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Weder kahl noch naseweiß: Frühjahrsrunde über den LeopoldsbergWeder kahl noch naseweiß: Frühjahrsrunde über den... Ein bisschen beneiden kann man die Wiener mit ihrem Ausflugsziel Leopoldsberg und Kahlenberg ja schon. Mit der normalen Innenraumkarte sind diese beiden schönes Aussichtspunkte...

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Forever Jan

Eintrag vom: 22.04.2016 | von: Basti | in: Medien

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Mitläufer, aber ich musste trotzdem lachen…

Warum das ZDF mit Böhmermann auch das zdf.neo opferte

Eintrag vom: 17.04.2016 | von: Basti | in: Artikel, Medien

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Im Podcast, den ich gestern verlinkt hatte (den hier) wird auch über Jan Böhmermann und die effektive Mund-Tot-Machung der Sendung gesprochen. Einer der Podcaster, Stefan, stellt die Hypothese in den Raum, dass es effektiv ein Generationenkonflikt ist – und zwar zwischen der Jugend, die sich mit einer eigenen Sprache versucht zu formieren (z.B. durch Piratenpartei oder eben dem Neo-Magazin-Royale) und immer dann, wenn sie einmal aneckt, sofort von der alten Generation vernichtet wird und dem auch nichts entgegen zu setzen hat, weil die Macht der “Alteingesessenen” einfach viel zu groß ist.

Er vergleicht das auch sehr böse mit dem Satz, dass heute ein Wissenschaftler an der Uni sich den Arsch abrackern muss, während die Babyboomer-Sekretärin faul im Sessel fläzt und Arbeit vortäuscht. Die junge Generation hingegen ist momentan so mundtot, dass sie nicht mal im Ansatz aufbegehren kann – und deswegen sei das Verstummen der Böhmermann-Stimme umso schmerzlicher, so jetzt mal meine zusammenfassende Interpretation dieses Arguments.

Den Teil des Podcasts fand ich tatsächlich am spannendsten und ich hätte mir gewünscht, dass man den -trotz der schon andauernden Kontroverse mit Jörg- noch ein wenig mehr ausdifferenziert. Für mich liegt darin ein Großteil der Krux und ein wichtiger Aspekt bei der Analyse der Zensurmechanismen von heute.

Ich stimme mit Stefan auch durchaus überein, dass das ZDF nicht wirklich versteht, was es an Böhmermann hat. Spätestens beim angesprochenen Kubismus als “letztes großes Statement” von Böhmermann vor seinem zeitweiligen “Abdanken” sollte jedem klar geworden sein, dass er mehr ist als die kleine Satire-Losershow, von der er immer spricht. Ich glaube auch, dass er als einer der ganz wenigen Medienmacher eine ganz bestimmte und einmalige Sprache gefunden hat, mit (Medien-)Realitäten umzugehen und in seinem letzten Segment unterstreicht er diese Erkenntnis umso deutlicher.

Es gibt gleich mehrere Indizen, die das decken. Das geht vom Beginn der Szene mit dem Gespräch mit Anne Will, die von ihm wissen will, ob er mit seinem Erfolg bei der Jugend “begriffen habe, wie das Internet” funktioniere bis hin zum offenen Brief der ZDF Redakteure an die Obrigen mit der Bitte, die Löschung doch zurück zu nehmen. Überall schwingt dieser Klassenkampf mit. Ich bin überzeugt, dass eine soziodemografische Analyse des Neo Magazin Royale-Publikums und seiner Mediennutzung entsprechend spannendes zutage tragen würde. Auch deckt sich diese Hypothese mit meinen Gesprächen mit Zuschauern unterschiedlichen Alters zu dieser letzten Sequenz. Die Älteren halten sie schlicht für sinnlose Blödelei, die jüngeren, also die Zielgruppe, können sie formal häufig auch nicht erklären, begreifen sie aber unbewusst als genial, als etwas, das ihrer Sprache entspricht und auf was sie anspringen. Und diese Sprache geht mittlerweile weit über so ungewöhnliche Sachen wie Triceratops-Logo oder Mediencollage-Opener hinaus.

Ich bin auch der Meinung, dass Böhermann und das Neo Magazin Royale-Team da was ganz eigenes entworfen hat (selbst wenn die Redaktion genug vom US-amerikanischen Vorbild klaut und remixt) und das ZDF das nicht als solches erkennt. Für mich ist auch die Debatte um die Legalität des Gezeigten vollkommen zweitranging. Natürlich ist es wichtig, dass das Gedicht im Kontext stand, aber viel wichtiger wäre es, die Funktionsweise des kompletten Neo Magazin Royale zu betrachten und zu verstehen. Es hat schon einen Grund, warum die Sendung fortlaufend nummeriert und auch noch konkret mit Episodentiteln versehen ist – das ist das Selbstverständnis der Sendung, das weit über ein entkoppeltes Satire-“Magazin” hinausgeht.

