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Hörspiel: “The Cruise” wird fortgesetzt

Eintrag vom: 10.10.2015 | von: Basti | in: Medien

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Vor einem guten Jahr habe ich hier das Hörspiel “The Cruise” vorgestellt:

Ein modernes Hörspiel ganz im Stile von kommerziellen Grusel-Titel wie Gabriel Burns oder John Sinclair. Die Geschichte ist ein bisschen wie eine Mischung aus Langoliers, Nine Hours, Nine Persons, Nine Doors und Jumanji:  Auf einem luxuriösen Kreuzfahrtschiff verschwinden über Nacht mehr als 4.000 Menschen spurlos von Bord. Für die übrig Gebliebenen beginnt ein Kampf auf Leben und Tod. Die Zugänge zur Brücke und zum Maschinenraum sind plötzlich durch Stahltüren versperrt. Merkwürdige Geheimbotschaften ertönen im Raum und verheißen nichts Gutes!

Was als wirklich spannende Mystery-Geschichte mit Abenteuer-Touch beginnt wird im Mittelteil für meinen Geschmack leider etwas arg actionlastig. Die Auflösung ist dann leider relativ enttäuschend und lässt jegliche Kreativität vermissen. Auf Grund einer sauberen Produktion und ordentlicher Sprecher (von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen) gibt es von mir trotzdem einen Hörtipp, denn die aufgebaute Atmosphäre auf dem einsamen Kreuzfahrtschiff fand ich klasse!

Nun wurde die Serie für mich überraschend fortgeführt. Den vier bereits existierenden Folgen werden vier weitere angefügt. Mal schauen, ob sich das etwas unkreative Ende der ersten Staffel damit revidieren lässt. Ich bin gespannt.

Wer “The Cruise” noch nicht gehört hat findet hier alle alten sowie die ersten zwei neuen Folgen – alle ganz legal aus dem WDR Hörspielspeicher:

Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil 4

Teil 5 | Teil 6 | wird fortgesetzt, ich poste dann!

 

Selfiekampen med Ylvis

Eintrag vom: 09.10.2015 | von: Basti | in: Internet & Co, Medien

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Es sind noch rund zwei Monate hin, bis I kveld med Ylvis an Weihnachten für eine fünfte Staffel zurück kehren soll, aber es macht jetzt schon Spaß, ihre idiotischen Spielchen als Vorgeschmack so langsam wieder bei TVNorge aufpoppen zu sehen.

Hier ein Beispiel:

(Englische Untertitel sind über den Untertitel-Button bei Youtube verfügbar!)

Colbert jamt mit Pearl Jam

Eintrag vom: 26.09.2015 | von: Basti | in: Medien

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Schon mal aufgefallen, wie gut eigentlich die Musik-Acts in der täglichen “Late Show” mit Stephen Colbert sind? Ich mag ja Live-Performances in Talkshows eigentlich gar nicht, aber bei der Late Show schaffen sie wirklich eine erstaunlich tolle und ausgewogene Musikauswahl. Stars und Newcomer und Musik aller Richtungen wechseln sich fleißig ab – aber es hat immer Qualität. Nicht selbstverständlich, wenn man bedenkt, dass die Show fast jeden Abend ausgestrahlt wird und solche Talente ja auch nicht täglich über die Straße laufen. Alle Achtung, die Show scheint zum täglichen Musik-Gig und -Kick für New York zu werden, ohne dass das wohl überhaupt jemand wollte.

Dazu kommt noch die absolute Genialität des Stephen Colberts, der sich überhaupt nicht an die Regel hält, dass sich der Moderator bei Musikern nicht einmischt. So z.B. letztens geschehen bei Pearl Jam. Dort forderte die Menge noch eine Zugabe ein, und Stephen und die Band legen dann einfach ganz spontan gemeinsam noch nen Song hin.

Super, weiter so!

Colbert interviewt Smaug. Immer noch eines meiner Lieblings-Interviews von ihm. Symbolbild.

Barbie. Begegnung mit dem Bösen (Hörspiel)

Eintrag vom: 21.09.2015 | von: Basti | in: Medien

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Foto: (cc)-by-nc-sa Simplex2

Foto: (cc)-by-nc-sa Simplex2

Barbie. Das ist nicht etwa der Bruder von Kens Schwiegermutter sondern tatsächlich ein SS-Kriegsverbrecher, auch bekannt als “Schlächter von Lyon”. Schon mal überlegt, von wem die US-Amerikaner das in Guantanamo eingesetzte Waterboarding gelernt harben? Klaus Barbie ist definitiv eine gute Adresse dafür. 1951 flüchtet er mit Hilfe des amerikanischen Militärgeheimdienstes und des Vatikan(!) über die so genannte “Rattenlinie” nach Bolivien und baut dort -unbemerkt- eine NS-Zweitkarriere auf. Ein viertes Reich.

