Anlässlich des 25-jährigen Bestehens veröffentlicht der Hubert Burda Media Verlag eine Sonderausgabe der ursprünglich 1998 durch den Markt & Technik Verlag publizierten Zeitschrift Power Play. Neben einem Wiedersehen mit altbekannten Redakteuren wie Heinrich Lenhardt und einem großen Schwerpunkt auf Retrospiele dürfte auch die Vollversion für den ein oder anderen Adventurespieler interessant sein. Auf der beliegenden Heft-DVD befindet sich nämlich das hervorragende Adventure-Spiel The Last Express. Erhältlich wird die Ausgabe zum Preis von 8,90 € ab dem 21. November sein.
Vor einiger Zeit hatte ich einen provokaten Beitrag zum Batman-Amoklauf in Aurora geschrieben, bei dem ein Attentäter in einem Mulitplexkino mehrere Leute während der Vorstellung des Films “The Dark Knight” ermordete. Mittlerweile ist es ja soweit, das selbst ein Teil der Administration die aufgetischte Geschichte nicht mehr glaubt:
Ich habe mich bei solchen Verschwörungstheorien immer für die medienwissenschaftliche Seite interessiert – vor allen Dingen für die Theorie, dass bei Menschen eine einmal fest gepflanzte Geschichte nur mit ungleich mehr Aufwand überhaupt wieder umgeändert werden kann. In den meisten Fällen setzt zwar zuvor ohnehin die Ausselektion ein, wirklich gespeichert werden Änderungen an der “ursprünglichen” Geschichte aber häufig selbst dann nicht, wenn sie mitgeteilt werden. Es benötigt einfach eine unfassbare Energie, um bei Rezipienten hier ein Umdenken einzuleiten. Und bei den Rezipienten ist es meistens mit einer anstrengenden oder schmerzvollen Erfahrung verbunden, die von “Sich-Eingestehen” bis hin zu “Paranoia” reichen kann. Beispiele gibt es unzählige – gerade auch in der deutschen Geschichte. Kann man es auch beim Massaker in Aurora anwenden? Hier ein paar Beispiele zum Selbsttest.
Stimmt die Aussage oder stimmt sie nicht?
Aussage: Der Attentäter James Holmes hielt sich selbst für den Joker aus Batman und wollte daher so sein wie er. Das sagte er der Polizei bei seiner Festnahme (Quelle).
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Aussage: Die Mutter hat ihren Sohn als Massenmörder identifiziert (Quelle).
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Aussage: Der Attentäter hatte bereits am 12 Juli seinen Masterplan in Form eines vollgeschriebenen Notizbuches als Vorwarnung an seine Universität geschickt, wo es aber Tage unentdeckt blieb. Dies gilt heute bereits als (Teil-)Geständnis, dass Holmes der Täter sein muss (Quelle).
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Aussage: James Holmes wurde von der Polizei bei seinem Auto verhaftet, als er aus dem Notausgang von Kino 9 kam (Quelle).
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Aussage: Der Attentäter trug eine Gasmaske (Quelle).
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Aussage: James Holmes hat die Gasmaske am Tatort getragen (Quelle).
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Aussage: James Holmes war ein Einzeltäter (Quelle).
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Es gibt hier noch sehr viele vergleichbare Fälle von widersprüchlich oder schlicht falsch gepflanzten Medienaussagen. Nach dem Prinzip der Nachrichtenwelle wird nun mal alles gerne genommen und umgedichtet, was ins Medienbild passt. Aber ich denke, diese Beispiele machen nochmal deutlich, dass man grundsätzlich keine Geschichte, erst recht nicht, wenn sie massenmedial verbreitet wurde, uneingeschränkt in seinen Wissensfundus als gesetzt aufnehmen kann, so lange man nicht bereit ist, sie fortlaufend immer wieder neu zu hinterfragen. Der Konstruktivist grüßt. Zugegeben: Wer garnicht nach der Wahrheit sucht (und das sind heute so einige), der muss sich diese Gedanken vielleicht auch garnicht machen. Blaue Pille, rote Pille – ihr wisst schon!
