senden. Im späteren Verlauf gelingt es dann auch, Gedanken in ein vergangenes “Ich” zu transportieren, was bei der Beeinflussung von Entscheidungen und beim Lösen zahlreicher Missionen hilfreich ist. Ganz generell handelt aber Steins;Gate hier ganz bewusst in einem Korsett und verzichtet auf eine wirkliche Zeitmaschine erst mal komplett. Statt dessen wird das komplette Zeitreisen-Feuerwerk innerhalb dieser Grenzen abgeschossen.

Wirklich spannend ist dann nämlich der eigentliche Umgang mit dem Zeitparadoxon und dem “Schmetterlingseffekt” an sich. Wo andere Filme bei den Auswirkungen von kleinsten Veränderungen in der Vergangenheit gerne mit der vollen denkbaren Bandbreite auf den Zuschauer eindreschen (Stichwort: “Butterfly Effect”), geht Steins;Gate genau den anderen Weg.

[Vorsicht: Spoilers Ahead!]

Hier teilen sich Zeitlinien nicht sofort durch Veränderungen auf. Vielmehr lebt jede Eventualität für sich schon in einer eigenen Zeitlinie. Eine Zeitreise ermöglicht insofern nur den “Sprung” zwischen verschiedenen Linien. Die Menschen, die in der jeweiligen Zeitlinie leben, wissen nichts voneinander. Wird ein Zeitsprung durchgeführt, vergessen sie die Vergangenheit ihrer Linie und nehmen das Wissen der neuen Linie an. Die einzige Ausnahme: Unser Wissenschaftler Rintarō Okabe. Der hat die seltene Gabe, auch sein Wissen über die Zeitlinie hinweg zu retten und mehrere Zeitlinien parallel zu “erinnern”. Darauf baut fortlaufend die ganze Handlung der Serie auf.

Alle Linien, die in einer Richtung verlaufen, ergeben einen Zeitstrang, der in eine Richtung zeigt. Verändert man ein Ereignis in der Vergangenheit, verändert es zwar Details und wechselt damit die Linie, der komplette Strang verläuft aber immer noch weiter in dieselbe Richtung: Alle Ereignisse pendeln sich wieder ein, Menschen leben und sterben weiter ganz genauso wie in einer anderen Zeitlinie des Stranges – mit nur minimalen Nuancen. Der Anime spricht von der Attraktor-Feld-Konvergenz. Der Schmetterlingseffekt hat also eben genau keine riesigen Auswirkungen auf die Zukunft. Egal wie sehr sich unser Held auch bemüht, er kann sie nicht wirklich ändern. Und genau da liegt dann auch das Problem.

Denn um das Leben von Personen zu retten, müssen weitreichendere Veränderungen in der Vergangenheit getätigt werden. Hierfür muss die Attraktor-Feld-Konvergenz größer 1 werden. Ist das erreicht, springt der Zeitreisende (respektive die zeitreisende Botschaft) nicht innerhalb einer Linie sondern gleich komplett von Strang zu Strang. In der Serie werden diese zunächst alpha- und beta-Weltenlinie genannt. Mittels eines Attraktor-Indikator-Gerätes lässt sich feststellen, in welcher Linie des Stranges man sich befindet und austesten, wieviel, und (viel problematischer!) was noch verändert werden muss, um den Wert 1 und damit eine ganz neue Linie zu erreichen.

Haben viele Zeitreisefilme den Zuschauer in letzter Zeit nicht wirklich ernst genommen, wird Steins;Gate damit erfreulich komplex. Im späteren Serienverlauf springt Okabe wie wild zwischen verschiedenen Linien umher und wenn man alle Vorgänge genau begreifen will, ist hohe Aufmerksamkeit gefordert, zumal erklärende Details manchmal nur für den Bruchteil einer Sekunde im Hintergrund zu sehen sind. Ab der zweiten Hälfte spielt der Anime dann sein volles Potential aus. Die Regeln sind bis dahin vollständig erklärt und nun wendet Autor Naotaka Hayashi und sein Team das volle Spektrum der Zeitreisen auf seine gebautes Universum an.