Und genau zu dieser recht unheimlichen Person gibt es nun einen -wie ich finde- spannenden Hörspiel-Mix beim WDR, entwickelt von Peter F. Müller, Leonhard Koppelmann und Michael Mueller.

Klaus Barbie – Begegnung mit dem Bösen ist eine intelligente Mischung aus Thriller-Hörspiel, Radio-Reportage, Quellen-Diskussion und Making-Of. Dabei erzählen professionelle Sprecher, allen voran Felix von Manteuffel als Klaus Barbie, die Geschichte des Schergen nach. Aber auch Wissenschaftler und die Hörspielmacher selbst kommen mittendrin zu Wort und erklären und kommentieren. Mitunter laufen Original-Tonaufnahmen von Klaus Barbie parallel mit und überdecken sich exakt mit dem gesprochenen Text des Hörspielteils – Realität und Hörspielfiktion verschwimmen und ergeben ein Hörerlebnis, das volle Aufmerksamkeit fordert aber spannend und lehrreich zugleich ist. Mir hat’s gefallen. Der Download ist kostenlos!

Teil 1 | Teil 2 | Teil 3

Das Hörspiel wird begleitet von einer ARTE Dokumentation (hier) und einem Theaterschauspiel, das demnächst aufgeführt wird (beides noch nicht gesehen).

Surrealität Galore: Juiced with O.J. Simpson

Eintrag vom: 01.09.2015 | von: Basti | in: Medien

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Juiced with O.J. Simpson dürfte ohne Zweifel eine der merkwürdigsten Sendungen der letzten 10 Jahre gewesen sein. Wem der Name nichts mehr sagt: Der Schauspieler und Football-Star O.J. “Juiced” Simpson wurde vor allen Dingen durch die Anklage bekannt, er habe seine Ex-Frau und den Kellner Robert Goldman umgebracht:

Aufgrund der bekannten Vorgeschichte häuslicher Gewalt zwischen O. J. Simpson und seiner Ex-Frau und der Tatsache, dass Simpson kein offensichtliches Alibi vorzuweisen hatte, gelangte er schnell als möglicher Tatverdächtiger in den Fokus der Ermittlungen. (…) In den Tagen bis zum 17. Juni verdichteten sich die Indizien für eine mögliche Täterschaft Simpsons. Insbesondere wurden Blutspuren, die ihm und den Opfern zugeordnet wurden, sowohl am Tatort als auch in seiner Residenz gefunden.

Sein bisheriger Anwalt Howard Weitzman legte daraufhin sein Mandat nieder und wurde von Simpson durch Robert Kardashian ersetzt. Kardashian erklärte im Auftrag seines Klienten, dieser sei unschuldig und habe sich zum Tatzeitpunkt in seinem Haus befunden. Am 17. Juni wurde offiziell Haftbefehl wegen zweifachen Mordverdachts gegen Simpson beantragt. Er stellte sich jedoch nicht, sondern floh zusammen mit seinem Freund Al Cowlings in dessen Auto, einem weißen Ford Bronco, auf dem Interstate Highway 405 (…) Die Verfolgungsjagd wurde live im TV übertragen, wofür sogar die Übertragung der zeitgleich stattfindenden NBA-Finals unterbrochen wurde. (…) Bei seiner Festnahme wurden ein Reisepass, 9000 US-Dollar in bar und ein falscher Schnurrbart gefunden, was aus Sicht der Polizei den Schluss nahe legte, Simpson habe das Land verlassen und untertauchen wollen.

(Wikipedia)

O.J. Simpson wurde trotz recht erdrückender Beweise durch ein Geschworenengericht freigesprochen. Während die DNA-Beweise kaum Gehör fanden rückte dort ein Handschuh(!) in den Mittelpunkt, der O.J. Simpson aber bei der Anprobe nicht passte und damit nach Ansicht der Geschworenen nicht zur Beweislast beitragen könne.

Die Verhandlung von O.J. war ja generell schon skurril – aber seine Sendung, die er gut 10 Jahre später dann produzierte, stellt alles in den Schatten. Dort veralbert er auf ziemlich pietätlose Weise Menschen mit Streichen, die in irgendeinem entfernten Zusammenhang zu seiner Person und sogar seinen Mordvorwürfen stehen. Das ganze wird gemixt mit Jackass-artigem Slapstick, etwas Sexismus, billigem Gossenhumor und viel nackten Brüsten – und das soll dann komisch sein…

Kein Wunder dass die Sendung nur für eine Episode lief.