Wie passt das nun alles zusammen? Nun, eine Theorie eines Bloggers namens Scott Creighton, die vor kurzem kolportiert wurde, und die mir sehr gut gefällt, lautet:
James Holmes geht am Dienstag Abend aus. Jemand setzt ihn dabei unter heftige Drogen (im Gerichtssaal wirkt er jedenfalls noch ziemlich abwesend). Am Mittwoch sorgt jemand dafür, dass sein Appartement mit Fallen ausgestattet wird – als Beweis für seinen Wahnsinn.
Des Nachts parken sie den wegtretenen James in seinem Auto direkt neben dem Notausgang des später stattfindenden Amoklaufs. Der wahre Attentäter hat sich die Karten bereits online gekauft und weiß vermutlich bereits, in welchem Kinosaal er tätig wird.
Er geht rein, kriegt den ominösen Telefonanruf, öffnet die Notausgangstüre, holt sich die Ausrüstung aus dem geparkten Auto, geht durch die nicht ganz geschlossene Notausgangstüre wieder rein und ballert auf die Opfer.
Er geht wieder raus und wirft alles von sich, die Waffen ins Auto zum belämmerten James. Die Gasmaske lässt der Täter an, um von den Sicherheitskameras nicht als “Nicht-James” erkannt zu werden.
Nach der letzten Sicherheitskamera wirft er die Maske ab und springt in ein vorbeifahrendes oder wartendes Fluchtauto auf der Straße.
Was den Tatvorgang betrifft, muss ich sagen, dass diese Geschichte bei mir aktuell deutlich stabiler funktioniert als die bisherigen Aussagen und Theorien. Und es wirft erneut ein erschreckendes Bild auf unsere Massenmedien und womöglich auch auf Gevatter Staat. Prost!Richtig oder Falsch?
Der Name der Sendung “Heartbeat” des österreichischen Jugendkulturradios FM4 klingt zunächst wie ein mögliches Formatprogramm verkitschter Softrock-Stücke. Auch wenn natürlich ruhigere Stücke zwischen Soft-Industrial und Ballad-Indie in der zweistündigen Sendung vorherrschen, ist sie doch in erster Linie eine song- oder songwriter-zentrierte Sendung mit dem ein oder anderen Glanz-Fundstück. Letzten Montag habe ich mit großem Interesse die Sendung rund um den Liedermacher Bill Fay gelauscht, der mir bis dahin (als wenig musikgebildeter Mensch) noch kein Begriff war. Absolut spannende Sendung, die Robert Rotifer hier zusammengestellt hat – und mit tollen Musikausschnitten von Fay himself!
Nicht nur eine Sendung über einen hervorragenden Musikmacher, sondern auch eine Sendung darüber, wie man als Künstler von der Öffentlichkeit völlig vergessen werden kann, sich als Putzkraft (!) über Wasser hält, um dann als alter Mann plötzlich die Anerkennung zu finden, die einem gebührt. Eine hervorragende Parabel über unsere heutige Medienwelt, aber auch eine einfach schöne Geschichte, untermalt mit der Musik von Bill selbst.
Die Folge lässt sich als Podcast auch online anhören. Die eigentliche Betrachtung von Bill Fay beginnt bei rund Minute 34 und ist hiermit highly recommended, wenn man gerade in der Stimmung für ein “bischen Runterkommen” für den Abend ist. Wer’s hören will muss sich beeilen. Die Sendung ist nur noch bis kommenden Montag online:
[Download]
Angeregt durch diesen Chaosradio-Podcast über Fandom habe ich mir nun also auch die erste Staffel der mir bis dato nicht wirklich geläufigen Neuauflage von My Little Pony (“Friendship is Magic”) angeschaut. Darin erleben sechs weibliche Ponys unterschiedliche Abenteuer, die ihre Freundschaft immer wieder auf die Probe stellen.