Das ZDF aber sieht die Sendung vermutlich als jugendlichere “Anstalt” oder rebellischere “Heute-Show” – dabei sind die Funny-News-Formate eben genau nicht mit dem Neo Magazin Royale vergleichbar. Die Show ist eine sehr eigene, singuläre Stimme und damit ist der derzeitige Wegfall auch umso dramatischer. Sie kann nicht durch irgendein Substitut ersetzt werden.

Nicht so sehe ich aber die Problematik der Ressourcen. Wenn man bedenkt, dass die Zielgruppe ohnehin kein Fernsehen mehr schaut ist der Weg zum Web-Format nicht so weit. Klar braucht man dafür Geld, aber ich denke, das Gebührenmodell ist eh ein Auslaufkandidat. Eher würde sich ein Netflix, Youtube & Co so ein Format sichern, die haben ohnehin die gewünschte Zielgruppe und in naher Zukunft vermutlich auch entsprechende Ressourcen. Und -und auch da gebe ich Stefan und Tilo recht- auch eine ganz anderes Rechtsverständnis was die Kunst- und Meinungsfreiheit betrifft. Natürlich nicht in allen Punkten, aber dass Internetplattformen verschiedene Zielgruppenprofile und Inhaltsbeschränkungen haben und nackte Brüste dann eher auf anderen Plattformen auftauchen als auf Facebook (aber eben trotzdem auftauchen, halt nur auf YouPorn), halte ich jetzt auch nicht für problematisch. Effektiv sind die ja nur einen Link entfernt, also ist das eine belanglose Debatte. Oder man macht es so schlau wie John Oliver und geht gleich auf HBO.

Beim ZDF halte ich das tatsächlich für weniger belanglos, denn genau hier hätte der Sender, der wie kein anderer als das 50+ der deutschen TV-Landschaft verschrien ist, einmal die Chance gehabt, das wahrzunehmen, was sie seit Jahren mit zdf.neo versuchen: Sich als Sprachrohr für das moderne, junge Deutschland zu etablieren. Das ist doch der eigentlich Auftrag vom zdf.neo. Und genau jetzt hätte das Fernsehen beweisen können, dass es einem Ernst ist, um diese Zuschauerschaft.

Wie wäre das ZDF gefeiert worden, wenn sie gesagt hätten: “Wir haben begriffen, dass Böhmermann den Nerv der jungen Generation getroffen hat (also genau das, was Anne Will zu ihm am Ende der letzten Sendung sagt!) und wir setzen uns dafür ein, dass dieses Sprachrohr erhalten bleibt. Daher werden wir uns an einer Nachzensur nicht beteiligen und zdf.neo als Plattform für diese Form der Kunst und Kultur aufrecht erhalten.” Wie sehr hätte sich der Sender in die Herzen dieser Generation gebrannt? Was für eine vertane Chance!

Die Debatte im Podcast driftet mir da leider vollkommen daran vorbei. Geschmack spielt doch hier überhaupt keine Rolle. Auch der Vergleich mit Industrie oder Redaktionsrichtlinien hinkt. Hätte das ZDF verstanden, dass sie mit dieser Sendung genau das haben, was dazu führt, dass die junge Zielgruppe für Böhmermann von der mittlerweile etablierten Stakkato-News-Nutzung VOM Internet ZUM ZDF zurück kehrt (und sei es nur auf Beiträge der Mediathek oder Youtube) und dass sie damit auch genau das haben, was sie seit Jahren suchen, hätten sie dafür kämpfen müssen.

Das Gegenteil ist passiert. Sie haben “aus Geschmack” entschieden, dass Böhmermanns Aktion nicht ihren “Qualitätsansprüchen genügt”. Das haben sie sogar selbst zugegeben. Schlimmer noch: Sie haben sogar zugegeben, sich bei Erdogan für ihr Format entschuldigt zu haben. Sie haben das zdf.neo zum nächsten ZDF gemacht. Irgendwo haben sie also auch gegen diese neue Mediensprache entschieden, die soviel verändern könnte (für sie genauso wie für die Politik, ich denke, das müssten jetzt alle begriffen haben).

Dass sie das nur tun, um Böhmermann zu schützen, wie es dann als Vorschlag zur Güte in der Diskussion im Podcast heißt, kann ich nicht so richtig unterschreiben. Dafür fehlen mir entsprechende Anzeichen und selbst dann hätte man viel bessere Zeichen setzen können, nicht gleich von Beginn von “Qualitätsansprüchen” gesprochen, die Sendung und den Sender verteidigt (auch gegenüber der Türkei) und nicht erst Tage später zugesagt, dass man bereit sei, “durch die Instanzen zu gehen”.

Also kurz und knapp: Ja, ich glaube auch, die Sache ist als weiterer Rückschlag zu werten. Ich hege zwar keinerlei Zweifel, dass Böhmermann zurück kommt, aber ich finde es absolut legitim, sich über dieses Generationenproblem Gedanken zu machen. Wir sehen immer wieder Versuche von Befreiungsschlägen, die dann durch fehlende Rückendeckung, seien sie gesellschaftlicher oder organisatorischer Natur, vernichtet werden. Eigentlich einfach nur traurig. Danke, dass das endlich mal (wenn auch nicht unkontrovers) im Podcast zur Sprache kam!