Der Anime, der bis dahin noch recht trivial und naiv daherkam, bekommt plötzlich mehr und mehr philosophische Tiefe, die sich in ein fulminantes Finale zuspitzt. Begleitet wird diese Entwicklung von Story, Charakteren und Aussage dabei auch von so Feinheiten wie die Änderung von Titel- und Abspann-Soundtrack – eine gängige Anime-Praxis, die mir zuletzt bei Shiki positiv aufgefallen ist. Auch arbeitet Hayashi mit allerlei Wendungen, Überraschungen und Tricks – nicht nur auf der reinen narrativen Seite. Da wird auch schon mal eine entscheidende Wendung weit nach dem Abspann unerwartet nachgereicht, zahlreiche Anspielungen auf reale Institute und Firmen gemacht (von CERN bis Dr. Pepper) oder Mysterien der ersten Episode wirklich erst ganz zum Schluß aufgelöst. Und selbst vor vermeintlichen Tabuthemen wie bespielsweise einer Geschlechtsumwandlung macht Steins;Gate keinen Halt.

credit: Jason9811

Am meisten begeistert hat mich aber, dass die Macher am Ende das komplette Zeitreise-Setting als eine wundervolle Parabel auf das Leben, Freundschaft, Schicksal und Liebe etablieren, ohne dabei abgedroschen oder zu kitschig zu wirken. Tatsächlich traut man der Serie im Mittelteil eine solche Entwicklung gar nicht mehr wirklich zu, erst recht nicht bei einem Seinen-Anime. Man könnte fast glauben, man wollte die Zuschauer mit Banalitäten zunächst absichtlich in die Irre führen.

Egal ob nun gewollt oder gestreckt – die Serie ist gute Unterhaltung und im letzten Drittel geradezu fulminant. Charaktere, die ich kurzfristig wirklich nur für reine Slapstick-Clowns hielt, sind mir am Ende stark ans Herz gewachsen und manchen eine sonst so häufig schmerzlich vermisste Charakterentwicklung durch. Eine Anime für die ganze Familie und den Zeitreise-Freak im speziellen. Ich bin jetzt schon auf die angekündigte Filmadaption gespannt, auch wenn für mich eigentlich mit den letzten Worten der 24. Episode alles gesagt wäre…

Von eXistenZ zu O.R.pheus (Erfahrungsbericht)

Eintrag vom: 09.10.2012 | von: Basti | in: Artikel, Erlebniswelten

0

“O.R.pheus. So geschrieben: Großes O. Großes R. Kleines p.”

So könnte der Anfang eines Cronenberg Films lauten. Freunde des konstruktivistischen, unzuverlässigen Erzählens wissen auch genau, von welchem ich rede. Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass es sich dabei um einen meiner absoluten Lieblingsfilme handelt (tatsächlich ist der fünfte Eintrag in diesem Blog ein (katastrophal peinlich getextetes) Review dieses filmischen Juwels, das jeder Spielefreak zumindest einmal gesehen haben sollte.


Foto (c) O.R.pheus

Vielleicht ist das der Grund, warum ich von O.R.pheus so begeistert war. Nicht nur, dass diese Installation selbst die eXistenZ-Frage in Reinform ist. Auch mein komplettes Erlebnis darum herum ist wie eine perfekt durchgeplante 1:1 Kopie dieses Science Fiction Films mit “Game-Designerin” Evelyn Hribersek als Allegra Geller.

Gut, ich traf mich mit ihr zum Test in einem Bunker. Im Film ist es eine alte Kirche. Und nein: Ich musste mir nicht einen Zugang in mein Rückenmark stanzen lassen. Das Durchschreiten einer Tür hat genügt. Aber trotzdem – ein bischen war es doch genau das. Von der Einführung in das Erlebnis durch die Regisseurin bis hin zu meinem Gefühl: “Bin ich immer noch im Spiel?”.