Die Mädchen-Serie gilt als Auslöser eines ganzen Fan-Trends namens “Brony“. So bezeichnen sich ältere Fans der Serie, darunter auch vornehmlich junge Männer, die sich für ihre Vorlieben des Pony-Zeichentricks zunehmend mit Rechtfertigungsgründen ausseinandersetzen müssen. Das Phänomen ist zugegeben riesig: So gibt es zum Beispiel in New York eine 3- bis 5-monatige (!), riesige Fan-Convention mit dem Namen BroNYCon. Wikipedia spendiert der Messe gleich eine eigene Seite. Von der unfassbaren Menge an Fanart, Fan-Videos und sonstiger Fandoms zur Serie ganz zu schweigen.
Berühmt geworden ist das Format gemeinsam mit der Hypothese, als ein möglicher Katalysator weiblicher Gender-Aspekte bei Männern zu fungieren. Die Serie habe, so die häufig kolportierte Meinung, einfach einen Dammbruch losgelöst – quasi ein: “Jetzt kommen sie aus ihren Löchern”. Es folgten tausende Gender-Debatten, ob nun die Zeit gekommen wäre, dass Männer auch dazu stehen könnten, von “weiblicher” Unterhaltung angezogen zu sein, so wie Frauen ja auch schon seit Jahren kein Problem damit haben, einen “männlichen” Actionfilm zu sehen. Was ist My Little Pony nun?
In erster Linie ist My Little Pony einfach eine schrecklich komische Serie.
Klar, Schöpferin Lauren Faust hatte die Serie an den Sender “The Hub” ursprünglich als “Girlie-Format” gepitcht. Und ja, die Hauptdarsteller sind tatsächlich nur “weibliche Ponys” mit den typisch-femininen Gender-Klischees: Das Party-Girl, äh, Party-Pony. Die Modeschöpferin. Die Sportlerin. Die Bücherratte (Bücherpony?). Das Cowgirl, äh, Cowpony. Und natürlich gibt es auch in der Serie den obligatorischen Zickenkrieg oder Diskussionen über die Frisur der Mähne.
Aber im Ernst: Das kennen wir aus tausenden “normalen” Formaten auch. Was “My Little Pony” in meinen Augen so erfolgreich gemacht hat, ist die unfassbare Skurillität der Serie. Tatsächlich mutet sie von Außen wie ein klassisches Mädchen-Format an: Pink und Lila herrschen als Farbe vor. Alles ist wunderschön bunt. Es wird gequiekt und gegackert. Und dem Titel nach geht es um die “Magie der Freundschaft”. Was die Schöpfer aber hervorragend verstanden haben, ist, dieses Setting perfekt auszunutzen, um die Erwartungshaltung des Zuschauers auszuspielen und daraus eine Serie zu generieren, die Mädchen durch ihre Sehgewohnheiten (vermutlich) schnell akzeptieren werden, während alle anderen durch fortlaufende humoristische Einlagen und auch den ein oder anderen Tabubruch überrascht werden. Dabei feuert das Team von völlig überzeichneten Slapstick-Einlagen, über Nerd-Anspielungen und Easter-Eggs bis hin zu schrecklich skurillen Szenen und den miesesten Kalauern einfach alles ab, was geht. My Little Pony ist so hoffnungslos überzeichnet, dass man es eigentlich nur noch als Groteske wahrnehmen kann.

Tatsächlich war die Serie für mich vermutlich das Lustigste, was ich in den letzten Monaten gesehen habe. Ich mein, hallo: Wo findet man sonst eine Pony-Serie, in der ein Pferd minutenlang mit einer Nasenbrille (!!) durch’s Bild marschiert. In einer anderen Szene werden stolz die neueste Errungenschaft eines Dorfes vorgestellt: Pferdekutschen (mit sich abwechselnd fahrend und ziehendn Pferden)! Und wenn Pferde durch die Wüste müssen, nehmen sie den Zug – der ebenfalls durch Pferde gezogen wird. Lokomotive inklusive. Was die Lok da vorne überhaupt soll interessiert sowieso kein Schwein.