Viel interessanter finde ich da die Geschichte hinter dieser Produktion: Dass mögliche Psychopathen wie O.J. auf manch merkwürdige Idee kommen, könnte ja noch sein. Aber wie kommt ein ganzes Team dazu, so etwas Kurioses des schlechten Geschmacks zu produzieren?

Lange Zeit galt die DVD als absolute Rarität. Es wurden weniger als 100 Stück in Umlauf gebracht, bevor sie schnell wieder vom Markt genommen wurde. Doch jetzt hat eine Journalistin von “This American Life” sich der Sache angenommen und die Macher von “Juiced” interviewt. Sowas finde ich persönlich ja immer ungemein spannend. Und daher gebe ich hier mit einen

Hörtipp ab (ab Minute 10 aufwärts!).

Übrigens: Nach dieser Sendung hat es die Ausgabe von Juiced wie es scheint tatsächlich auf Youtube geschafft und . Ob der Kanal offiziell ist oder nicht ist etwas schwer zu sagen, zumal die DVD gerade wieder (zum “Jubiläum” des Gerichtsprozesses) in “Druck” gehen soll. Bei Bedarf lässt er sich sicher finden (und wenn nicht, dann hat die Copyright-Maschinerie von Youtube für Gerechtigkeit gesorgt)…

Bastis Myanmar im japanischen TV

Eintrag vom: 28.08.2015 | von: Basti | in: Medien

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Verrückt: Das japanische Fernsehen hat gerade die Bildrechte meiner Myanmar-Reise von mir erworben. Die wollen wohl irgendein Special über Naypyidaw machen und es gibt scheinbar immer noch nicht allzu viele brauchbare Aufnahmen davon…

Praise be! Praise be!

Eintrag vom: 24.08.2015 | von: Basti | in: Gesellschaft, Medien

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John Oliver hat mal wieder ein wenig die Gesellschaft aufgemischt. Diesmal ging er in diesem Beitrag gegen Televangelisten vor, die im Prinzip nichts weiter betreiben als Geld in Form von “Saat” einzufordern und dafür Gottes Segen, Wohlstand oder Reichtum versprechen. Eine Ausnahmeregelung des us-amerikanischen Finanzwesens sorgt für steuerfreie Einnahmen und viel Geld von ahnungslosen Bürgern.

Die IRS ist seit der Episode bereits unter Dauerfeuer und wird wohl Änderungen beschließen. Viel lustiger aber ist die Tatsache, dass John Oliver für seine letzte Sendung ganz einfach auch eine eigene Kirche gegründet hat – um zu zeigen, wie einfach das geht: Die “Our Lady of Perpetual Exemption”-Kirche unter Reverend John Oliver nimmt ab sofort auch Geldspenden an (die aber, im Gegensatz zu den Televangelisten, nicht in Luxusgütern verprasst, sondern den Ärzten-ohne-Grenzen gespendet werden). Allein die CallFree-Hotline ist die ganze Aktion wert. 😉 Und der Spendenaufruf hat erstaunlich gut funktioniert… :-)

Goodbye, Stewart!

Eintrag vom: 10.08.2015 | von: Basti | in: Medien

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This was television history – and the scene below probably the most human and kind sequence of his very last show. It illustrates Jon’s “humbleness”, that raised some of the best and most critical satirists we needed so desperately – John Oliver or Stephen Colbert to name just some. Concerning this, Stewart was probably the best nurture you could wish for.

Thanks for 16 years of pure awesomeness and being there during a time of satirical need, Mr. Stewart.

TV-Tipp: Bollywood-Granate auf RTL2

Eintrag vom: 26.07.2015 | von: Basti | in: Medien

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Leser meines Blogs wissen, dass ich begeisterter Bollywood-Gucker bin und daher mal wieder eine TV-Empfehlung. Auf RTL2 läuft heute um 20:00h Herzensdiebe“. Hinter dem kitschigen Titel verbirgt sich nämlich der Streifen “Happy New Year”, den ich leider damals im Kino verpasst habe. Dann kann ich das ja endlich heute Abend aufholen…

Achja: Gibt es wirklich noch Leute, die Bollywood mit langatmigen Liebesschnulzen assoziieren? Dann ist dieser Streifen bestimmt eine gute Gelegenheit der Läuterung. Der Trailer sollte Lust auf mehr machen:

Wer guckt mit? 😉

John Oliver wichtigste TV-Persönlichkeit #GoGetThoseGeckos

Eintrag vom: 26.06.2015 | von: Basti | in: Artikel, Medien

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Vulture TV hat John Oliver zum wichtigsten TV-Menschen 2014 gekührt.