Keine Ahnung, wovon ich rede? Nicht lange wundern, einfach hier den Erfahrungsbericht anhören!


[Download]

Diesen Artikel habe ich für Adventure-Treff.de fabriziert und könnt ihr ab sofort auch hier in reduziert transkripierter Form nachlesen (Vorsicht: Foto-Spoiler)!

Und Karten gibt’s hier. Kaufen! Zukunft unterstützen.

Neuer Artikel: Besuch bei LMG

Eintrag vom: 29.09.2012 | von: Basti | in: Artikel, Games

0

Ich habe heute endlich mal meine Todos von der gamescom 2012 abgearbeitet. Unter anderem ist nun auch der Artikel von unserem Besuch beim Publisher Lace Mamba Global online. Die Briten haben vor einiger Zeit das Horroradventure Lucius gesigned, dass nächsten Monat über Koch Media auch in die deutschen Läden kommt und wohl nicht ganz unumstritten sein dürfte. So ist es seit langem mal wieder ein (mehr oder minder) klassisches Adventure ohne Jugendfreigabe (bzw. einer Freigabe ab 18).

Den Artikel habe ich gerade auf Adventure-Treff.de veröffentlicht, und zwar hier. Viel Spaß beim Lesen.

Wer nicht lesen kann oder will, dem hab ich es auch direkt mal in einer Videovariante vorgelesen. Ob ihr mit meiner Nuschelei was anfangen könnt, bleibt aber Euch überlassen… ;-)

Die Krux mit dem DCC

Eintrag vom: 18.09.2012 | von: Basti | in: Artikel

3

Der neueste Trick bei Kreditkartenzahlungen nochmal etwas Geld dazu zu verdienen: DCC. Geld verdienen durch eigene, schlechte Wechselkurse.

Man bietet dem Kartenzahlenden im Ausland die Möglichkeit an, die Rechnung in der Heimatswährung zu bezahlen. Ein Unding, was bereits vor einiger Zeit bei den Checkouts von Amazon oder der Bezahlung bei PayPal eingeführt wurde (und ich seitdem fast jedes Mal wieder in unübersichtlichen Menüs wegklicken darf). Die meisten nehmen das Angebot gerne an, vermutlich im Glauben, dass man sich dadurch unnötige Währungsumrechnungsgebühren der Kreditkarte spart – oder weil man mit Euros einfach mehr anfangen kann als mit indischen Rupien.

Tatsächlich ist der angebotene Kurs aber alles andere als verlockend. Die Händler und Terminalhersteller schlagen nämlich auf den herkömmlichen FX-Kurs nochmal kräftig eigene Gebühren oben drauf – die sind einfach nur nicht als solche ausgewiesen. Bei PayPal und Amazon habe ich die Umrechnung seit einiger Zeit beobachtet und es noch nie erlebt, dass der angebotene Umrechnungskurs nicht deutlich teurer wäre, als der FX-Kurs meiner Kreditkarte. Sicher, wer eine Kreditkarte hat, die eine hohe Auslandseinsatzgebühr berechnet, für den kann die Sache ggf. wieder Sinn machen. Aber da die Kreditkartenbetreiber in den meisten Fällen nicht mehr als 1% der Umsatzsumme für die Währungsumrechnung verlangen, in meinem Fall sogar garnichts, ist es einfach dämlich, sich auf DCC einzulassen.

Für die Händler ist dies hingegen natürlich eine lukrative Sache, denn sie verdienen an den DCC-Umrechnungskursen der Terminalbetreiber mit und aktivieren das DCC deswegen immer lieber. Besonders übel wird es bei der (mittlerweile eigentlich garnicht mehr zugelassenen) Zwangsunterschiebung  von DCC. Da erhält man im Ausland auch schon mal eine Rechnung in Euro statt in der einheimischen Währung zur Unterschrift ausgehändigt, weil der Betreiber vom Umsatz ein paar Prozent mitverdient, während der Kunde unwissentlich einen sackschlechten Umrechnungskurs mit seiner Unterschrift bestätigt.

Ergo: Wenn ihr im Ausland seid und keine teurer Auslandseinsatzgebühr bei Eurer Kreditkarte habt, dann denkt bei der Kartenzahlung lieber zwei mal nach, wenn euch ein Hinweis auf die Zahlung in Eurer Währung entgegenschimmert…

Kostenlose Wanderhefte aus dem Netz

Eintrag vom: 15.09.2012 | von: Basti | in: Artikel, Internet & Co

1

Vor einiger Zeit habe ich bei verschiedenen Tourismus-Verbänden im alpinen Raum Wanderprospekte via Internet bestellt.

Ziel war es in erster Linie, die ein oder andere brauchbare Wanderkarte oder Wanderführer abzustauben. Natürlich wird man dabei um die übliche Werbung nicht ganz rumkommen. Angefragt hatte ich in zahlreichen Regionen im bayerischen, tirolerischem und salzburgerischem Raum.

Am besten abgeschnitten hat dabei nun zweifelsohne direkt die Prospekte des Freistaat Bayern. Zwar hat die Lieferung hier am längsten gedauert, dafür erhielt ich aber nicht nur einfach eine dickere Büchersendung (wie sonst) sondern direkt ein Paket. Darin waren fast ausnahmslos sinnvolle Karten und Brochüren – von Radnetzkarten über Wanderkarten und Tourenführer gab es nur wenig, was ich gleich wegwerfen würde. Die kostenlosen Karten, Büchlein und Brochüren gehen dabei in erster Linie auf die Aktivitäten ein, die das Bayernland bietet und will einem nicht gleich das komplette Gastgeberverzeichnis aufschwatzen. Sicherlich ist das Material nicht wirklich als ausführlichere Planungsgrundlage wie eine Alpenvereinskarte zu gebrauchen – aber als Inspiration oder Ersatz der sonst genutzten Möglichkeiten “Tourenführer-Buch” bzw. “Internet-Tourenberichte” eignet sich das durchaus als Inspirationsquelle.

An zweiter Stelle steht Tirol, wo die Aufteilung zwischen sinnvollen Tourentipps und für Tagesausflügler wie mich eher unbrauchbarem Hotelverzeichnis sich in etwa die Waage halten. Im Gegensatz zu Bayern befanden sich aber auch einige wirkliche Langweiler im Paket mit so allgemeinen Texten, die wenig zum Schmöckern einladen. Man merkt den Österreichern ein wenig an, dass nicht die Anpreisung von möglichen Aktivitäten im Vordergrund stehen (da waren unsere Nachbarn immer schon schlechte Verkäufer) sondern in erster Linie das Urlaubsvergnügen ganz allgemein an sich. Die sehr vielen Sehenswürdigkeiten findet man dann häufig nur in den Untertiteln von Fotos oder ganz nebenbei – als würde man sie ohnehin als gegeben ansehen. Schlußlicht war für mich persönlich Salzburg, die mich eher auf eine kulinarische Reise mitnehmen wollten, als auf einen wirklich umfassenden Überblick über die Möglichkeiten im Bundesland.

Foto: fullmarketing.at, Seisenbergklamm, Sehenswürdigkeit in Österreich, über die ich auch nur durch Zufall stieß, siehe hier.

Marc Dutroux und rituelle Gewalt

Eintrag vom: 14.09.2012 | von: Basti | in: Artikel

0

Vor kurzem habe ich im “Gehirn”-Podcast von Chaos Radio Express die Aussage gehört, dass Therapeuten bei der Befragung von mißbrauchten Kindern durch Suggestivfragen wahrscheinlich erst die Erinnerung an spezifische Kindesmißbrauch-Details in das Gehirn “pflanzen” und damit Aussagen zu dem Thema unbrauchbar machen. Das fand ich eine sehr gefährliche Hypothese, weil Opfer von Kindesmißbrauch ohnehin schon mit Glaubwürdigkeitsproblemen zu kämpfen haben.

Besonders schwer haben es dabei wohl die Opfer ritueller Gewalt, die häufig als komplette Spinner abgestraft werden. Eine abschließende Meinung dazu habe ich nicht. Aber anlässlich der jüngsten Meldungen über den Kinderschänder Marc Dutroux und seiner Frau habe ich mich in den letzten Tagen wieder mit dem Thema beschäftigt. Der Fall Dutroux ist für mich hier fast schon eine Art Katharsis, weil bei diesem Ereignis die komplette Bevölkerung zumindest einem gewissen Teilaspekt der Sache ins Gesicht blicken musste. Ein Leugnung der Taten war nicht mehr möglich. Und gleichzeitig sieht ein Blinder mit dem Krükstock, wie mit viel Macht (und leider wohl auch Politik), versucht wird den Status-Quo des Wegschauens wieder herzustellen (oder mittels Internetsperren den Fokus auf den Konsumenten und nicht die Hersteller zu lenken). Diese Erkenntnis ist in meinen Augen mit Sicherheit das Unheimlichste am ganzen Spektrum “Kindesmißbrauch”.

Wer nun gar nicht (mehr) weiß, um was es bei dem Fall Dutroux geht, dem lege ich das googlen nach diesen Dokumentationen wärmstens ans Herz:

  1. Der Fall Dutroux. Eine Dokumentation vom WDR. Empfehlung für jeden, der sich mit Marc Dutroux noch nicht auskennt oder sich nochmal kurz sein Gedächtnis auffrischen möchte. Die Dokumentation ist nicht aktuell, aber sie bereitet die wichtigsten Schritte bis zum späteren Prozessverlauf nochmal auf.
  2. Marc Dutroux und die toten Zeugen. Eine der meiner Meinung nach schockierndsten Detailberichte über Dutroux, die mich erst auf das Thema aufmerksam gemacht hat. Ich möchte einfach garnichts vorweg nehmen. Einfach anschauen.
  3. Dutroux und der Fall N. Eine ZDF-Dokumentation unter dem History-Label. Die Sache ist deswegen spannend, weil hier der Mitangeklagte und mysteriöse Geschäftsmann Michel Nihoul dem Sender ein Interview gibt.

Natürlich gibt es zahlreiche weiterführende Dokumentationen, die ein mögliches Netzwerk der Kinderschänder rund um Marc Dutroux auch über die belgische Grenze hinaus nahelegen und auch immer wieder den Sprung zur rituellen Gewalt wagen. In Reportagen dazu finden sich versteckt immer wieder Hinweise, die den Zusammenschluß verschiedener Länder nahelegen. Als Beispiel empfehle ich hier auch noch die Suche nach der Dokumentation Ritueller Missbrauch in Frankreich, die mal auf N24 lief und bei der, fast nebenbei, ein mutmaßlicher Zusammenhang zu Belgien aufgedeckt wird (auf Sat.1 gab es meines Wissens nach eine ähnliche Ausgabe des Materials, aber im anderen Zusammenschnitt).

Natürlich gab es, gerade zu Beginn des Jahrtausends, als die Satanismus-Debatte hierzulande besonders “in” war,  auch in Deutschland zahlreiche Meldungen zu dem Thema, bis es vor einiger Zeit dann wieder abflaute und der Zensurdebatte zur Kinderpornographie im Internet wich. Wieviele der hier aussagenden Opfer wirklich glaubhaft sind, wird weiterhin in Frage gestellt und gerade in Deutschland scheint mir der starke Fokus auf den “Ritus” und den “Satanismus” als Sekten-Kult viel zu eindimensional, so dass ich die Bedenken der Kritiker durchaus nachvollziehen kann. Fakt bleibt aber vor allen Dingen, dass, aus welchen Gründen auch immer, solche Sachen eben stattfinden. Das belegen Fälle von Kampusch bis Dutroux.

Noch viel wichtiger aber ist in meinen Augen die Tatsache, dass bei einer möglichen Aufdeckung der Hintermänner Protektion im großen Stil getrieben wird. Und das wirft auf dieses Spezialfeld ein ganz anderes Licht, das noch weit über die Besorgnis zweifellos schlimmer Sekten oder psychopatischer Familienriten hinausgehen muss.

Quelle Foto: Wikimedia

Bombe geplatzt! Reality Twist leistet Beitrag mit Serious Game

Eintrag vom: 29.08.2012 | von: Basti | in: Artikel

6

„Jetzt reichts!“ Thomas Wagner schlägt mit seiner Faust auf dem Tisch. „Nicht nur, dass ich seit Tagen nicht mehr nach Hause darf, jetzt fackeln die mir auch noch das halbe Viertel ab!“ Wagner ist Geschäftsführer und Technikchef beim Münchner Computerspielentwickler Reality Twist und einer der ersten Opfer der Fliegerbombe im Münchner Stadtteil Schwabing.

Am Montag offenbarte man ihm, dass er in der Sperrzone der kürzlich gefundenen Fliegerbombe wohne. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch schließlich war die Bombe dann gesprengt worden – und mit ihm gleich einige Dachstühle mit. „Wenn ich nach Hause komme, und feststelle, dass meine Couch angekokelt ist –oder meine Schmusedecke- dann wäre das für mich wirklich ein herber Schlag. Vor allen Dingen aber hoffe ich, dass mein Computer noch läuft. Darauf schürfe ich aktuell Bitcoins.“ Bitcoin, eine elektronische Währung die durch Rechenleistung entsteht, nutzt Reality Twist schon seit längerem zur Bezahlung ihrer Praktikanten.

„Es wäre wirklich schade, wenn ich durch die Explosion der Fliegerbombe jetzt leer ausgehe“, grübelt Praktikant Sebastian. Aber auch die anderen Mitarbeiter des Softwareentwicklers sind von der Nacht-und-Nebel-Aktion betroffen. Schließlich hat Wagner nun bereits seit Nächten kein eigenes Dach mehr über dem Kopf. „Ich mache mir wirklich Sorgen, dass die Arbeitskollegen unter dem zunehmenden Geruch nun unnötig leiden. Eine weitere Stinkbombe können wir hier echt nicht gebrauchen“, sagt Clemens Hochreiter, ebenfalls Geschäftsführer bei Reality Twist. „Als Spieleentwickler ist man solche Ausdünstungen zwar gewohnt, aber wer weiß schon wie lange Thomas noch hier in seinem Bürostuhl schlafen muss?“

Der Spieleentwickler, der sein Büro in der Nähe des Ostbahnhofs hat, beschäftigt sich vor allen Dingen mit ernsteren Spielen rund um Lernthemen, den sogenannten ‚Serious Games‘. „Ich habe ja das Gefühl, das Einsatzkommando wollte ohnehin einfach um jeden Preis die Bombe explodieren sehen und hat sich deswegen am Schluß nur noch gedacht: ‚Zünd das Scheißteil doch endlich!‘“ ergänzt Producer Sebastian Grünwald. „Aber sind wir doch mal ehrlich: Die Couch von Thomas ist die bequemste Couch, die ich kenne. Eine Beschädigung wäre für uns alle ein herber Verlust. Mit sowas spielt man einfach nicht. Da werd ich ‚God damn serious!‘“ Und ‚serious‘ wird die Thematik nun tatsächlich.

Denn der Münchner Spielentwickler hat für sich bereits Konsequenzen gezogen: Im nächsten Jahr möchte man das erste richtige ‚Serious Game‘ rund um das Thema Bombenentschärfung auf den Markt bringen. „Also sind wir doch mal ehrlich“, meint auch Kevin Kerkhoff, der für das Spieldesign verantwortlich ist, „Bombenentschärfung und Bombensprengung ist ein Thema, das uns doch quasi jeden Tag begleitet. In den letzten hundert Jahren wurden über Deutschland mindestens 1,5 Millionen Bomben abgeworfen. Wenn wir nur 10% davon entschärfen müssen, haben wir mit Sicherheit an die 10.000 Wochen zu tun.“

Mit dem Spiel will der Entwickler nun auf die Gefahren von Fliegerbomben aufmerksam machen. Das bereits erhältliche und beliebte Spiel Bomberman ist dem Team nämlich bislang zu oberflächlich. Der Windows-Klassiker Minesweeper ist zwar durchaus ernst, also ‚serious‘, aber ob man das Konzept wirklich als ‚Game‘ bezeichnet darf, da sind sich die Experten bei Reality Twist nicht so ganz sicher.

Da gerade auch Frauen in dem Beruf des Bombenentschärfers kaum anzutreffen sind, denkt das Team bereits jetzt über einen speziellen „Girl-Modus“ nach, um mehr Mädchen für dieses Feld zu begeistern. „Das tolle ist, man kann in der virtuellen Welt die Bomben ja auch frei gestalten. Sie müssen nicht immer nur im dristen Grau erscheinen“, erklärt Hochreiter. Deswegen soll es in diesem Modus zum Beispiel auch die Entschärfung von Kalorienbomben geben. Im sogenannten ‚T-Shirt-Mode‘ muss man sich vor Wasserbomben in Acht nehmen. „Der Endgegner ist hier die sogenannte Arschbombe“, erklärt Grünwald. Nicht ganz schlüssig ist sich das Team, ob es auch das umstrittene Thema der ‚Sexbomben‘ behandeln soll. „Wir hätten da schon ein paar Skizzen von unserem Chefgrafiker, aber es ist zu früh, bereits jetzt etwas zu verraten“, versichert Wagner.

So oder so, da ist sich das Team sicher, wird das Projekt ‚bombig‘.

 

Über die Reality Twist GmbH

Reality Twist entwickelt erstklassige Computerspiele für alle hochwertigen Plattformen wie Xbox 360, PlayStation 3, iOS, Android, Web und PC, und das für alle Genres und alle Alterszielgruppen – vom hippen Sportspiel bis zum spannenden Adventure. Dabei stehen für die Münchner immer das immersive Spielerlebnis, hoher Spielspaß und fesselnde Spielwelten im Mittelpunkt. Reality Twist bietet als Full-Service-Anbieter das komplette Entwicklungsspektrum von Pre- und Postproduction, Konzeption, Design, Producing, Projektmanagement bis hin zu Marketing an. Hochwertigkeit, Innovation und Nachhaltigkeit sind die Primärziele bei der Entwicklung. Reality Twist legt deswegen großen Wert auf ein exzellent ausgebildetes Team aus Programmieren, Autoren, Game Designern, Konzeptern und Grafikern sowie die plattformübergreifende Entwicklung seiner Produkte.

Neben einem großen Know-How über bekannte Game-Engines wie Unity3D oder Trinigy Vision baut Reality Twist auch fortlaufend eigene Basistechnologie auf. Dadurch garantiert das Unternehmen seinen Kunden nicht nur einen technologischen Vorsprung sondern auch eine hocheffiziente und planbare Produktentwicklung. Außer Eigenproduktionen übernimmt Reality Twist auch Work-For-Hire-Projekte für andere Spieleentwickler und Publisher.

Für die Industrie entwickelt das Unternehmen professionelle, interaktive Simulatoren für Vergnügungsparks. Gemeinsam mit seinen hauseigenen Medienpädagogen zählt Reality Twist außerdem zu den führenden Serious-Games-Entwicklern Deutschlands. So hat Reality Twist bereits gemeinsam mit dem Goethe-Institut e.V., dem Bildungsverlag Braingame oder dem meistbesuchten Museum der Schweiz pädagogisch wertvolle und spannende Lernapplikationen entwickelt und ihr didaktisches Know-How in diesem Segment bereits auf Einladung im deutschen Bundestag präsentiert.

Gefördert wird Reality Twist durch das GameConnection Level Up Programm, die Microsofts BizSpark Initiative, dem FFF Bayern sowie der bayerischen Staatskanzlei.

In seltenen Fällen lässt sich die Firma zu satirischen Pressemitteilungen hinreißen.

Mehr Infos unter www.reality-twist.com. ;-)