Und dann ist da noch Pinkie Pie. Ein Pony, das ohne Zweifel in jeder Folge genauso unter Drogeneinfluss zu stehen scheint wie seine Schöpfer. Jedes Mal, wenn man dachte, man hätte schon alles gesehen, taucht sie überraschend irgendwo auf und lässt einem noch stärker den Kopf schütteln. Höhepunkte zweifelsohne das mehr oder minder grundlose Herumstolzieren mit einem 1-Mann-Tuba-Orchester auf dem Rücken und die völlig unerwartete Lied-Präsentation eines mit Schweinsnase(!) verkleideten Pferdes. Kurz: My Little Pony bringt endlich wieder eine lang vermisste Unberechenbarkeit ins deutsche (Kinder)-Fernsehen, ohne sich dabei auf Kosten anderer lustig machen zu müssen. Tatsächlich macht My Little Pony einfach durchgehend nur gute Laune. Da verzeiht man auch den pädagogischen Grundton – ja, man nimmt ihn sogar gerne als weitere überspitze Satire an.

Aber eine reine Mädchen-Serie ist My Little Pony damit nicht. Sicher, sie sieht auf den ersten Blick so aus. Aber wäre das Machwerk in der Presse anders wahrgenommen worden, hätte es die ganze Gender-Debatte darum glaube ich nicht gegeben. Man könnte genauso sagen: “My Little Pony: Skurille Comedyshow versteckt hinter süßen Ponys”.
Wäre die Serie statt humoristisch beispielsweise brutal, dann wäre sie sofort als eine Art konterkarierende Splatter-Satire wie Happy Tree Friends durchgegangen. My Little Pony macht -sei es nun bewusst geplant oder unbewusst- auch nichts anderes – nur eben vielschichtiger und auf der Ebene des Humor. Nun wäre es aber einfach schlicht vermessen, zu behaupten, Lachen wäre etwas rein weibliches. Lachen möchten alle Menschen gerne – und ich glaube, genau dort rührt der Erfolg der Serie her.
Dass sie nun als eine Art Katharsis für unterdrückte weibliche Gefühle bei Männern angesehen wird, halte ich für weit übertrieben, zumal es auch nur zum Teil den (ja auch sehr großen) Teil an erwachsenen, weiblichen Fans erklärt. Tatsächlich ist die Rechtfertigung der Fangemeinde mehr das Ergebnis einer kurzsichtigen Vorverurteilung von Leuten, die sich von dem äußeren Anschein der Serie haben blenden lassen. In Nerdkreisen wird häufig der innere Konflikt debattiert, dass man selbst nicht wisse, warum man My Little Pony gut finde. Vermutlich wurde am Ende einfach die Theorie der unterdrückten weiblichen Gefühle unreflektiert angenommen und als befereinder Outcoming-Akt zelebriert. Ich selbst bin da sehr vorsichtig, zumal ich diese ständigen Gender-Debatten sowieso nicht abhaben kann und fest daran glaube, dass gute Unterhaltung per se etwas Allgemeingültiges für beiderlei Geschlecht ist.
Anderes Beispiel: Ich könnte auch argumentieren, dass ich ein großer My Little Pony Fan bin, weil die Frauenrechtlerin Kathleen Richter die Serie als überaus “sexistisch und rassistisch” gerade gegenüber Feministinnen deklariert hatte, und ich als männlicher Chauvenist das deswegen ja nur gut heißen muss. Zack. Plötzlich ist die Sache umgedreht. Dass es das Argument auch von Männern gibt (in der Serie sind nahezu alle männlichen Ponys nur doofe Zugtiere), zeigt irgendwo, wo die Serie eigentlich wirklich liegt und wie wurst das alles in Wahrheit ist.