Nicht ganz unfair, wie ich finde, denn sein Einfluss war ohne Zweifel beachtlich. Erstmalig bewies er, dass die seit Jahren gepredigte Regel, Zuschauer könnten Themen in Unterhaltungssendungen nicht länger als ein paar Minuten folgen, bevor sie abschalteten, widerlegt ist. Bis dato war es usus, nur die notwendigsten Informationen in Nachrichtenbeiträgen zu vermitteln und sie somit auf ein Minimum zu kürzen. Häufig wurden die eigentlichen komplexen Themen damit unsauber oder unzureichend erklärt – und alles nur, weil es die Marktforschung so vorschrieb.

Mit seiner satirischen TV-Sendung Last Week Tonight, die sich teilweise über 20 Minuten einem(!) politischen(!) Thema aufklärererisch widmet schlug er in einen lang wachsenden Bedarf. Ein Bedarf nach einem gut recherchierten, trotzdem unterhaltsamen, authentischen und vor allem glaubwürdigem Format, welches die Probleme unserer Zeit unverblümt anspricht. Allein seine Youtube-Videos machen wöchentlich mehrere Millionen-Klicks. Er liefert das, was viele “seriöse” Nachrichtenmagazine nicht mehr liefern können oder wollen. Vulture beschreibt das in seiner Laudatio sehr gut:

His show’s mission statement is not to be an important source of news or analysis. In a better TV universe, the idea of […John] Oliver being named the most important person in television might be ridiculous — not because he wouldn’t still be great, or his show any less good,  but because there’d be so many more serious options. In the world we do live in, Oliver is an oasis. Hopefully, he’ll also prove to be something else: an inspiration to those so-called “real” TV journalists to start doing better.

Mittlerweile ist John Oliver bereits in der zweiten Staffel seiner Sendung soweit, direkten politischen Einfluss zu nehmen. Seine Segmente rund um Netzneutralität, die Tabak-Industrie oder FIFA-Chef Sepp Blatter waren legendär. Kurze Zeit später wird die Netzneutralität in der US-Politik verabschiedet und Sepp Blatter muss gehen. Es ist erstaunlich, in wie viele Wespenneste Oliver sticht und dabei Aufmerksamkeit auf Probleme wirft, die in den herkömmlichen Medien untergehen – und dabei für einiges Unwohlsein in Politik und der Lobbybranche verursacht, welche die Medienberichterstattung über sich selbst scheinbar bislang einigermaßen im Griff hatten. Er hat da in kürzester Zeit ein ganz mächtiges Werkzeug erschaffen. Er ist der Hofnarr, der alles darf.

Ich hab mich vor kurzem gefragt, wann ihm wohl aufgefallen ist, dass es ein fantastisches TV-Konzept ist, Einfluss auf die Nachrichten der Welt zu nehmen. Sozusagen rekursiv die Medienberichterstattung durch Berichterstattung zu manipulieren und dabei letztlich Realereignisse zu provozieren, die unsere Welt ein bisschen besser machen. Wer die #Jeff-Kampagne im Kopf hat (Stichwort: Werbeplakate in Kassel!) oder den Kauf von Sendezeit auf dem trinidadischen Sender CCN TV6 um einem FIFA-Funktionär eine “persönliche” Video-Nachricht zu senden (die danach noch in eine Art Video-Antwort-Battle ausarten sollte), der weiß, was ich meine.

Und dann hab ich den für mich entscheidenden Punkt gefunden, an dem sich Last Week Tonight von einer lustigen Nachrichtensendung in ein politisches Kampagnen-Format umgewandelt ist.

Denn heute hatte ich irgendwie nochmal Lust auf ein Weltraum-Gecko, das ein wenig Olde English 800 zu Ehren der gestorbenen Weltraum-Geckos auf den Boden schüttet und gemeinsam mit John Oliver “Say Something” singt. Wer nicht weiß, wovon ich spreche, kann sich einfach mal die Geschichte im schnellen Zusammenschnitt hier anschauen – die Szene kommt ganz zum Schluss (es sind 3 Episoden hintereinander!)…

… Es handelt sich um John Olivers erste große Aktion, die er gemeinsam mit seinen Zuschauern in der ersten Staffel seiner Show starte. Und auch wenn es sich natürlich um Zufall handelt, vermute ich, dass Oliver genau hier, in der zweiten hier verlinkten Episode, die Entscheidung getroffen hat: “So mache ich’s! Ich starte Kampagnen, mobilisiere meine Zuschauer für das Gute, ändere die Welt und sorge so für das erste richtige Bildungsfernsehen seit langem!” Genau so erkläre ich mir diese Zeilen:

This is just the tip of the iceberg, people. Now that the geckos are okay, there’s nothing that we can’t accomplish as a species! We can rush in a new area of peace on earth. We can dedicate our ressources to education and scientific research. (…) Thank you, viewers.

John, du hast das, was danach kommt, doch alles mit langer Hand geplant. Gib es zu! Es muss einfach stimmen! 😉