Neo Magazin Einspielschleife

Eintrag vom: 09.04.2016 | von: Basti | in: Medien

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Geht’s nur mir so oder grenzt die Medienrealitätskonstruktions-Schleife in der letzten Hälfte der aktuellen Neo Magazin Royale Sendung als Antwort auf die Erdogan-Debatte an einen Geniestreich? Selten habe ich so eine schöne “Das-Ist-Fake-Das-Ist-Realität”-Parabel gesehen und besser hätte man auf die Lächerlichkeit der “Meint-Der-Das-Ernst-?” Diskussion sicherlich nicht antworten. Fernsehen als Lug- und Trugmaschinerie der Zerstreung, durch die sich depperte Hanseln der Realwelt allzu leicht verwirren und hinters Licht führen lassen – so geschehen ja vor kurzem beim Telefonat zwischen Erdogan und Merkel. Böhmermann sitzt unter dessen auf Youtube da und isst Popcorn. Ich fand das ganze Produkt als Antwort einfach nur fantastisch… :-)

Hier geht’s zur Episode…

Böhmi vs. Merkel – Round 2, Fight!

Eintrag vom: 06.04.2016 | von: Basti | in: Medien

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Eieiei, schockierend genug, dass es sogar heute noch in der Bundespressekonfernz um das furzige Gedicht von Jan Böhmermann geht (nachdem vorgestern schon drüber gesprochen wurde). Peinlich, peinlich…

Manchmal glaube ich ja, Böhmermann hat genau gewusst, was passieren wird. Der Löschung des Videos hat er scheinbar ja auch selbst zugestimmt (wer die Sendung vor der Zensur gesehen hat, hat auch gehört, wie genau vorher gesagt wurde, was jetzt passieren wird). Dass dann aber auch noch ausnahmslos jede relevante Person auf die Aktion reinfällt, Kanzlerin inklusive, ist fast schon beängstigend. Sind Menschen wirklich so begriffsstutzig? Oder hat er mit den paar Zeilen blödsinniger, indirekter Rede wirklich heraus gepresst, unter welchem Druck Merkel gegenüber Erdogan steht? Falls letzteres, dann Hut ab! Falls ersteres, dann kann ich nur hoffen, dass die jetzt nicht wirklich versuchen, gerichtlich gegen Böhmi vor zu gehen – soviel müssten die doch eigentlich mittlerweile gelernt haben.

Read Kant, cunt!

Eintrag vom: 31.03.2016 | von: Basti | in: Gesellschaft, Medien

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zdf.info: Doku über den CCC

Eintrag vom: 25.03.2016 | von: Basti | in: Internet & Co, Medien

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Auf zdf.info lief gerade eine ganz nette Doku über den CCC. Das Ganze ist ziemlich eng auf 45 Minuten zusammen gefasst, macht aber trotzdem Spaß zum ansehen. Für das Video einfach auf dieses Bildchen klicken:

Danke an Andrea für die Info! Hätte ich sonst fast verpasst. :)

Drumpf’s Border Wall

Eintrag vom: 21.03.2016 | von: Basti | in: Medien

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And another fantastic piece by John Oliver – like pretty much all of his pieces. This time about the feasability of the border wall, Donald Drumpf plans to build… :)

Interview mit Jan Böhmermann

Eintrag vom: 08.03.2016 | von: Basti | in: Medien

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Wer gerne das Neo Magazin Royale sieht, zu dem es vor einiger Zeit übrigens auch ein hervorragendes, kostenloses Adventure gab, der interessiert sich vielleicht auch für dieses Audio-Interview mit Moderator Jan Böhmermann bei WDR2. Ich finde es ja immer recht spannend, Medienschaffende mal in der Rolle des Befragten zu erleben…

Hier geht’s zum Interview

How is Whitewashing still a thing?

Eintrag vom: 23.02.2016 | von: Basti | in: Medien

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Die letzte Episode Last Week Tonight war wieder mal ganz herausragend.

Besonders schön fand ich diesmal auch das nahezu 5 Minuten lange Segment “How is this still a thing?”, dass sich kritisch mit dem Einsatz weißer Schauspieler für eigentlich farbige Rollen ausseinandersetzt.

Ich liebe die trockene Stimme des Sprechers:

Ylvik oder die polnischen TV-Gastarbeiter

Eintrag vom: 20.02.2016 | von: Basti | in: Medien

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Was macht man, wenn man eine Live-Sendung hat, aber keine Zeit?

Richtig.

Man besorgt sich einfach polnische Gastarbeiter, so wie jeder wohlhabende Westeuropäer.

Blöd nur, wenn der eine Ersatz Kleinwüchsig ist, der andere kein Englisch kann und der dritte als Polizist keinerlei Showerfahrung hat. So geschehen diese Woche bei I kveld med Ylvis. In meiner Playlist kann man sehen, wie sich die drei Polen beim Ersatz der drei populären norwegischen Moderatoren geschlagen haben. Alle Videos haben englische Untertitel (bei Youtube aktivieren):