Klar. Vielleicht spielt die Sexualisierung der Serie bei Männern (und wohl auch einigen Frauen) eine Rolle. Zahlreiche Fanvideos lassen zumindest diese Hypothese aufkommen und immerhin laufen in der Serie ständig verweiblichte, nackte Pferde durch’s Bild, die großkotzig den Schönheitsfleck auf ihrem wohlgeformten Pony-Hintern in die Kamera strecken. Außer in der Sauna. Dort tragen sie sinnigerweise Bademäntel. Und ja, vielleicht arbeiten ja einige männliche Zuschauer an den stereotypischen Ponys Erfahrungen mit ihren Exfreundinnen auf. Aber das bietet eine Fluttershy in My Little Pony genauso an wie eine Kirsten Dunst in Spiderman.
Was definitiv bleibt ist eine urkomische Serie, der hervorragend der Spagat zwischen Pädagogik, Surrealismus und Satire gelingt. Hierfür gebührt dem Team mein absoluter Respekt. Auch der progressiven Vorgehensweise des Herstellers Hasbro ist lobenswert: Die Serie darf nahezu beliebig im Internet hochgeladen und bearbeitet werden. Die Schöpfer stehen in ständigem Kontakt mit den Fans und bauen fortlaufend Anregungen und Easter-Eggs aus der Community mit ein. Unvergessen bleibt zum Beispiel Derpy, ein Pony, das durch einen vergessenen Zeichen-Gag jetzt fortlaufend schielen muss. Das ganze Vorgehen ist einfach vorbildlich – politisch, wie wirtschaftlich wie menschlich. Da gönne ich den Ponys den Erfolg umso mehr.
Eigentlich finde ich es am Ende nur schade, dass wir durch den Gender-Zug es irgendwie versäumt haben, dem Format zu noch Größerem zu helfen. So versauert es zumindest in Deutschland de facto eben doch auf Vormittags-Sendeplätzen, wo es eigentlich das Zeug zu einer Nachmittags-Serie hätte. Denn am Ende ist My Little Pony viel mehr als Kommerz-Beiprodukt. Sie hat sich innerhalb kürzester Zeit zur Autorenserie gemausert und ich bin überzeugt davon, dass die Macher beim Erstellen der Gags einfach nur scheiße viel Spaß haben – und das überträgt sich. Jedenfalls kann ich nicht verstehen, weshalb man immer noch glaubt, die Zielgruppe seien rein junge Mädchen (und eben ein paar verkappte Männer), nur weil die Hauptdarsteller eben weiblich sind.
Ob ich mir die zweite Staffel auch noch anschauen werde? Ich denke schon.
Ode an Democracy Now!
Eintrag vom: 11.04.2012 | von: Basti | in: Medien
Schlagwörter: Amy, Projekt, Seite, Überarbeitung
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Ich habe gerade eben erst festgestellt das Democracy Now! eine neue Webseite bekommen hat. Ich freue mich sehr darüber – alles, was diese Seite nach vorne bringt, erwärmt mein Herz!
Demcracy Now! ist eine tägliche Nachrichtensendung von Amy Goodman, die sie quasi in Eigenregie produziert. Und auch wenn die Sendung natürlich eine gewisse Agenda hat -nämlich die Verbreitung demokratischer Prämissen, die objektive Hinterfragung des Status Quo und das Sprachrohr für unterdrückte und unterschlagene Nachrichten sowie deren Menschen dahinter- kenne ich derzeit kaum eine amerikanische Sendung, die neutraler und objektiver an die teilweise sehr schwierigen Themen geht, wie die von Goodman.
Dort wo bei anderen Nachrichtensendern längst der Boulevard gewinnt, jede Story zum Ausnahmezustand erhoben und gerne einfach mal nur Pressemitteilungen gebetsmühlenartig wiederholt werden, findet bei Democracy Now! noch richtiger Journalismus statt. Die Gespräche sind sachlich. Es geht nicht um Quote, Unterhaltung oder das schnelle Newshäppchen. Bei Democracy Now! geht es immer noch um die Wahrheit und um das richtige Handeln. Und da man umfassend und neutral berichtet, obliegt es den Zuschauer, sich seine eigene Meinung zu bilden – Nachrichtendemokratie eben.
Ein Bildungsauftrag den fast alle westlichen Medien längst vergessen zu haben scheinen. Aber jedes Mal, wenn ich die (zugegeben nicht immer leicht verdauliche) Sendung einschalte, kriege ich ein Lächeln im Gesicht. Es tut so gut, Nachrichtenjournalismus auch mal so zu sehen, wie er sein kann, sein sollte und eigentlich niemals hätte anders werden dürfen. Es beruhigt mein Gewissen, das irgendwo in einem kleinen New Yorker Studio seit über 15 Jahren eine 55-jährige Frau sitzt, die sich gegen das erdrückende System von Volksverdummung wehrt und an ihren journalistischen Prinzipien der Systemkritik eisern festhält, auf restriktives Copyright und Werbeeinnahmen pfeifft und das tut, an was sie aus Überzeugung glaubt.
Gut zu sehen, dass es dem Projekt mit der Überarbeitung der Webseite weiterhin gut geht.
Sehen könnt ihr Democracy Now übrigens über Satellit (EuroBird (28° Ost, 11.222Ghz H) und hören in den Radios Kanal Ratte und Radio Unerhört Marburg und in Wien auf Okto. Im Kabel läuft die Sendung auf TIDE. Und natürlich auch im Download auf der Webseite selbst.
Gut zu sehen, dass es dem Projekt mit der Überarbeitung der
vinyl machine and a naked girl
Eintrag vom: 03.04.2012 | von: Basti | in: Medien
Schlagwörter: button, girl, side, Station
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Did I say, the new Radio Soulwax “Station ID” is great? I was lying. It’s awesome!
Check it out at http://www.2manydjs.com/ and don’t skip the intro!
And if you don’t have enough, click the play button on the bottom left side and watch the channel. Some programs are amazing, especially “Under the Covers”.
Girls, Guns & G-Strings
Eintrag vom: 29.03.2012 | von: Basti | in: Medien
Schlagwörter: ANSI, Collection, G-Strings, girls
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My Andy Sidaris Collection already paid off. His first movie in the Box Set starts with ANSI Art, big breasts and… a red (!) DeLorean! My evenings are saved!
Sennentuntschi
Eintrag vom: 22.03.2012 | von: Basti | in: Medien
Schlagwörter: DVD-Release, Englisch, Herrgott, Sennentuntschi
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Wie kann man eigentlich diesen genialen, schweizerdeutschen Film im DVD-Release auf hochdeutsch nachsynchronisieren, anstatt einfach deutsche Untertitel hinzuzufügen, wie man das bei jedem ordentlichen Dialekt-Film macht? Statt dessen gibt es optionale Untertitel auf Englisch. Herrgott Sakrament!
South Park ist zurück!
Eintrag vom: 19.03.2012 | von: Basti | in: Medien
Schlagwörter: Central, Folgen, Park, Sarkasmus
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Es tut echt gut, dass endlich die 16. Staffel von South Park läuft. Der wöchentliche Drogentrip, der mich durch diese absurde Welt mit bodenständigen Sarkasmus führt, hat mir echt gefehlt… und wie immer gibt es die Folgen auch kostenlos online! Danke, Comedy Central.
Nebenbei erwähnt, die Dokumentation “6 Days To Air” über die South Park Studios ist absolut empfehlenswert! Liebend gerne würde ich nun auch noch The Book of Mormos sehen, Trey Parkers und Matt Stones aktuelles Musical:













